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News des Tages: 111 Schülerinnen nach Boko-Haram-Attacke in Nigeria vermisst

Mann zerstückelt - lebenslange Haft für Ex-Polizisten +++ Lebenslange Haftstrafe in Frankfurter "Lasermann"-Prozess +++ Kältewelle kommt auf Deutschland zu +++ DFL muss für Polizeieinsätze mitzahlen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • 111 Schülerinnen nach Boko-Haram-Attacke in Nigeria vermisst (19.09 Uhr)
  • Mann zerstückelt - lebenslänglich für Ex-Polizisten (15.36 Uhr)
  • Wurst-Hunger - Mann zieht Schreckschusspistole (13.06 Uhr)
  • Berauschende Überraschungseier in Auto entdeckt (11.03 Uhr)
  • DFL muss um Kosten für Polizeieinsätze mittragen (9.47 Uhr)

Die News des Tages im -Nachrichtenticker:

+++ 19.49 Uhr: BGH prüft Strafe für IS-Anhängerin nach Messerangriff auf Polizisten +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) überprüft am Donnerstag die Verurteilung einer damals 16-jährigen IS-Sympathisantin, die im Februar 2016 einen Polizisten in Hannover mit einem Messerstich in den Hals lebensgefährlich verletzte. Das Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle verurteilte sie deshalb ein knappes Jahr später wegen versuchten Mordes zu sechs Jahren Jugendhaft. Mit ihrer Tat habe die Jugendliche die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) "unterstützen wollen", hieß es zur Begründung. Die Angeklagte Safia S. legte Revision ein. Ebenfalls überprüft wird das Strafmaß eines Mitangeklagten, der wegen Nichtanzeige geplanter Straftaten zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde.

 +++ 19.48 Uhr: ARD will beim Vorentscheid zum ESC Neustart schaffen +++

Nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre sucht die ARD am Donnerstag mit einem neuen Konzept einen deutschen Starter für den Eurovision Song Contest (ESC). In Berlin bewerben sich sechs Künstler beim deutschen Vorentscheid um den Startplatz für das ESC-Finale im Mai im portugiesischen Lissabon. Die Entscheidung trifft neben den Zuschauern erstmals auch eine internationale Jury sowie zusätzlich ein hundertköpfiges Panel. Die Stimmen der drei Gruppen zählen zu jeweils einem Drittel. Deutschland landete in den vergangenen drei ESC-Finals auf letzten oder vorletzten Plätzen.

+++ 19.44 Uhr: Bundesverwaltungsgericht prüft Diesel-Fahrverbote in Städten +++

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig prüft am Donnerstag die Rechtmäßigkeit von Diesel-Fahrverboten in deutschen Städten. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Reihe von Städten: Sie will erreichen, dass die Pläne zur Luftreinhaltung dort so geändert werden, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid eingehalten werden. Die Verwaltungsgerichte in Stuttgart und Düsseldorf hatten geurteilt, dass dazu auch Fahrverbote in Betracht gezogen werden müssten. Dagegen legten die Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Revision beim Obersten Verwaltungsgericht ein, da sie klären wollen, ob sie rechtlich dazu befugt sind oder der Bund handeln muss. Die Leipziger Richter verhandeln beide Fälle gemeinsam. Ein Urteil könnte noch am Donnerstag fallen.

+++ 19.09 Uhr: 111 Schülerinnen nach Boko-Haram-Attacke in Nigeria vermisst +++

Nach einem Angriff der Islamistengruppe Boko Haram auf eine Mädchenschule in Nigeria herrscht Unklarheit über das Schicksal dutzender Schülerinnen. Eltern und andere Angehörige versammelten sich vor der Schule in Dapchi im Nordosten des Landes, um Aufklärung zu verlangen. Die Behörden hätten verkündet, dass die Mädchen in umliegende Dörfer geflohen seien, sagte Abubakar Shehu: "Wir haben in all den genannten Dörfern nachgefragt, aber ohne Erfolg. Wir fürchten ein Szenario wie in Chibok." Die teilte mit, dass insgesamt 111 Schülerinnen vermisst werden. Boko Haram hatte im April 2014 aus einer Schule in Chibok 276 Mädchen entführt.



+++ 18.40 Uhr: Ahmadinedschad fordert Neuwahlen im Iran +++

Der ehemalige iranische Präsident hat Neuwahlen im Iran und die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert. In einem Schreiben an Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei forderte er auch den Rücktritt des einflussreichen Justizchefs Amoli Laridschani. Die Proteste zum Jahreswechsel bezeichnete Ahmadinedschad als ein Warnsignal für das gesamte islamische Establishment. Seit über acht Jahren spielt der Hardliner keine große Rolle mehr in der iranischen Politszene. Ahmadinedschad war von 2005 bis 2013 Präsident der islamischen Republik. Während seiner Amtszeit war er der Liebling des Klerus, der Hardliner und der Konservativen, auch in der Justiz.

