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Corona-Regeln erarbeitet Urlauber dürfen sich auf Kreuzfahrten freuen – unter bestimmten Bedingungen

Kurze Kreuzfahrten ohne Landgang demnächst wieder möglich
Kurze Kreuzfahrten ohne Landgang sind demnächst wieder möglich
© Hauke-Christian Dittrich / Picture Alliance
Demnächst können Reiselustige wieder an Bord der Kreuzfahrtschiffe kommen und über die Meere schippern. Urlauber müssen jedoch genügsam sein, denn der Ferien an Bord sind nur mit bestimmten Corona-Regeln möglich. 

Kreuzfahrtfreunde können künftig wieder in See stechen. Es wurden Corona-Hygienekonzepte entwickelt, um das Reisen auf dem Wasser wieder möglich zu machen. Der Verband der Kreuzfahrtindustrie Cruise Lines International Association (Clia) teilte am Donnerstag in Frankfurt am Main mit, dass Kreuzfahrten in drei Phasen aufgeteilt werden sollen. Für die Fahrgäste bedeutet das: Nur Seetage und mehr Platz und Service an Bord.

In der ersten Phase sollen die Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen. Zudem werden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein.

Kreuzfahrtschiffe dürfen ins Ausland schippern

In der zweiten Phase dürfen schließlich auch ausländische Häfen angefahren werden und in der dritten sollen die Reedereien zu ihrer gewohnten Routengestaltung zurückkehren können. Einen konkreten Zeitplan gab Clia zunächst nicht bekannt.

Von den Reedereien gab es dagegen bereits klare Pläne. So wird Tui Cruises am 24. Juli von Hamburg aus zur ersten Kurzkreuzfahrt in Richtung Norwegen starten. Hapag-Lloyd Cruises legt am 31. Juli in Hamburg in Richtung Dänische Südsee ab und das Kreuzfahrtunternehmen Aida wird am 5. August von Hamburg aus in der Nordsee unterwegs sein.

Für das perfekte Selfie übertreten einige gerne Grenzen – oder auch Balkongeländer. Eine Passagierin der "Allure of the Seas" klettert für ein Foto über eine Absperrung ihrer Kabinenabsperrung. Ein Augenzeuge meldete die leichtsinnige Aktion bei der Schiffsbesatzung. Der Selfie-Manöver hat Konsequenzen: Die Frau und ihr Begleiter mussten auf Jamaika das Schiff verlassen. Doch damit nicht genug: Die Reederei erteilt der Frau ein lebenslanges Kreuzfahrt-Verbot. Die Passagierin habe auf "leichtsinnige und gefährliche" Weise außen vor dem Balkongeländer ihrer Kabine für ein Foto posiert, wie es in einem Statement der Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean heißt. Immer wieder bringen sich Touristen für Selfies in riskante Situationen. Mit dem Kreuzfahrtverbot will die Reederei ein Zeichen setzen: Denn kein Selfie der Welt ist es wert, sich in Lebensgefahr zu bringen.
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Allen Reisen ist gemein, dass die Gäste vor ihrer Reise digitale Gesundheitsfragebogen ausfüllen müssen. Zudem wird es Temperaturmessungen, Wegeleitsysteme an Bord, beschränkte Kapazitäten für Restaurants, Bars und Theater auf dem Schiff, Maskenpflicht in Fahrstühlen, Treppenhäusern und Kabinenfluren sowie bei einer Maximalauslastung von 60 Prozent viel Platz geben.

deb DPA

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