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Kampfpanzer: US-Top-General: M1-Abrams-Panzer ist nicht mehr die Nummer Eins

General John M. Murray fürchtet, dass der schwere Kampfpanzer der USA, der M1 Abrams, nicht mehr weltweit führend ist. Er zählt Konkurrenten auf, die ihm den Rang ablaufen. Den Leopard 2 vergaß er, obwohl der den M1 erst vor kurzem deklassierte.

M1A2 des 3. gepanzerten US-Kavallerieregiments in Tal Afar/Irak.

M1A2 des 3. gepanzerten US-Kavallerieregiments in Tal Afar/Irak.

Seitdem er 1980 in Dienst gestellt wurde, dominierte der M1 Abrams die Schlachtfelder, auf denen er eingesetzt wurde. Das lag sicher auch an der allgemeinen Überlegenheit der USA auf dem Schlachtfeld, aber in beiden Irak-Kriegen enttäuschte der schwere Panzer seine Besatzungen nicht.  Aber nun deutet Generalleutnant John M. Murray, Chef der militärischen US-Finanzplanung an, dass es Zeit für einen Nachfolger wäre, denn der M1 sei nicht mehr das Maß aller Dinge bei den Kampfpanzern.  "Ich denke, in der nächsten Zukunft kommt der Abrams den besten Panzern seiner Art noch recht nahe", sagte Generalleutnant Murray in einer Anhörung.

"Ich denke, derzeit haben wir einen Gleichstand. Aber ich glaube nicht, dass wir noch ein Übergewicht haben", antwortet der General auf die Frage von Senatoren. Als die nachfragten, welche Panzer ihm dann nahe käme, sagt Murray: "Ich würde sagen das der israelische Merkava einer von ihnen wäre. Der T-90 ist vermutlich sehr nahe dran. Viele Leute reden über den T-14 Armata, aber der ist – denke ich – noch nicht im Feld. Auch der britische Tank ist ziemlich nahe dran. Ich will jetzt nicht sagen, dass wir keinen Panzer von Weltklasse mehr besitzen. Ich bin ein Optimist und sage, dass wir einen Gleichstand mit vielen Nationen erreicht haben."

Game-Changer im Anmarsch

Von den genannten Modellen ist allein der T-14 Armata eine Neuentwicklung, er definiert einen Kampfpanzer der vierten Generation. Der Armata stellt derzeit Mitbewerber in den Schatten. In seinem revolutionären Design gibt es keine Besatzung mehr in der exponierten Kuppel, die nur zweiköpfige Besatzung ist in einem speziellen Schutzmodul untergebracht. Doch wie Murray korrekt sagte: Noch ist der T-14 Armata im Status einer Vorerprobung, eine Serienfertigung des endgültigen Designs ist noch nicht angelaufen und es wird einige Jahre dauern, bis der Panzer in nennenswerten Stückzahlen bei der Truppe ist.

Aktive Abwehr von Raketen

Die anderen Panzer haben in etwa das gleiche Alter wie der M1. Zumindest formal wurde der Abrams vom Merkava und dem T-90 abgehängt. Der israelische Merkava ist der schwerste derzeit gebaute Kampfpanzer. Zu seinen Besonderheiten gehört, dass der Motor in der Front verbaut wurde. Der Merkava ist mit dem Hard-Kill-System Trophy-HV ausgerüstet, um anfliegende Panzerabwehrraketen abschießen zu können. Der wesentlich leichtere und mobilere T-90 wurde noch zu Sowjetzeiten entwickelt. Moderne Varianten sind seit Jahren mit Shtora-1- und dem Arena-System zur Abwehr von Raketen ausgestattet.

Britische Panzer Schießübungen Truppenübungsplatz Lüneburger Heide

Einsatz in schwierigem Gelände

Die Bedrohung der stählernen Giganten durch Panzerabwehrraketen wurde durch die jüngsten Kriege im Irak und in Syrien deutlich. Durch ihre enorme Reichweite schränken diese Waffen die Bewegungsfreiheit von Panzern enorm ein, vor allem dann, wenn das Gelände nicht vollständig aufgeklärt werden kann. Zu befürchten ist, dass der alte Glaubenssatz der US-Armee "We don't do cities" in Zukunft nicht mehr durchgehalten werden kann. Dann müssten Kampfpanzer auch im ungünstigen Gelände operieren.

Moderne Kompositpanzerungen und vor allem reaktive Panzerungen, die den feindlichen Gefechtskopf in letzter Sekunde absprengen sollen, bieten einen gewissen Schutz vor Raketen. Wirklich geschützt ist ein Panzer aber nur, wenn er die Rakete bereits im Anflug abschießen kann. In dieser Hinsicht ist der M1-Abrams tatsächlich veraltet, wenn er auch mit entsprechenden Schutzsystemen ausgestattet werden könnte. Ähnliches gilt das auch für den Leopard II, den Murray nicht erwähnte.

Kra
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.