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Neue Bilanzregeln: Kleine Firmen hinken hinterher

Viele kleine Unternehmen hinken bei der zum Jahresende vorgeschriebenen Umstellung auf die neuen internationalen Bilanzierungsregeln hinterher.

So lautet das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 560 börsennotierten Unternehmen.

Von den kleinen Firmen mit einem Börsenwert unter 200 Millionen Euro hätten zwölf Prozent mit der Umstellung noch gar nicht begonnen. Rund 17 Prozent seien noch in der Anfangsphase. Erst jedes dritte Unternehmen (34 Prozent) habe seine Bilanz den neuen Regeln angepasst. Die großen Unternehmen seien dagegen Vorreiter. Fast die Hälfte der großen Konzerne habe die Umstellung bereits abgeschlossen (48 Prozent) oder befinde sich in der Schlussphase (sieben Prozent).

Von Januar 2005 an gelten für alle börsennotierten Unternehmen in Deutschland die internationalen Bilanzierungsregeln IFRS (International Financing Reporting Standards). Die Vorgaben sollen für mehr Transparenz sorgen und die Abschlüsse deutscher Firmen mit denen ihrer internationalen Wettbewerber vergleichbarer machen. Wegen des hohen Aufwands wird das neue Bilanzierungsrecht von der mittelständischen Wirtschaft heftig kritisiert.

DPA / DPA