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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Bewerbungsgespräch mit der Generation Zukunft

Jede Generation ist anders. Nach den Baby Boomers kam die ehrgeizige Karriere-Generation X, gefolgt von der ich-bezogenen und technologieaffinen Generation Y. Frank Behrendt traf jetzt eine Vertreterin der vieldiskutierten neuen Generation Z, die jetzt auf den Arbeitsmarkt kommt zum Bewerbungsgespräch. Er war so begeistert, dass er die junge Dame sofort einstellte.

Da saß sie nun vor mir im Designer-Lehnstuhl in unserer Cafeteria, die Generation Z. Jung, weltoffen, selbstbewusst und jeder Blick eine klare Frage. Ganz frisch aus Australien eingeflogen, denn an der "University of the Sunshine Coast" in Queensland hatte sie gerade ein Auslandssemester absolviert. Public Relations hatte sie da studiert und ihre Pausen auf dem Campus inmitten von Kängurus verbracht.

Wir reden über die Digitalisierung. Wenn die Generation Y als "Digital Natives" bezeichnet wird, gilt das für die Vertreter mit dem Z in einem noch viel höheren Maße. Sie sind Teil einer 24/7 vernetzten Online-Community. "Eine klare Abgrenzung zwischen realer und virtueller Welt gibt es für uns nicht mehr", sagt sie lächelnd und tippt auf ihr Smartphone in der pinkfarbenen Hülle.

Neugierde und Leistungsbereitschaft

Wir reden und mir gefällt ihre Neugierde, was sie sagt und konkret erwartet. Mangelnde Leistungsbereitschaft ihrerseits? Fehlanzeige. Im Gegenteil. "Man muss den Rahmen klar definieren", erklärt sie mir. Ich nicke, denn das sehe ich ganz genauso.

Wir reden über ihre Kindheit - Bibi & Tina hat sie begeistert gehört – Familie und Werte: Sie erzählt mir von ihren Eltern, die eine Gärtnerei besitzen und auf Wochenmärkten Blumen verkaufen. Das Geschäft boomt. Auf Facebook & Co. sind sie nicht, die Menschen kaufen den Stand auch so leer. "Am Ende zählt der echte Mensch, darum sei einfach du selbst", hat ihr der Vater mit auf den Weg gegeben. Hat die Generation-Z-Tochter überzeugend getan und deshalb den Job bei mir direkt bekommen. 

Umfrage: Was Jugendliche über Kunst denken


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.