Barbara Eligmann moderiert "Explosiv"


+++ 18.37 Uhr: Niederländisches Parlament will Massaker an Armeniern als Völkermord einstufen +++

Das niederländische Parlament stimmt am Donnerstag über die Einstufung der Massaker an den Armeniern auf dem Gebiet der heutigen Türkei als Völkermord ab. Die konservative Christliche Union (CU), Koalitionspartner in der Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte, will dazu mit Unterstützung der übrigen Koalitionsparteien zwei Initiativen einbringen. Die Türkei lehnt die Einstufung der Massaker an bis zu 1,5 Millionen Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 als Völkermord ab. Im Juni 2016 hatte der deutsche die Massaker an den Armeniern als Völkermord eingestuft. Dies löste eine schwere diplomatische Krise mit der Türkei aus. Das Verhältnis zwischen der Türkei und den Niederlanden ist zerrüttet, seitdem die Niederlande 2017 zwei türkische Minister daran hinderten, öffentlich vor der niederländischen Parlamentswahl aufzutreten.

+++ 18.31 Uhr: Haftbefehl gegen 70-Jährigen nach Messerangriff auf Asylbewerber in Heilbronn +++

Nach dem Messerangriff auf drei Asylbewerber in Heilbronn ist Haftbefehl gegen den 70-jährigen Angreifer erlassen worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, besteht der dringende Tatverdacht des Mordversuchs und der gefährlichen Körperverletzung. Die Anklagebehörde und die Ermittler gehen demnach von einer politisch motivierten Tat aus. Wegen der Strafandrohung infolge der Tatvorwürfe bestehe Fluchtgefahr, hieß es zur Begründung des Haftbefehls. Der Mann hatte am Samstagabend in Heilbronn auf drei Asylbewerber eingestochen. Bei dem Angreifer handelt es sich um einen in Heilbronn wohnhaften Mann mit russischer sowie deutscher Staatsbürgerschaft.

+++ 18.30 Uhr: Nestlé hofft auf "einvernehmliche Lösung" mit Einzelhändlern +++

Der -Konzern hofft in der Auseinandersetzung mit dem Lebensmittelhändler Edeka sowie anderen europäischen Supermarktketten über Einkaufskonditionen auf eine Einigung. "Wir bedauern, dass unsere Verbraucher derzeit in einigen Geschäften in Europa keine Nestlé-Produkte erwerben können", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Es werde weiterhin in "gutem Glauben" verhandelt. Nestlé hoffe, "zu dieser bedauerlichen Situation" bald eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die europäische Händlerallianz Agecore will mit einem Bestellstopp für Produkte des weltgrößten Lebensmittelkonzerns bessere Konditionen erzwingen. Der größte deutsche Lebensmittelhändler Edeka hatte nach Medienberichten damit begonnen, Schritt für Schritt rund 160 Nestlé-Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Zu den bekanntesten Nestlé-Marken gehören Nescafé, Maggi, Thomy, Wagner Pizza und Vittel. 

+++ 17.57 Uhr: In Südafrika entführtes Albino-Mädchen und Neffe wohl ermordet +++

Ein in Südafrika entführtes 13 Jahre altes Albino-Mädchen und ihr einjähriger Neffe sind allem Anschein nach ermordet worden. Ermittler fanden zwei teilweise verweste Leichen - es könne aber vor Abschluss der Obduktion nicht mit völliger Sicherheit gesagt werde, ob es sich um die Ende Januar entführten Kinder handle, erklärte der Polizeisprecher der nordöstlichen Provinz Mpumalanga. Ein 32 Jahre alter Verdächtiger wurde demnach festgenommen, die Polizei fahndet aber noch nach Komplizen.

Die Familie der Entführten aus dem Ort Witbank ging davon aus, dass das Albino-Mädchen gezielt entführt wurde. Der Neffe soll versehentlich für einen Albino gehalten worden sein. In manchen Teilen Afrikas, etwa in Tansania oder Malawi, werden Albinos immer wieder entführt oder getötet, weil traditionelle Heiler ihren Körperteilen magische Kräfte zuschreiben. In Südafrika sind solche Verbrechen selten. Albinismus ist eine Pigmentstörung, die zu besonders heller Haut führt.

+++ 17.41 Uhr: Weltkriegstoter nach mehr als 100 Jahren beigesetzt +++

Mehr als 100 Jahre nach seinem Tod ist ein französischer Soldat aus dem Ersten Weltkrieg beigesetzt worden. An der Zeremonie nahe Verdun nahm auch der 75 Jahre alte Enkel des Toten, Robert Allart, teil, wie französische Medien berichteten. "Das ist eine Nachricht der Hoffnung für alle, die in der Schlacht um Verdun Angehörige verloren haben", sagte Allart dem Fernsehsender BFMTV. Der beigesetzte Soldat war den Berichten zufolge der erste Tote aus der verheerenden Schlacht um Verdun, der anhand von DNA-Spuren aus seinen Gebeinen identifiziert werden konnte. Seine Knochen waren bei Bauarbeiten an einem Gedenkort gefunden worden. In einiger Entfernung lag auch eine Erkennungsmarke mit dem Namen des Soldaten in der Erde: Claude Fournier. Er war am 4. August 1916 im Alter von 35 Jahren gestorben.

