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Bauernpräsident Sonnleitner: Auch Fleisch soll teurer werden

Die drastische Erhöhung der Butterpreise hat Gerd Sonnleitner, Präsident des Bauernverbandes, offenbar auf den Geschmack gebracht: Nun fordert er, dass die Bauern auch mehr Geld für Fleisch bekommen sollen.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hat den Preissprung bei Milchprodukten verteidigt und mehr Geld für Fleisch gefordert. "Nur weil nach 20 Jahren Butter wieder den alten Preis hat, macht man einen Aufstand in Deutschland", sagte Sonnleitner am Dienstag in Berlin. Die Verbraucher seien Jahre verwöhnt gewesen - Milchprodukte seien über viele Jahre hinweg zu Dumpingpreisen verkauft worden. Auch für Schweine und Rinder bekämen die Bauern derzeit zu wenig.

Sollten die Fleischpreise steigen, müsste das nicht unbedingt zu Lasten der Verbraucher gehen, so Sonnleitner. Er fordert vielmehr, die Bauern an den Gewinnmargen, die der Handel erzielt, besser zu beteiligen. "Bei der Milch waren die Spannen extrem gering vom Bauern bis zum Verbraucher, bei Schweinen und bei Rindern ist die Spanne relativ hoch." Daran wollten auch die Bauern teilhaben.

Preiskampf um die Butter

Sonnleitner wies auch die Kritik der Bundesregierung an dem Preisanstieg bei Milchprodukten zurück. "Jetzt, da der Weltmarkt leer gefegt ist, weil überall die Nachfrage steigt, bekommt Butter wieder den realen Preis", sagte Sonnleitner. Der Preiskampf habe sich in den vergangenen Jahren auf Butter konzentriert. Die Verkaufspreis im Supermarkt liege derzeit zwischen 81 Cent und 1,19 Euro.

Als einen Grund für die Verteuerung nannte Sonnleitner die gestiegenen Preise für Futtermittel, also für Getreide. Der Preis sei "langsam am Zenit".