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Erotik-Unternehmen: Nach der Insolvenz: Beate Uhse ist zurück und heißt jetzt anders

Beate Uhse musste vor sieben Monaten in die Insolvenz gehen. Jetzt ist das Verfahren fast abgeschlossen und der Erotik-Händler will neu durchstarten. Unter neuem Namen.

Beate Uhse ist zurück

Beate Uhse arbeitet am Neustart. 

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Das Insolvenzverfahren des Erotik-Händlers Beate Uhse ist im Kern abgeschlossen. Die letzten Einspruchsfristen gegen den Insolvenzplan seien verstrichen und alle formellen Hürden seien beseitigt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Flensburg mit. Die Firma werde unter dem Namen be you als GmbH weitergeführt und umfasse den Einzelhandel und das Online-Geschäft, die Marken "Beate Uhse" und "Adam & Eve" in Frankreich sowie die Tochter "Pabo" in den Niederlanden. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Michael Specht übernehme die Geschäftsführung der GmbH. 

Niedergang von Beate Uhse

"Das Verfahren war ein Kraftakt für alle Beteiligten", sagte Sachwalter Sven-Holger Undritz. Das lag vor allem an der komplizierten Struktur mit Tochter- und Dachgesellschaften in mehreren Ländern, die je wichtige Vermögenswerte zur Fortführung des Unternehmens enthielten. Der bekannte Erotik-Händler war vor sieben Monaten nach einem jahrelangen Niedergang in die Insolvenz gegangen. 

Neuer Hauptgesellschafter ist ein Fonds des Finanzinvestors Robus Capital Management. Eine tiefgreifende operative Sanierung der Gruppe sei erst durch die Insolvenz verschiedenster Gruppengesellschaften möglich geworden, hieß es. Neben der Auslagerung der Logistik und der Verringerung der Fixkosten werde der neue Gesellschafter nun vor allem in den Online-Handel investieren. Hier hatten junge Firmen der etablierten Beate-Uhse-AG den Rang abgelaufen. "Wir haben jetzt eine gute Basis, um neu durchzustarten", sagte Specht.

Anleger und Gläubiger gehen wohl leer aus

Eine Gesamtbilanz der Insolvenz steht noch aus. Nach früheren Mitteilungen sollten Gläubiger und Anleger ihr Kapital weitgehend oder komplett verlieren und lediglich 150 von zuvor 500 Arbeitsplätzen erhalten bleiben. In einer Pro-Forma-Bilanz für 2017 weist der Insolvenzplan einen Umsatz von rund 75 Millionen Euro für den Konzern aus sowie einen Verlust von knapp elf Millionen Euro.

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kg / DPA