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Quelle-Pleite: Quelle: Ver.di gibt Politik Mitschuld am Quelle-Untergang

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat «parteitaktischem Kalkül» und bürokratischem Handeln die Schuld an dem Aus für Quelle gegeben. Die Vizechefin der Gewerkschaft, Margret Mönig-Raane, bezeichnete das Scheitern des Traditionsunternehmens am Dienstag in Berlin als «tragischen Schlusspunkt einer Reihe unternehmerischer und politischer Fehlentscheidungen».

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat «parteitaktischem Kalkül» und bürokratischem Handeln die Schuld an dem Aus für Quelle gegeben. Die Vizechefin der Gewerkschaft, Margret Mönig-Raane, bezeichnete das Scheitern des Traditionsunternehmens am Dienstag in Berlin als «tragischen Schlusspunkt einer Reihe unternehmerischer und politischer Fehlentscheidungen». Diese hätten zu Verzögerungen beim benötigten Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro geführt. Außerdem hätten die Banken mit harten Verhandlungspositionen zum Ruin beigetragen. «Dass für die ernsthaft interessierten Investoren kein Weg für das sogenannte Factoring, also die Finanzierung des Versandgeschäfts, gefunden werden konnte, ist ein Armutszeugnis für die beteiligten Banken», erklärte Mönig-Raane. Die Gewerkschafterin kündigt an, sich für die Bereitstellung öffentlicher Mittel zur Qualifizierung der von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter einzusetzen. «Da müssen jetzt die politisch Verantwortlichen ran, die eine wesentliche Mitschuld an der Entwicklung haben.»

AP / AP