Die Schlacht um Verdun ist heute ein Symbol für die Sinnlosigkeit des Krieges. Von rund zwei Millionen deutschen und französischen Soldaten, die sich im Jahr 1916 auf den Schlachtfeldern um die lothringische Stadt gegenüberstanden, wurden etwa 350 000 getötet. Nach rund zehn Monaten endeten die Kämpfe, ohne dass sich der Frontverlauf entscheidend verändert hätte.

+++ 16.29 Uhr: Grüne wollen Runden Tisch gegen Hass und Manipulation im Netz +++

Die Grünen haben eine gemeinsame Initiative der betroffenen Parteien gegen anonyme Manipulationen und Hass im Netz vorgeschlagen. "Wir haben im Wahlkampf deutlich den Einsatz von Fake-Profilen, Fake News und Social Bots auf unseren Seiten und Profilen registriert", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. "Ich schlage daher einen Runden Tisch der betroffenen Parteien vor, um über das gemeinsame weitere Vorgehen zu beraten." Es brauche rechtliche Regelungen, etwa zum Einsatz sogenannter Social Bots, die in sozialen Netzwerken automatisch Botschaften verbreiten.

Medienberichten zufolge haben rechtsradikale Aktivisten im Bundestagswahlkampf Diskussionen im Internet gezielt manipuliert. Das zeigten Daten aus einem Netzwerk, aus dem solche Kampagnen gesteuert worden seien, berichteten ARD, WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung". Auf der Plattform "Reconquista Germanica" beim Kommunikationsdienst Discord hatten sich demnach zeitweise 5000 Nutzer organisiert, um gezielt Themen und Begriffe zu setzen und Gegner einzuschüchtern.

+++ 15.36 Uhr: Mann zerstückelt - lebenslange Haft für Ex-Polizisten +++

In einem bizarren Fall hat der Bundesgerichtshof einen früheren Polizisten nun doch zu lebenslanger Haft wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt. Der 5. Strafsenat in Leipzig hob in einem Revisionsverfahren die Entscheidung des Landgerichts Dresden auf, wonach der Mann acht Jahre und sieben Monate Gefängnis erhalten hatte. Ein 59 Jahre alter Geschäftsmann aus Hannover war im November 2013 nach Sachsen gefahren, um sich "schlachten" zu lassen. Schon seit seiner Jugend hatte er nach Angaben aus seinem Umfeld diese makabre Fantasie. Auf einer Kannibalismusseite im Internet war er auf den Kriminalbeamten gestoßen. Der soll davon geträumt haben, eine Leiche zu zerstückeln. Er holte den Gast vom Bahnhof ab und fuhr mit ihm in seine Pension im Gimmlitztal im Erzgebirge. Kurz darauf war der Geschäftsmann tot.

"Der Angeklagte hat das Leben eines anderen Menschen der Befriedigung seines Geschlechtstriebs untergeordnet", begründete der BGH sein Urteil. Schuldmindernde Umstände lägen in diesem Fall nicht vor. Daran ändere auch der Todeswunsch des Opfers nichts. Es habe sich im vorliegenden Fall nicht um Tötung auf Verlangen gehandelt. Das Urteil ist rechtskräftig.

+++ 15.34 Uhr: Deutschlands Eishockey-Team erreicht sensationell Olympia-Halbfinale +++

Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft steht erstmals bei Olympischen Winterspielen in einem Halbfinale. Nach dem 4:3 nach Verlängerung gegen Weltmeister Schweden kämpft das Team von Bundestrainer Marco Sturm ab Freitag zunächst gegen Olympiasieger Kanada um die Medaillen.

Damit werden Erinnerungen an den sensationellen Gewinn der Bronzemedaille 1976 in Innsbruck wach. Damals waren die Medaillen über die Endabrechnung einer Sechser-Runde vergeben worden. Auch beim Bronze-Gewinn 1932 hatte es bei nur vier Teilnehmern kein Halbfinale gegeben. 

+++ 15.21 Uhr: Mehr als 30 Tote bei Busunglück in Peru +++

Bei einem Busunglück im Süden Perus sind nach Medienberichten mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Der Linienbus stürzte von der Küstenstraße Panamericana nahe der Stadt Camaná im Departement Arequipa rund 200 Meter in die Tiefe, wie der Fernsehsender Canal N unter Berufung auf die Polizei berichtete. Mehrere Verletzte wurden in naheliegende Krankenhäuser gebracht. Der Bus habe Platz für 45 Passagiere gehabt, hieß es.

