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Schwerer Flammenwerfer TOS: Thermobarischer Raketenwerfer- Putin baut neue Generation der Höllenkanone

Der TOS-1 Flammenwerfer ist Putins fürchterlichste Waffe in Syrien. Seine Salven zerstören Bunker und Festungen der Rebellen. Nun soll eine neue Generation des Salvengeschützes gebaut werden - auch auf dem Fahrgestell des T-14 Armata-Panzers.

Der TOS-1 Panzer wird auch exportiert, nun soll vorrangig eine mobilere Variante entwickelt werden

Der TOS-1 Panzer wird auch exportiert, nun soll vorrangig eine mobilere Variante entwickelt werden

Zu den mörderischsten Waffen in Putins Arsenal zählt der TOS-1 – gern als schwerer Flammenwerfer tituliert. Nun wird es einen modifizierten Nachfolger, den TOS-2. geben. Eine Variante basiert auf der modernen Armata-Plattform - auf der auch Putins Superpanzer der T-14 Armata aufbaut. Eine zweite wird auf einem Radpanzer montiert

Schwere Flammenwerfer : Der TOS-Flammenwerfer entfacht die "Glut der Sonne"
Der TOS1-A wurde auch an syrische Truppen übergeben.

Der TOS1-A wurde auch an syrische Truppen übergeben.

Mehrfacher Raketenwerfer

Im Westen denkt man bei Flammenwerfern an Geräte oder auch Panzer, die aus einem Rohr heraus ein brennendes Ölgemisch in einem Strahl versprühen (siehe auch die Fotostrecke). Derartige Waffen werden wegen der geringen Reichweite nicht mehr gebaut. TOS-1 und auch TOS-2 funktionieren ganz anders. Auf einem Panzer-Fahrgestell ist ein Raketenwerfer mit 30 Rohren aufgebaut – der das Prinzip eines Salvengeschützes wie der alten Stalinorgel weiterführt. Die Raketen aber tragen keine normalen Sprengköpfe sondern thermobarische. Auf diesem Prinzip basieren auch die mächtigsten konventionellen Bomben der Welt – aus den USA die "Mutter aller Bomben", aus Russland stammt der "Vater aller Bomben".

Wirkung durch enorme Druckwelle

Die Wirkungsweise der TOS-Raketen entspricht einer Aerosolbombe, nur dass hier sehr viele Gefechtsköpfe im Zielgebiet einschlagen, dort verteilen sie einen explosiven Film in der Luft, der exakt gezündet werden muss. Das Ergebnis ist ein riesiger Feuerball, der eine ungeheure Druckwelle auslöst. Der primären Druckwelle folgt sofort ein Vakuum-Unterdruck. Die Wirkung ist verheerend. In einer Studie nach den ersten Einsätzen in Tschetschenien schrieb die CIA: "Im Flammenbereich werden alle Personen ausgelöscht. Auch darüber hinaus erleiden Opfer innere und häufig unsichtbare Verletzungen, Trommelfelle und innere Organe reißen." In der Zone des Feuerballs entkommt man der Wirkung selbst in Bunkern und Unterständen nicht. Auf etwaige Zivilisten im Zielgebiet nimmt die Explosion keine Rücksicht.

Einsatz gegen verbunkerte Stellungen

Der Name TOS-1A Solntsepyok lässt sich mit "Sonnenglut" übersetzen. Nach Syrien wurde der TOS-1 gebracht, weil seine Druckwelle die tiefen Gräben- und Tunnelsysteme sowie Bunker eindrückt. Die primäre Zerstörungswirkung einer Salve deckt eine Fläche von 200 mal 400 Metern ab. Eine Batterie von fünf TOS-1A schlägt ein Loch von einem Kilometer Länge und 400 Metern Tiefe in die gegnerische Front. Auch Minenfelder lassen sich damit räumen.


Nicht nur die Russen auch die Streitkräfte Assads setzen den TOS-1 ein. In den letzten Jahren wurde er mehrfach ins Ausland verkauft. Der Nachfolger soll nun zwei Probleme lösen. Zum einen soll die Reichweite der 30 Raketen erhöht werden, so dass der Panzer nicht von Panzerabwehrraketen getroffen werden kann. Denn trotz des gepanzerten Fahrgestells ist der Flammenwerfer verwundbar, weil er zum Feuern und vor allem zum Nachladen sehr viel Zeit benötigt.

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Vermutlich zwei Varianten

Die zweite Änderung betrifft den Wechsel des Fahrgestells. Der TOS-1 nutzt die alten Fahrgestelle des T-72 Panzers. Von ihnen besitzt Moskau noch Tausende, die kostengünstig aufgearbeitet werden können. Der neue TOS-2 hingegen soll auf neuen Fahrgestellen aufbauen. Offenbar ist an zwei Varianten gedacht. Zum einen soll es einen kettengetriebenen TOS-2 geben, der auf der teuren Armata-Plattform aufbaut – so wie fast alle neuen, schweren russischen Panzersysteme.

Im Fokus steht jetzt aber die Montage des Werfers auf einem Radpanzer – vermutlich wird die Einheitsplattform des Bumerang-Schützenpanzer dazu genutzt. Ein erster Prototyp soll in Bau sein. Der CEO der Techmash Holding Company, Vladimir Lepin sagte der TASS: "Wir arbeiten an der Entwicklung eines Prototyps des TOS-Flammenwerfers einer neuen Generation. Das System mit den verbesserten Eigenschaften wird auf einem Radfahrwerk montiert." 

Radpanzer für höhere Mobilität

Der Chefkonstrukteur Nikolai Makarovets, geht davon aus, dass der TOS-Schwerflammenwerfer bereits in den Jahren 2018-2025 ausgeliefert wird. Die Option für den Radantrieb soll dem Werfer eine bessere Mobilität geben. Auch im Westen gibt es schwere Artilleriesysteme, die als Fahrgestell einen Radpanzer oder gar einen Allrad-Lkw nutzen. So etwa das Archer - FH77BW L52, das von Schweden und Norwegen hergestellt wird. "Die Erfahrung mit dem Betrieb schwerer Flammenwerfer in Wüstengebieten hat gezeigt, dass Radfahrwerke die beste Option sind", sagte Makarovets. 

Der TOS-2 ist das zweite große Waffensystem, dessen Entwicklung sich direkt aus den Erfahrungen des Syrienkrieges herleitet. Schon 2016 wurde der Terminator-2-Panzer vorgestellt. Mehr dazu lesen Sie hier: Terminator-2: Dieser Russen-Panzer soll für Assad die Städte freikämpfen.

Der Konflikt in Syrien wird teils mit sehr modernen Waffen, aber auch mir überholten Systemen geführt. Assads Truppen benutzen nach wie vor diesen Oldie der Lüfte:



 

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