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Kampfpanzer: T-14 Armata - So sitzen die Soldaten in Putins Superpanzer

Der T-14 Armata gilt als der modernste Kampfpanzer der Welt. Erstmals zeigen Bilder den Arbeitsplatz der Soldaten. Sie steuern den T-14 aus einer versiegelten Überlebenskapsel.

T-14 Armata

Die Innenausstattung des Panzers ist wenig luxuriös, aber dafür soll der T-14 besonders sicher sein.

Am 9. Mai steht die große in Moskau auf dem Programm. Dann beschwört der Kreml mit historischen Fahrzeugen und Uniformen den Sieg gegen Nazi-Deutschland und zeigt zugleich die modernsten Waffen im russischen Arsenal.

Jedes Jahr mehr Details zum Armata

In diesem Jahr sollen erstmals die neu aufgestellten Arktis-Truppen und ihre spezielle Ausrüstungen mitmarschieren. Ebenso wird die neueste und gewaltigste Luftverteidigungsrakete, die S-500 - der Alleinherrscher – erwartet. Und natürlich rollt der T-14 Armata wieder über den roten Platz. 

Inzwischen ist der modernste der Welt ein alter Bekannter, dennoch gibt es jedes Mal neue Details. Als er 2015 das erste Mal gezeigt wurde, handelte es sich um eine  Handvoll von Vorserienmodellen. Teilweise wurden sie grob mit der Hand zusammengeschweißt, bei einigen Fahrzeugen dampfte das Öl aus dem Motorraum, an anderen konnte man erkennen, dass die Abdeckungen nicht wirklich passten. Seitdem schreitet die Fertigung T-14 weiter voran. Den ersten Modellen folgte ein Baulos von etwa 20 Panzern zu Vorerprobung bei den Streitkräften.

Inzwischen hat die Fertigung der ersten Serienpanzer begonnen, 100 Exemplaren wurden bestellt. Wie viele Panzer Russland sich leisten kann, steht noch nicht fest. Ursprünglich waren 2500 Kampfpanzer anvisiert worden. Hinzu kämen die anderen Fahrzeuge wie Schützenpanzer und Panzerhaubitzen auf Basis der Armata-Plattform. Nun wurde bekannt, dass der Kreml im Herbst den Umfang des Auftrages fixieren und bekannt machen will.

Überschwere Bordkanone geplant

Gleichzeitig tauchten erneut Informationen über eine überschwere Kanone mit dem Kaliber 152 Millimeter auf. Derzeit wird eine 2A82-Kanone mit 125 Millimeter verbaut. Für Aufregung sorgten Spekulationen, dass der Panzer dann in der Lage wäre taktische Nuklearwaffen - sei es als Geschoss oder als Lenkwaffe - zu verschießen. Diese Einsatzvariante wäre wohl eher unwahrscheinlich. Die schwere Kanone kann jedoch nicht in das Reich der Fabel verbannt werden, schließlich wurde ihre Entwicklung vom Rüstungsminister bestätigt. Der eigentliche Vorteil einer solchen Waffe liegt darin, dass die pure Wucht ihrer Geschosse auch auf lange Sicht jede gegnerische Panzerung knacken würde.

Hohe Überlebenschancen der Besatzung

Die neu veröffentlichten Bilder zeigen nun erstmals den Innenraum des Panzers, man kann sogar einige Bedienelemente erkennen, wenn auch der Großteil der Elektronik verborgen bleibt. Die Unterbringung der Mannschaft ist eine der Besonderheiten des T-14. Der gefährdete Turm ist komplett unbemannt, die Kanone wird automatisch geladen. Gelenkt wird der Armata von nur zwei Personen, sie sind in einer Art Überlebenskapsel im vorderen Teil des Rumpfes untergebracht. Es handelt sich um einen gepanzerten Tresor innerhalb des Panzers. Die Besatzung soll so selbst schwere Treffer überleben, die den Panzer außer Gefecht setzen. Die Fotos zeigen, dass Unterbringung und Raumverhältnisse für einen Panzer sogar relativ komfortabel sind. 

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