Die Panamericana verbindet über Tausende Kilometer Süden und Norden im amerikanischen Doppelkontinent. An mehreren Etappen in Peru führt sie an einer bergigen Küstenregion am Pazifik entlang. In dem südamerikanischen Andenland kommt es häufig zu schweren Unfällen wegen des schlechten Zustands vieler Landstraßen.

+++ 15.09 Uhr: Spanien erlässt Haftbefehl gegen geflohene katalanische Separatistin +++

Der Oberste Gerichtshof in Spanien hat einen Haftbefehl gegen die in die Schweiz geflohene ehemalige Abgeordnete des katalanischen Parlaments, Anna Gabriel, erlassen. Der Haftbefehl gelte nur auf "nationaler" Ebene, wie ein Sprecher mitteilte. Gegen Gabriel, die heute zu einer Anhörung nicht erschienen war, wird wegen ihrer Rolle bei den Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens ermittelt. Die ehemalige Abgeordnete der Linkspartei Kandidatur der Volkseinheit hatte sich kurz vor der Anhörung in die Schweiz abgesetzt, weil sie in ihrer Heimat keinen fairen Prozess erwartete. "Die Staatspresse hat mich bereits für schuldig erklärt", hatte sie der Schweizer Zeitung "Le Temps" gesagt.

Auch Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont und vier Ex-Minister der Regionalregierung hatten sich abgesetzt. Sie halten sich in Belgien auf, weil in Spanien ein Haftbefehl gegen sie vorliegt. Vier führende Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung sind schon seit Herbst in Spanien in Untersuchungshaft, darunter der ehemalige Vize-Regionalpräsident Oriol Junqueras.

+++ 14.49 Uhr: Jamanka und Buckwitz holen Olympia-Gold im Zweierbob +++

Zweierbob-Pilotin Mariama Jamanka und ihre Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille gewonnen. Das Duo aus Oberhof und Potsdam siegte vor Elana Meyers Taylor und Lauren Gibbs aus den USA.

+++ 14.46 Uhr: Lebenslange Haftstrafe in Frankfurter "Lasermann"-Prozess +++

Im Prozess um den als "Lasermann" bekannt gewordenen John Ausonius wegen eines 25 Jahre zurückliegenden Mordfalls hat das Landgericht Frankfurt am Main den Schweden zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht ordnete zudem Sicherheitsverwahrung für den 64-Jährigen an, ohne jedoch die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Ausonius hatte im Februar 1992 in Frankfurt eine 68 Jahre alte Frau mit einem Kopfschuss getötet. Er soll in der Tasche der Hotelangestellten sein elektronisches Notizbuch vermutet haben. Laut Anklage glaubte er, dass die Frau ihm das Gerät aus seiner Manteltasche genommen habe.

Ausonius war im Dezember 2016 nach Deutschland ausgeliefert worden. In Schweden war er wegen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er Anfang der 90er-Jahre auf mehrere Migranten geschossen hatte. Da er dabei mehrfach ein Gewehr mit Laserzielvorrichtung benutzte, wurde er als "Lasermann" bekannt.

+++ 14.41 Uhr: Einflussreicher US-Pastor Billy Graham gestorben +++

Der einflussreiche US-Pastor Billy Graham ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Grahams Familie. Der konservative Prediger übte über viele Jahre hinweg großen politischen Einfluss aus und war Berater mehrerer US-Präsidenten.

+++ 14.34 Uhr: Unfreiwillige Fahrt im Laderaum eines Fernbusses in Österreich +++

In Österreich ist eine Studentin im Laderaum eines Fernbusses eingeschlossen worden und dort eine Stunde zwischen Koffern unterwegs gewesen. Als sie ihr Gepäck verstaute, habe der Busfahrer vom Fahrersitz aus die Klappe des Laderaums verriegelt, wie die Polizei berichtete. Das Klopfen der jungen Frau hörte niemand.

In ihrer Not wandte sie sich via App an die Mitleser und fragte um Rat. "Ich würde die Polizei rufen", lautete ein naheliegender Hinweis. Der alarmierte Busfahrer konnte die 21-Jährige nach einstündiger Fahrt aus dem Gepäckraum befreien. Sie setzte ihre Fahrt auf dem gebuchten Platz fort. 

+++ 14.21 Uhr: Österreich setzt auf Überwachung der Kommunikation im Internet +++

Zur Bekämpfung von schwerer Kriminalität und Terrorismus wird Österreich künftig staatliche Spionagesoftware im Internet einsetzen. Der verdachtsabhängige Einsatz eines "Bundestrojaners" bei Messengerdiensten wie WhatsApp oder Skype gehört zu einem umfassenden Überwachungspaket, das die neue rechtskonservative Regierung von ÖVP und FPÖ auf den Weg brachte. Ziel sei es, auf Kommunikation im Internet zugreifen zu können.

