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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Warum Wiedersehensfreude am Flughafen mich glücklich macht

Vielen ist Wartezeit lästig. Dabei hat sie durchaus etwas von einem inspirierenden Wellness-Trip, wenn man an den richtigen Orten wartet. Frank Behrendt sitzt gerne im Ankunftsbereich am Flughafen und erfreut sich an dem Glück anderer.

Wiedersehensfreude am Flughafen (Symbolbild)

Wiedersehensfreude am Flughafen (Symbolbild)

Die roten Stühle in der "hello bar" im Flughafen Zürich waren angenehm gepolstert. Der Latte Macciato schmeckte hervorragend und der Orangensaft war wirklich frisch gepresst. Aber deshalb war ich nicht hier. Ich hatte noch Zeit bis zu meinem nächsten Termin und so sah ich dem bunten Treiben im Ankunftsbereich zu. Ich liebe es, Freude live zu erleben. Großeltern, die ihre Enkel in Empfang nehmen, Partner ihre bessere Hälfte, Eltern ihre Kinder.

Und so saß ich da und schaute auf die Wand mit dem "Durchgang verboten" Schild. Aus den sich geräuschlos öffnenden Schiebetüren würden sie kommen: Die sehnsüchtig erwarteten Reisenden aus aller Welt. Die Abholer standen hinter einer Edelstahlabsperrung mit beleuchteten Werbedisplays. "Mehr Fliegen" stand darauf, zu sehen war ein kleines Mädchen im Superwoman-Outfit, das für die ebookers-App warb.

Warten auf Papi

Neben mir schwenkte ein Knirps einen abgegriffenen Stoff-Affen. Ich kannte den pelzigen Burschen irgendwoher. Richtig: Mein Bruder hatte früher auch so ein Äffchen als Kuscheltier in Brasilien gehabt, "Joko" von Steiff. Auch der Kuschelfreund des Jungen hatte einen Knopf im Ohr. Ich fragte die Mutter. Das Tier hatte schon der Oma gehört, stammte aus den 60er Jahren. Später kuschelte der Sohn damit, jetzt sein Junior. Und der "Papi-Affi" tröstete den Kleinen über die Woche hinweg, in der sein Dad in Dubai war.

Jetzt blinkte es auf dem Bildschirm. "Ist Papi da?" fragte der Kleine hibbelig. Die Mutter nickte. Als die Tür aufging und der heiß Ersehnte wirklich kam, hielt es den Jungen nicht mehr hinter der Absperrung. Er rannte los, vor lauter Dynamik verlor er das Äffchen. Mama hob es auf. Der Vater ließ den Koffer fallen und wirbelte seinen Sohn herum. Ich hatte Tränen in den Augen, weil echte Freude zu erleben einfach richtig gut tut.

Dieser Herr erobert mit seiner romantischen Begrüßung das Netz!
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.