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T-14 Armata: Internes Papier: Warum sich die Briten vor Putins Superpanzer fürchten

Großbritannien kann dem Russenpanzer T-14 Armata nichts entgegensetzen, fürchten britische Militärs. Erst in 20 Jahren sei der Vorsprung Moskaus aufzuholen.

Ein Armata T-14 während einer Parade in Moskau.

Ein Armata T-14 während einer Parade in Moskau.

Seit der Vorführung auf dem Roten Platz am ersten Mai 2015 ist es ruhig um Putins neuen Panzer T-14 Armata geworden. Die Parade löste noch eine Schockwelle durch die westlichen Medien aus, aber schon die Erprobung einer Gruppe von Vorserienmodellen durch die Truppe wurde im Ausland kaum noch wahrgenommen.

Doch die Militärs der Nato-Staaten haben den neuen Panzer nicht vergessen. Dem "Sunday Telegraph" liegt ein internes Papier des Britischen Verteidigungsministeriums vor. In jedem Absatz spürt man den Schrecken, den der T-14 verbreitet. Ein Panzer, der offenbar nicht aufzuhalten ist. Das Papier bezweifelt, dass es möglich sei, in den nächsten 20 Jahren einen ernst zu nehmenden Rivalen zu konstruieren.

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M1A2 des 3. gepanzerten US-Kavallerieregiments in Tal Afar/Irak.

M1A2 des 3. gepanzerten US-Kavallerieregiments in Tal Afar/Irak.

Von Grund auf neues Konzept

Die Überlegenheit des Armata beruht auf seinem von Grund auf neuen Konzept. "Ohne Übertreibung repräsentiert der Armata den revolutionärsten Schritt der Panzerentwicklung im letzten halben Jahrhundert",  heißt es in dem Papier. Man könnte hinzufügen, dass der russische T-34 als der große Schritt davor gilt. 

Am Auffälligsten ist, dass der Tank keine Menschen im exponierten Turm einsetzt. Der Armata wird nur von zwei Soldaten bedient, die in einer speziellen Schutzkanzel im Rumpf untergebracht sind. Der Schutzraum gilt als unzerstörbar. Hinzu kommt, dass der Armata auch merklich schneller, leichter und flacher ist als jeder westliche Panzer. Das Fünf-Seiten-Papier geht davon aus, dass der T-14 mit einem hochmodernen Radar ausgestattet wird, wie es auch in Russlands Kampflugzeugen benutzt wird. Die neue Kompositpanzerung soll anderen Entwicklungen weit überlegen sein, die Kanone erreiche eine höhere Mündungsgeschwindigkeit als westliche Entwicklungen. Kurzum: "Als komplettes Paket kann man den Armata als den revolutionärsten Panzer in einer Generation nennen."

Der Kampfpanzer T-14 ist noch nicht alles, das ist der schwere Schützenpanzer T-15. Er nutzt ebenfalls die Armata-Basis

Der Kampfpanzer T-14 ist noch nicht alles, das ist der schwere Schützenpanzer T-15. Er nutzt ebenfalls die Armata-Basis

Westen auf Sprengfallen fixiert

Der Westen ist weit hinterher. Wie konnte es dazu kommen? Der Verfasser des Papiers glaubt, dass die Kämpfe gegen schlecht bewaffnete Aufständische die westlichen Staaten auf eine falsche Fährte gelockt haben. Man haben sich auf die Abwehr von versteckten Sprengladungen, die wie Minen wirken, konzentriert, dabei aber das klassische Gefecht Panzer gegen Panzer vernachlässigt. An einen technologisch gleichwertigen oder gar überlegenen Gegner wurde überhaupt nicht gedacht, als man die Panzer aus der Zeit des Kalten Krieges modernisierte. Der britische Kampfpanzer Challenger 2 soll bis 2035 im Dienst bleiben. Das Papier mahnt, diese Entscheidung zu überdenken. Auch die Einführung des Scout, eines leichten Schützenpanzers, müsse überdacht werden. Denn neben dem Kampfpanzer T-14 wird Russland auch Schützenpanzer auf Basis der Armata-Plattform bauen. Sie werden eine ähnliche Überlegenheit über ihre Gegner erreichen wie der Kampfpanzer.  Das Papier warnt, dass Russland auf der Armata-Basis "sechs weitere gepanzerte Fahrzeuge vom Stapel lassen werde".

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Kurz vor der Serienfertigung

Viel Zeit bleibe nicht mehr. 2018 solle die Serienfertigung des T-14 mit 180 Exemplaren anlaufen. Der "Sunday Telegraph" befragte weiterhin Brigadier Ben Barry, vom International Institute for Strategic Studies, über die Bedrohung des Armatas. Barry weist auf die aktiven Abwehrsysteme des Tanks hin, die angreifende Raketen abfangen werden. Der Brigadier nimmt auch die russischen Ankündigungen ernst, den T-14 mit einer überdimensionierten Kanone vom Kaliber 150 mm auszustatten. Russland hatte die Einführung einer solchen Waffe angedeutet. Sollte es den Ingenieuren gelingen, trotz des Kalibers eine hohe Mündungsgeschwindigkeit zu erreichen, würde keine Panzerung gegen diese Kanone helfen. Die pure Wucht des Aufpralls würde einen gegnerischen Panzer umwerfen.

Armata: Permante Überwachungsdrohne geplant

Die neueste Ankündigung aus der russischen Rüstungsindustrie wurde in dem Papier noch gar nicht berücksichtigt. Das Militärportal Army Recognition berichtet aus der russischen Zeitung "Izvestia", dass der T-14 von einer permanenten Beobachtungsdrohne begleitet wird. Entwickelt vom Moskauer Institut für Luftfahrt wird die Drohne mit einem Kabel mit dem Panzer verbunden sein. Ihre Einsatzdauer soll so der des Panzers entsprechen. Die maximale Flughöhe ist auf 100 Meter begrenzt. Von diesem Ausguck aus wird die Besatzung des Panzers die Umgebung in weitem Umkreis mit Hilfe von HD-Kamara, Radar und Nachtsichtgerät beobachten können.


Kra
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.