Außerdem wird die Überwachung des öffentlichen Raums verschärft. Die Behörden sollen Zugriff auf die Video- und Tonüberwachung aller öffentlichen und privaten Einrichtungen bekommen. Dazu zählen Verkehrsbetriebe, Flughäfen und Bahnhöfe. Darüber hinaus soll ein Kennzeichenerkennungssystem bei jedem Auto den Fahrer, das Kennzeichen sowie Marke, Typ und Farbe erfassen. 

+++ 14.15 Uhr: AfD-Abgeordneter Glaser zum Vize-Vorsitzenden des Finanzausschusses gewählt +++

Der bei der Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten gescheiterte AfD-Politiker Albrecht Glaser ist zum Vize-Vorsitzenden des Finanzausschusses gewählt worden. In geheimer Wahl erhielt Glaser 22 Stimmen, wie der Bundestag mitteilte. Demnach stimmten neun Abgeordnete gegen ihn, sieben enthielten sich. Für das Amt des Stellvertreters von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) war Glaser in mehreren Wahldurchgängen durchgefallen. Der AfD-Politiker hatte die Geltung der Religionsfreiheit für Muslime in Frage gestellt, die übrigen Fraktionen warfen ihm deshalb eine islamfeindliche Haltung vor.

+++ 14.11 Uhr: Beate Uhse meldet auch in Niederlanden Insolvenz an +++

Das insolvente Erotik-Unternehmen Beate Uhse hat auch für seine niederländische Tochtergesellschaft ein Insolvenzverfahren beantragt. Mit dem Schritt sollten sowohl die Sanierung der Beate Uhse Gruppe vorangetrieben als auch die Chancen für einen erfolgreichen Verkauf des Unternehmens erhöht werden, teilte Beate Uhse mit. Deshalb sei für die Tochter Beate Uhse Netherlands beim Amtsgericht Flensburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt worden. Die seit 1999 an der Börse gelistete Beate Uhse AG hatte Mitte Dezember beim Amtsgericht Flensburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen leidet vor allem unter der Konkurrenz im Internet.

+++ 13.43 Uhr: Polizei gibt Entwarnung: Gegenstand am Berliner Ostbahnhof ungefährlich +++

Die Bundespolizei Berlin hat Entwarnung gegeben. Ein verdächtiger Gegenstand hat sich als ungefährlich erwiesen, schrieben die Beamten auf Twitter. 

"Die Sperrungen und Einschränkungen im Bahnverkehr werden nun aufgehoben. Es kann noch zu Verzögerungen kommen.", heißt es weiter.

Wegen eines verdächtigen Gegenstands wurde der Berliner Ostbahnhof gesperrt und evakuiert. Am späten Vormittag wurde auf einem Bahnsteig eine Tasche entdeckt, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Spezialkräfte rückten zur Untersuchung an. 

+++ 13.06 Uhr: Hunger auf Bratwurst - Mann in Thüringen zieht Schreckschusspistole +++

Weil ihm angeblich das Geld für eine Bratwurst fehlte, hat ein 30-Jähriger in Thüringen zur Waffe gegriffen. Als die Verkäuferin in einem Imbiss in Gotha ihm keine Wurst ohne Bezahlung geben wollte, legte der Mann eine Pistole und 50 Cent auf den Tresen, wie die Polizei mitteilte. Aus Angst überließ die 51-Jährige ihm die Ware. Der Mann machte sich mit Wurst und Waffe am Dienstagabend aus dem Staub, wurde später aber von Polizisten geschnappt. Die Beamten fanden eine Schreckschusspistole bei ihm und nahmen Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung auf.

+++ 12.48 Uhr: Küchenhelfer geht mit Hackmesser auf Kollegen los +++

Bei einer blutigen Attacke in einem Restaurant in Haan bei Düsseldorf hat ein Küchenhelfer seinen Kollegen mit einem Hackmesser lebensgefährlich verletzt. Der 25-Jährige habe den fünf Jahre älteren Kontrahenten nach einem heftigen Streit mit dem Messer am Hals und an einer Hand getroffen, berichtete eine Polizeisprecherin in Mettmann.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angreifer seinen Kollegen umbringen wollte. Weiteres Küchenpersonal konnte einschreiten und Schlimmeres verhindern. Der 25-Jährige flüchtete am späten Dienstagabend zunächst vom Tatort, kehrte später aber freiwillig zurück. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein. Der Verdächtige sollte heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Das Opfer ist nach Auskunft seiner Ärzte nicht mehr in Lebensgefahr.

+++ 12.37 Uhr: Berliner Ostbahnhof wegen verdächtigen Gegenstands gesperrt +++

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist der Berliner Ostbahnhof gesperrt und evakuiert worden. Am späten Vormittag wurde auf einem Bahnsteig eine Tasche entdeckt, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Spezialkräfte rückten zur Untersuchung an. Gesperrt wurden laut Bundespolizei sämtliche Gleise. S-Bahnen fuhren demnach ohne Halt durch den Bahnhof.

