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Schwedischer Mobilfunk-Konzern: Ericsson baut weitere 1500 Stellen ab

Der schwedische Mobilfunk-Konzern Ericsson hat den Abbau weiterer 1500 Arbeitsplätze angekündigt. Zu Beginn einer umfassenden Umstrukturierung des Unternehmens im Januar 2009 sei noch mit dem Abbau von 5000 Stellen gerechnet worden, diese Zahl steige nun aber auf 6500, teilte Ericsson am Montag in Stockholm mit.

Der schwedische Mobilfunk-Konzern Ericsson hat den Abbau weiterer 1500 Arbeitsplätze angekündigt. Zu Beginn einer umfassenden Umstrukturierung des Unternehmens im Januar 2009 sei noch mit dem Abbau von 5000 Stellen gerechnet worden, diese Zahl steige nun aber auf 6500, teilte Ericsson am Montag in Stockholm mit. Mit der Umstrukturierung will der Konzern umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro jährlich einsparen.

Der Gewinn von Ericsson, dem weltweit führende Unternehmen im Bereich der Mobilfunknetze, ging im letzten Quartal 2009 um 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Betrug er zwischen Oktober und Dezember 2008 noch 3,89 Milliarden schwedische Kronen (380 Millionen Euro), so waren es im gleichen Zeitraum 2009 nur noch 314 Millionen Kronen (30,7 Millionen Euro). Analysten hatten einen deutlich geringeren Rückgang erwartet.

Für den Gewinnrückgang sind Ericsson zufolge auch die hohen Kosten der Umstrukturierung verantwortlich: Im letzten Quartal 2009 betrugen sie umgerechnet 420 Millionen Euro, im gesamten Jahr 2009 umgerechnet 1,1 Milliarden Euro. Die Umstrukturierung soll im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen sein und insgesamt etwa 1,3 Milliarden Euro kosten. Ericsson stellt gemeinsam mit dem japanischen Elektronik-Riesen Sony Handys her. In einem Joint-Venture mit STMicroelectronics produziert Ericsson zudem Handy-Chips.

AFP / AFP