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Kampf um Bewerber: Britische Armee veralbert für Kampagne Millennials - und die rennen ihr die Bude ein

Selfie-Süchtige, Binge-Gamer und Smartphone-Zombies spricht die neue Rekrutierungskampagne der britischen Armee an. Für die  Werbung wurde die Army schwer kritisiert, aber sie brachte die Bewerbungen auf ein Fünf-Jahres-Hoch.

Die Älteren waren von der Kampagne entsetzt, doch den Jungen gefiel sie. Die Armee ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Älteren waren von der Kampagne entsetzt, doch den Jungen gefiel sie. Die Armee ist mit dem Ergebnis zufrieden.

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Snowflakes, Smartphone-Zombies, Binge-Gamer, Selfie-Süchtige und "Ich! Ich!"-Typen sprach die britische Armee mit ihrer Rekrutierungskampagne an. Die Armee versprach, sie alle von ihren todlangweiligen Jobs zu erlösen.

Kaum waren Plakate und TV-Werbung veröffentlicht, erhob sich ein Sturm der Empörung. So stellte sich das Publikum nicht die Soldaten der Zukunft vor. Optisch nehmen die Motive ein legendäres Plakat aus dem Ersten Weltkrieg auf. Damals rief Lord Kitchener den angehenden Rekruten ein patriotischen "Euer Land braucht euch!" entgegen. Und heute werden alle – angeblichen – Unarten der Millennials zitiert. Nicht nur die Medien zeterten. In den sozialen Netzen diskutierten Soldaten und Veteranen über die Kampagne – nur die wenigsten konnten sich mit der Werbung anfreunden.

Kampagne wurde zum Erfolg 

Nun zeigt sich, die Armee hatte recht gehabt. Die umstrittene Werbekampagne sollte einen empfindlichen Einbruch bei den Rekrutierungen bekämpfen, und sie wurde ein durchschlagender Erfolg. Im Januar haben sich die Anträge für den Eintritt in den Armeedienst verdoppelt, sie erreichten den höchsten Stand seit fünf Jahren. Schon die Veröffentlichung der Plakate am 3. Januar schlug ein wie ein Paukenschlag, in den folgenden fünf Tagen gingen 2700 Anträgen ein. Das Verteidigungsministerium erklärt, die Poster sollten Skeptikern zeigen "wie die Armee über Stereotypen hinausschaut, um das Potenzial junger Menschen zu erkennen".

Und tatsächlich ist die Kampagne klüger, als manche Kritiker wahrhaben wollten. Die Werber wandten einen subtilen Kniff ein. Sie konfrontierten den Betrachter mit Eigenschaften, die gemeinhin als negativ wahrgenommen werden, und sahen die Schwächen als Stärke der Bewerber. Ein TV-Spot zeigt einen Vater, der über seinen Sohn spricht, der endlos lange wach bleibt, um ein Videospiel zu spielen. "Ich kann ihn nicht von dem Ding wegkriegen. Er ist die ganze Nacht wach", klagt der Vater. Die nächste Szene zeigt den Sohn, wie er in einem Kriegsgebiet arbeitet. Der Sprecher dazu: "Ausdauer. Unterschätze sie nicht."

Auf einem Poster steht: "Snowflakes, eure Armee braucht euch und euer Mitgefühl".

Oder: "Telefon-Zombies, eure Armee braucht euch und eure Konzentration." 

Ein weiteres Poster sagt: "Selfie-Süchtige, eure Armee braucht euch und euer Selbstvertrauen".

Auch die aktuelle Kampagne der Bundeswehr "#kämpfen und #führen" setzt auf ein modernes Bild des Soldatenberufs. Aber anders als die Briten lässt die Bundeswehr jeden Witz vermissen. Die schönen, wenn nicht zu schönen Bilder bemühen sich allzu sehr, den Beruf im besten Licht erscheinen zu lassen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.