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Schwere Flammenwerfer : Der TOS-Flammenwerfer entfacht die "Glut der Sonne"

Der TOS-1-Flammenwerfer zerstört Bunker, Tunnel und Festungen mit seinen Raketensalven. Nach den Erfahrungen in Syrien entwickelt Moskau eine neue Generation der fürchterlichen Waffe.

Der TOS1-A wurde auch an syrische Truppen übergeben.

Der TOS1-A wurde auch an syrische Truppen übergeben.

Der TOS- wurde in Tschetschenien und Syrien eingesetzt. Er ist relativ plump und langsam – zerstört aber Bunker, Festungen und Tunnel mit seinen Raletensalven. 

Die Wirkungsweise der TOS-Raketen entspricht einer Aerosolbombe, nur dass hier sehr viele Gefechtsköpfe im Zielgebiet einschlagen, dort verteilen sie einen explosiven Film in der Luft, der exakt gezündet werden muss. Das Ergebnis ist ein riesiger Feuerball, der eine ungeheure Druckwelle auslöst. Der primären Druckwelle folgt sofort ein Vakuum-Unterdruck. Die Wirkung ist verheerend. In einer Studie nach den ersten Einsätzen in Tschetschenien schrieb die CIA: "Im Flammenbereich werden alle Personen ausgelöscht. Auch darüber hinaus erleiden Opfer innere und häufig unsichtbare Verletzungen, Trommelfelle und innere Organe reißen." In der Zone des Feuerballs entkommt man der Wirkung selbst in und Unterständen nicht. Auf etwaige Zivilisten im Zielgebiet nimmt die Explosion keine Rücksicht.

Der Name TOS-1A Solntsepyok lässt sich mit "Sonnenglut" übersetzen. Nach wurde der TOS-1 gebracht, weil seine Druckwelle die tiefen Gräben- und Tunnelsysteme sowie Bunker eindrückt. Die primäre Zerstörungswirkung einer Salve deckt eine Fläche von 200 mal 400 Metern ab. Eine Batterie von fünf TOS-1A schlägt ein Loch von einem Kilometer Länge und 400 Metern Tiefe in die gegnerische Front. Auch Minenfelder lassen sich damit räumen.

Auch die Streitkräfte Assads haben den TOS-1im Einsatz, in den letzten Jahren wurde er mehrfach ins Ausland verkauft.  Der Nachfolger soll nun zwei Probleme lösen. Zum einen soll die Reichweite der 30 Raketen erhöht werden, so dass der Panzer nicht von Panzerabwehrraketen getroffen werden kann. Denn trotz des gepanzerten Fahrgestells ist der Flammenwerfer verwundbar, weil er zum Feuern und vor allem zum Nachladen sehr viel Zeit benötigt.

Die Änderung betrifft den Wechsel des Fahrgestells. Der TOS-1 nutzt die alten Fahrgestelle des T-72 Panzers. Von ihnen besitzt Moskau noch Tausende, die kostengünstig aufgearbeitet werden können. Der neue TOS-2 hingegen soll auf neuen Fahrgestellen eine Radpanzer und der Armata-Plattform mit Ketten aufbauen.