+++ 12.36 Uhr: Zeugen wollen Schüler mit Waffe gesehen haben - Festnahme +++

In einer Berufsschule im sauerländischen Meschede ist ein Schüler festgenommen worden, der laut Polizei von Zeugen mit einer Waffe gesehen worden war. Der 18-Jährige wurde kurze Zeit später in der Schule festgenommen. Er habe keine Waffe dabei gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Es habe weder eine Bedrohung noch Schüsse gegeben. Die Polizei begann nach der Festnahme mit der Durchsuchung der Schule. Auf eine Räumung des Gebäudes wurde verzichtet.

+++ 12.29 Uhr: Drei Fischer nach acht Tagen in Seenot im Südpazifik gerettet +++

Nach acht Tagen in einem treibenden Boot sind drei Fischer aus Mikronesien im südlichen Pazifik aus ihrer Seenot befreit worden. Ein Flugzeug der US-Marine sichtete die Männer und versorgte sie aus der Luft mit ersten Hilfsgütern, wie die 7. Flotte mitteilte. Wenige Stunden später seien sie dann von einem Polizeischiff an Bord genommen worden. Die Fischer hätten zwar Essen und Wasser an Bord gehabt, nicht aber ein Kommunikationsmittel oder Rettungsausrüstung, hieß es.

Das Boot war am 12. Februar nach einem Fischfang nahe der Chuuk-Lagune in Mikronesien nicht mehr zurückgekehrt und als vermisst gemeldet worden. Die auf dem US-Überseegebiet Guam stationierte US-Küstenwache hatte tagelang vergeblich nach den Vermissten gesucht und dann die US-Marine um Hilfe gebeten. Diese setzte für die Suche ihr neuestes Marine-Aufklärungsflugzeug P-8A Poseidon ein, das mit einem hoch entwickelten Multifunktionsradar und Kamerasystem ausgestattet ist.

+++ 12.13 Uhr: Zwei Drittel der Amerikaner wollen laut Umfrage strengere Waffengesetze +++

Die wiederholten Massaker in den USA haben einer Umfrage zufolge die Meinung zu strikteren Waffengesetzen im Land gedreht. Der repräsentativen landesweiten Befragung der Quinnipiac-Universität aus Hamden im Bundesstaat Connecticut zufolge sprechen sich zwei Drittel (66 Prozent) der US-Wähler für strengere Gesetze aus. Knapp ein Drittel ist dagegen (31 Prozent). Das ist die höchste Zustimmung für eine Verschärfung des Waffenrechts, seit der ersten Quinnipiac-Umfrage dazu im Jahr 2012. Kurz vor Weihnachten 2015 hatte sich noch eine knappe Mehrheit von 50 Prozent gegen striktere Gesetze ausgesprochen (47 Prozent dafür). Innerhalb von gut zwei Jahren ist die Zustimmung damit um 19 Prozentpunkte gestiegen.

Die aktuelle Umfrage entstand nach dem jüngsten Massaker, bei dem an einer Schule in Florida 17 Menschen starben. Wer denke, Amerikaner seien unbeeindruckt von den tödlichen Schüssen, sollte umdenken, sagte Tim Malloy, stellvertretender Direktor des Umfrageinstituts.

+++ 12.06 Uhr: Mann scheitert mit Klage wegen glattem Gehwegstück +++

Acht Jahre nach seinem Sturz auf einem schneeglatten Gehwegstück vor der Haustür ist ein Mann mit seiner Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld gescheitert. Er hatte die Eigentümerin des Grundstückes in der Münchner Innenstadt verklagt - deren Räum- und Streupflicht ende jedoch an der Grundstücksgrenze, entschieden die Richter am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Sie hielten damit an der gängigen Rechtsprechung fest. Auch die Vorinstanzen hatten das so gesehen. Auf dem öffentlichen Gehweg war die Stadt München dafür zuständig gewesen, zu räumen und hatte dies auch getan - allerdings, wie üblich, nicht auf der kompletten Breite, sondern mittig auf einem etwa 1,20 Meter breiten Passierstreifen. Auch dies sei im übrigen zulässig und ausreichend, erklärten die Richter weiter.

Zwischen der Eingangstür des Mietshauses, das direkt am Gehweg steht, und dem vorschriftsmäßig gestreuten Trottoir-Streifen war ein nicht geräumtes Stück verblieben und hatte den Mann zu Fall gebracht. Dafür sei die Eigentümerin des Grundstückes jedoch nicht zuständig. Ein oder zwei Schritte über das nicht gestreute Stück hinweg seien dem Mann zuzumuten gewesen. 

