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Arbeitsplatz: Diese 8 Fragen zeigen, ob Sie den richtigen Job haben - oder eben nicht

Sicherlich, jeder ärgert sich mal über den Aufgaben, den Chef, die Arbeit. Aber woran erkannt man, dass man dringend den Arbeitsplatz wechseln sollte, weil man wirklich unzufrieden ist? Diese acht Fragen sollen Klarheit bringen. 

Ist mein Job noch der richtige?

Ist mein Job noch der richtige?

Acht Stunden pro Tag, 40 Stunden pro Woche: Wir verbringen viel Zeit an unserem Arbeitsplatz. Sicherlich ist nicht jede Minute davon die reinste Glückseeligkeit. Der Chef entpuppt sich als Pfeife, die Kantine serviert nur Mist, der Kunde führt sich auf wie ein Kleinkind - ja, das nervt. Und raubt den Spaß am . Doch wann ist der Punkt gekommen, an dem klar wird: Ich bin falsch in meinem Job? Tami Rosen ist als Vizechefin für den Bereich Mitarbeiter beim digitalen Auskunftsdienst Quora tätig. Sie meint, dass man die Jobzufriedenheit mit acht simplen Fragen klären kann. 

1. Wir motiviert gehen Sie zur Arbeit?

Klar, es gibt Tage, da hat man keinen Bock. Gar nicht. Wetter mies, Kunden ätzend, keine Chance. Doch wer sich dauerhaft mit Unlust zur Arbeit schleppt, sollte das Warnsignal nicht ignorieren.

2. Arbeite ich leidenschaftlich?

Wer sich in seinem Job reinkniet und mit ganzem Herzen bei der Sache ist, empfindet die Arbeit als Bereicherung.

3. Habe ich das Gefühl, dass ich etwas bewirken kann?

Das tägliche Gebuckel am kann sich schnell eintönig anfühlen. Doch wer das Gefühl hat, dass seine Arbeit egal für den Erfolg des Unternehmens ist, ist schnell frustriert.


Bei den ersten drei Fragen geht es darum, herauszufinden, ob dem Mitarbeiter seine Arbeit Spaß und Erfüllung oder Anerkennung bringt. All das ist wichtig, um seinen Job ehrlich zu mögen. Auch das Gefühl, etwas erreichen zu können, ist wichtig für Mitarbeiter.

4. Ist die Arbeit herausfordernd?

Wird es langweilig am Arbeitsplatz, nimmt meist auch die Qualität der Ergebnisse ab. Der Mitarbeiter wird schlampig. Ohne Herausforderungen nimmt die Lust an der Arbeit ab.

5. Lerne ich bei der Arbeit etwas hinzu und wachse ich durch Herausforderungen?

Menschen wollen sich entwickeln, lernen, besser werden. Auch bei der Arbeit. Bekommen sie diese Möglichkeit nicht, treten sie auf der Stelle. Absolut demotivierend!


Die Fragen 4,5, und 6 setzen sich mit den Möglichkeiten im Unternehmen auseinander. Nur wer sich weiterqualifizieren kann und täglich neue Herausforderungen meistern darf, sieht auch eine Zukunft in der Firma. Und ohne Perspektive wird es hart.

6. Will ich eines Tages mehr Verantwortung übernehmen und aufsteigen?

Der Ausblick auf personelle oder inhaltliche Verantwortung spornt an. Bekommt man diese Chance nicht einmal eingeräumt, sinkt die Motivation.

7. Macht mir die Arbeit in meinem Team und in meinem Unternehmen Spaß?

Ein funktionierendes Team und Kollegen, mit denen man sich versteht, sind sehr wichtig für die Mitarbeiterzufriedenheit. Klappen alle Kollegen nur die Ellenbogen aus, wird gemobbt oder gelästert, drückt das auf die Stimmung im gesamten Team. Und somit auch auf die Ergebnisse.

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8. Teile ich die Werte meines Unternehmens?

Jede Firma hat ein eigenes Klima und setzt sich eigene Maßstäbe - nicht nur aus Umsatzsicht. Einige Firmen engagieren sich sozial oder haben einige ganze klare Philosophie. Teilt man die Ansichten der Firma, fühlt mich sich richtiger am Arbeitsplatz.


Die Fragen 6, 7 und 8 zielen auf das Arbeitsklima, das Miteinander unter den Kollegen und die Firmenphilosophie ab. 

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Reflektieren Sie das berufliche Umfeld mit einem Mentor

Tami Rosen empfiehlt, diese Fragen zunächst für sich zu beantworten und dann die Ergebnisse mit einem Mentor, einem Familienmitglied oder jemandem, der einen gut einschätzen kann, zu besprechen. Das ermöglicht neue Perspektiven auf die eigene Arbeit. Und solche Gespräche decken nicht selten Verborgenes auf, dessen man sich selbst gar nicht so bewusst ist. "Ich habe einige bemerkenswerte Erfahrungen gemacht", so Tami Rosen in ihrem Beitrag. Das Feedback eines anderen Menschen zeigt ihr, dass sie nicht im richtigen Job war und andere Optionen in Betracht ziehen sollte. "Es war zunächst überwältigend, weil ich mich in meiner Rolle ziemlich wohl fühlte (oder zumindest dachte ich, dass ich es war). Im Nachhinein weiß ich, dass es das beste Feedback war, das ich je bekommen habe. Es stellte sich heraus, dass ich, als ich meine Selbstreflexion durchführte und die obigen Fragen beantwortete, nicht ehrlich zu mir war. Hätte ich mich nur auf mein eigenes Denken verlassen, hätte ich nicht die Chancen nutzen können, die sich mir dadurch offenbart haben."


kg
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