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Statistik: Der Trick mit den Arbeitslosen

Jubelstimmung am Arbeitsmarkt, nur noch 3,5 Millionen Menschen ohne Job. Doch langsam: In der offiziellen Statistik werden viele Personen nicht berücksichtigt - und eigentlich gibt es rund 1,4 Millionen Arbeitslose mehr. Eine echte Bilanz.

Von Hans Peter Schütz

Schlagzeilen verkünden eine fast heile Arbeitswelt. "Nur noch 3,5 Millionen Menschen ohne Job." Oder: "So viele Erwerbstätige wie noch nie." Und: "Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit November 1994." Will man da meckern und mosern? Muss man da nicht Heinrich Alt zustimmen, wenn er als Chef der Bundesanstalt für Arbeit bei der jüngsten Präsentation seiner Bundesanstalt für Arbeit zufriedene Bilanz zieht?

Richtig daran ist, dass die Zahl der Beschäftigten in der Bundesrepublik noch nie so hoch war wie heute. Zum ersten Mal wurde die Marke von 40 Millionen übertroffen. Die Politik klopft sich dabei für ihre aktive Arbeitsmarktpolitik begeistert auf die Schultern. Sind wir nicht erfolgreich?

Arbeitslose werden geparkt

Leider wird aus der offiziellen Arbeitslosenzahl eine große Zahl von Menschen ausgeblendet, die ebenfalls ohne festen Arbeitsplatz sind. Sie werden versteckt "geparkt," sei es in so genannten "arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen", sei es in "Sonderregelungen." Darunter fallen Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Vorruhestandsregellungen, Ich-AGs und Ein-Euro-Jobs.

Im Monat Oktober waren dies 1,434 Millionen Arbeitslose. Mit anderen Worten: Das Ausmaß der Nichterfassung in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik liegt inzwischen bei 29,5 Prozent der tatsächlich Arbeitslosen. Was bedenklich ist: Die Zahl dieser statistisch nicht ausgewiesenen Arbeitslosen steigt, zwar im Monat Oktober um lediglich 3700, aber sie lag in diesem Jahr und in den Jahren 2004 und 2005 regelmäßig zwischen 1,4 und 1,5 Millionen. Statistisch bemerkenswert ist auch, dass die Zahl der versteckten Arbeitslosen seit dem Jahr 2000 regelmäßig gestiegen ist. Sie betrug im Januar 2000 1,166 Millionen Menschen.

Die Experten der "Stiftung Marktwirtschaft" setzen aus diesem Grund ein dickes Fragezeichen hinter die offizielle Statistik. Ihr Arbeitsmarktexperte Guido Raddatz sagte stern.de: "Gerade in Zeiten guter konjunktureller Entwicklung sollten Arbeitslose nicht in fragwürdigen Instrumenten geparkt werden. Auch aus diesem Grund ist von der derzeit diskutierten Verlängerung des Arbeitslosengeldes I für Ältere abzuraten."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.