+++ 11.50 Uhr: Kältewelle kommt auf Deutschland zu +++

Temperaturen wie am Polarkreis, dazu ein schneidender Nordostwind: Deutschland steht zum Wochenende ein kräftiger Kälteeinbruch bevor. Frost bis zu minus 20 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst für die kommenden Nächte. Selbst tagsüber gibt es fast überall klirrenden Dauerfrost - und der fühlt sich "noch deutlich kälter an als er ohnehin ist", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Grund für die bevorstehende Kältewelle ist eine starke Strömung aus Nord und Nordost, die bitterkalte Luft aus Finnland, Schweden und Russland nach Deutschland bringt - dort wurden heute Vormittag Temperaturen zwischen minus zehn und minus 20 Grad gemessen. "Diese Luft macht sich gerade auf den Weg nach Mitteleuropa und kommt am Wochenende an."

Mindestens bis Donnerstag der kommenden Woche bleibt es laut DWD frostig. Manche Modelle gehen sogar von einer noch längeren Kälteperiode aus. Denn die derzeitige Wetterlage über Europa sei vergleichsweise stabil, erklärte der Wetterkundler. 2013 habe es ein vergleichbares Phänomen gegeben - mit der Folge, dass es bis in den März hinein in Deutschland frostig kalt blieb. Einen Lichtblick gibt es jedoch: Das vielerorts trübe Wetter der vergangenen Wochen scheint damit vorerst vorbei. Abgesehen von der Ostseeküste und dem Alpenrand wird es meist sonnig.

+++ 11.34 Uhr: Gefälschte Reifen verursachen Milliarden-Verlust in der EU +++

Rund 2,2 Milliarden Euro gehen in der EU jährlich wegen gefälschter Reifen verloren. Dieser Schaden entspricht 7,5 Prozent des gesamten Verkaufswertes des Reifensektors, wie aus einem Bericht des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum hervorgeht. Der größte Schaden entsteht demnach in Spanien, wo den Herstellern Verkäufe im Wert von 445 Millionen Euro entgehen. Das entspricht 17,6 Prozent des gesamten Verkaufswertes des Sektors. Danach folgt Frankreich mit einem Schaden von 411 Millionen Euro oder 7,6 Prozent des gesamten Verkaufswertes. In Deutschland gehen laut EU jährlich 261 Millionen Euro wegen Fälschungen verloren, das entspricht 4,2 Prozent der Verkäufe. Die Studie bezieht sich auf Fälschungen von Reifen, Rollen und Schläuchen etwa für Fahrzeuge, Fahrräder und Möbel.

+++ 11.19 Uhr: Venezuela ruft mehr als eine Million Menschen zu Militärmanöver +++

Wegen angeblicher Angriffspläne Kolumbiens hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro für das Wochenende eine große Militärübung angeordnet. Mehr als eine Million Männer und Frauen, darunter auch zahlreiche Zivilisten, sollen in acht strategisch wichtigen Regionen am Boden sowie in der Luft und auf Wasser trainiert werden, wie Verteidigungsminister Vladimir Padrino mitteilte. Offenbar mit Blick auch auf die USA sagte er, Venezuela stehe unter Beobachtung von Imperialisten, die eine Politik des Krieges durchsetzen wollten. Die USA, Kanada und Mexiko hatten die regierenden Sozialisten um Maduro kürzlich zu einer Rückkehr zur Demokratie aufgerufen. Die Opposition in dem Land ist weitgehend ausgeschaltet.

Maduro sagte mit Blick auf die angeblichen Angriffspläne aus Bogotá, das Manöver diene dazu, zu zeigen, dass "Venezuela respektiert wird". Kolumbien, ein Alliierter der USA, wies die Anschuldigungen zurück, einen Angriff zu planen. Derzeit fliehen viele Venezolaner vor der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise in ihrem Land über die Grenze ins Nachbarland. Dies hat die Regierung in Bogotá alarmiert, seit Kurzem gelten an einem Grenzübergang verschärfte Einreisebestimmungen.

+++ 11.06 Uhr: Kabinett lockert Lärmschutz für WM-Jubel bei Public Viewing +++

Um das abendliche Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft zu ermöglichen, werden im Sommer wieder die deutschen Lärmschutzregeln gelockert. Das Bundeskabinett beschloss am Vormittag eine Verordnung, die die Open-Air-Übertragung der WM-Spiele auf Großleinwänden auch nach 22 Uhr erlaubt. Allerdings muss der Bundesrat dieser Ausnahmeregelung noch zustimmen.

Normalerweise ist ab 22 Uhr allenfalls Lärm bis zu 55 Dezibel erlaubt. Weil diese Marke beim öffentlichen Fußballgucken auf Fanmeilen und in Biergärten meist überschritten wird, gibt es seit der Fußball-WM 2006 bei großen Turnieren regelmäßig eine Ausnahmeregelung, die nach dem Endspiel wieder außer Kraft tritt. Die WM in Russland beginnt am 14. Juni, das Finale wird am 15. Juli ausgetragen.

