Q-Cells AG Mit Lichtgeschwindigkeit zum Erfolg


Die Q-Cells AG aus Thalheim ist für den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger 2005 nominiert.

"Wir wollen die Solarenergie nachhaltig wettbewerbsfähig machen", so Dr. Paul Grunow, Leiter Produktmanagement beim Solarzellenhersteller Q-Cells. Das Markenzeichen des noch jungen Unternehmens sind permanente Innovationen: Q-Cells brachte als erster Anbieter eine neuartige 6-Zoll-Zelle auf den Markt, die im Vergleich zu herkömmlichen Solarzellen eine größere Fläche aufweist. "Durch das neue Format ist die Produktion kostengünstiger und das ist natürlich auch für unsere Kunden ein Vorteil", so der Physiker. "Wir mussten dazu zwar erst einmal Überzeugungsarbeit leisten, denn viele Kunden waren hinsichtlich des Wirkungsgrads der neuen Zellen skeptisch. Inzwischen haben wir das neue Format aber am Markt durchgesetzt." Kürzlich lancierte Q-Cells mit dem Produkt Q6L die leistungsstärkste Solarzelle Europas, und demnächst soll eine weitere, noch größere und leistungsfähigere Zelle folgen.

Geschwindigkeit ist das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens, das sich inzwischen zum Marktführer Europas entwickelt hat und weltweit zu den Top-3-Unternehmen in der Photovoltaik zählt. "Wir haben hier innerhalb von nur sieben Monaten eine komplette Halbleiterfertigung aufgebaut - vom ersten Spatenstich bis zur Inbetriebnahme", so Paul Grunow. "Das war natürlich ein sehr großes Risiko und das Team hat alles gegeben, um jede kleine Schwachstelle zu beseitigen. Es durfte einfach nichts schiefgehen, und das ist uns dann ja auch gelungen." Auch bei der Entwicklung der innovativen neuen Zellengenerationen geht es in rasantem Tempo voran. "Wir waren selbst überrascht, wie schnell das geht. Denn was im Labor funktioniert, muss in der Produktion ja nicht unbedingt klappen", erzählt Paul Grunow.

Das Unternehmen wächst seit seiner Gründung 1999 kontinuierlich und liegt dabei regelmäßig über dem Durchschnitt der boomenden Photovoltaik-Branche. Inzwischen beschäftigt Q-Cells fast 600 Mitarbeiter, Tendenz steigend. "Ich glaube, wir sind genau zum richtigen Zeitpunkt gestartet", erklärt der Unternehmer. "Außerdem produzieren wir ein echtes Produkt, das auch wirklich gebraucht wird, denn in wenigen Jahrzehnten werden viele Ressourcen erschöpft sein und der Energiepreis wird deutlich steigen."

Dabei profitiert das Unternehmen auch von dem hohen Umweltbewusstsein in Deutschland. "Es ist ein echter Vorteil, dass Nachhaltigkeit auf dem deutschen Markt akzeptiert wird. In den USA dagegen muss man sich fast dafür entschuldigen, wenn man so etwas macht", erzählt Paul Grunow. "Es macht auch wirklich Sinn, hier zu produzieren, denn der notwendige Mix aus wissenschaftlicher Forschung und Maschinenbau ist nicht überall verfügbar."

Das rasante Wachstum und der weit überdurchschnittliche Erfolg nahmen auch die Jury für das High-Tech-Unternehmen ein. Sie nominierte die Q-Cells AG für den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger. Auch die permanenten Innovationen waren ein bedeutender Faktor für die Nominierung. "Wir sind weltweit innovativ und haben einen technologischen Vorsprung von etwa zwei bis drei Jahren, den wir natürlich nicht verlieren möchten", so Paul Grunow. Über 40 Wissenschaftler und Ingenieure sorgen dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt und bekräftigen die starke Ausrichtung des Unternehmens auf Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

"Es ist aufregend, nominiert zu werden und ich habe den Eindruck, dass wir dadurch ganz anders betrachtet werden", findet Paul Grunow. "Ich denke, wir haben gute Chancen, den Deutschen Gründerpreis zu gewinnen. Nicht nur wir profitieren von dieser Nominierung, sondern sie nützt auch der ganzen Branche. Unsere Nominierung ist ein wichtiges Signal an die Politik, dass Solarenergie auch ökonomisch funktioniert."


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