+++ 11.03 Uhr: Berauschende Überraschungseier in Auto entdeckt +++

Auch Schoko macht süchtig, aber die jetzt in Landau in Rheinland-Pfalz entdeckte Droge ist zudem noch illegal: In einem Auto haben Polizisten zwei Überraschungseier gefunden, die mit Amphetamin gefüllt waren. Das ist ein synthetisches Rauschmittel mit aufputschender Wirkung. Das Auto sei bei einer Routinekontrolle gestoppt worden, teilte die Polizei mit. Weil beim Fahrer verdächtige körperliche Anzeichen bemerkt wurden, musste er sich einem Urintest unterziehen. Das Ergebnis: Er stand unter Drogeneinfluss. Daraufhin untersuchten die Polizisten den Wagen und fanden die Eier, die mit einer weißen Substanz gefüllt waren. Gegen den Autofahrer wird nun wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt.

+++ 10.59 Uhr: Syrischer Diplomat droht Türkei mit Gegenmaßnahmen wegen Afrin +++

Ein syrischer Diplomat hat den Militäreinsatz der Türkei in der Region Afrin als Aggression bezeichnet und mit Gegenmaßnahmen gedroht. "Das ist ein Angriff auf die Souveränität Syriens", sagte der Botschafter in Russland, Riad Haddad, der Agentur Interfax. Seine Regierung werde mit allen Mitteln dagegen vorgehen.

Die türkische Armee hatte vor rund einem Monat eine Offensive auf Afrin begonnen. Das Gebiet im Norden Syriens wird von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert. Die sieht in der YPG den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei und bekämpft sie.

+++ 10.36 Uhr: AfD wurde laut Studie vor allem in dünn besiedelten Regionen mit alter Bevölkerung gewählt +++

Die AfD ist bei der Bundestagswahl einer Studie zufolge besonders in dünn besiedelten Regionen mit alter Bevölkerung gewählt worden. Ein Zusammenhang der AfD-Zustimmung mit dem Ausländeranteil vor Ort konnte hingegen kaum nachgewiesen werden, wie aus dem heute veröffentlichten Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hervorgeht. Auch die Arbeitslosenquote oder der Bildungsgrad hingen demnach nicht unmittelbar mit dem AfD-Ergebnis zusammen.

Allerdings stellten die Forscher fest, dass die Stimmenanteile der Partei dort zunahmen, wo das Haushaltseinkommen unterhalb des Bundesdurchschnitts liegt. Das sei besonders in ostdeutschen Wahlkreisen der Fall; aber auch in westdeutschen Wahlkreisen mit niedrigem Einkommen erhielt die Partei demnach mehr Zuspruch. Auch die Art der Beschäftigung beeinflusste das Wahlverhalten offenbar: In westdeutschen Wahlkreisen sei die AfD besonders dort gewählt worden, wo überproportional viele Menschen in der Industrie arbeiten. Im Osten beeinflusst demnach die Dichte von Handwerksunternehmen das Wahlverhalten zugunsten der AfD. Ältere Menschen wählten die AfD eher als jüngere - da lieferte der Osten bessere Voraussetzungen: Wesentlich mehr Menschen im Osten als im Westen seien über 60 Jahre alt.

+++ 10.14 Uhr: Netanjahu-Vertrauter wird offenbar Kronzeuge in Korruptionsaffäre +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerät in der Korruptionsaffäre um die größte Telekommunikationsfirma des Landes, Bezeq, weiter unter Druck. Schlomo Filber, Vertrauter des Regierungschefs und Ex-Generaldirektor des Kommunikationsministeriums, will nach Medienberichten als Kronzeuge gegen Netanjahu aussagen. Filber habe eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Dafür entgehe er einer Haftstrafe. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

Filber wurde nach Angaben der Polizei gemeinsam mit anderen Verdächtigen am Sonntag vorübergehend festgenommen. Es gehe bei den Ermittlungen unter anderem um den Verdacht der Korruption, des Betrugs und Behinderung der Justiz im Fall Bezeq. Nach Medienberichten sollen Netanjahu und seine Vertrauten Bezeq sowie dessen Nachrichtenseite "Walla" wirtschaftliche Vorteile verschafft haben. Im Gegenzug sollte es dafür eine positive Berichterstattung über Netanjahu und seine Familie geben. Netanjahu hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. 


+++ 9.47 Uhr: Bremen gewinnt Rechtsstreit gegen DFL um Kosten für Polizeieinsätze +++

Die Deutsche Fußball Liga muss sich grundsätzlich an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen der Bundesliga beteiligen. Das Oberverwaltungsgericht Bremen erklärte entsprechende Gebührenforderungen des Bundeslandes Bremen in einer Berufungsentscheidung für rechtens und hob ein Urteil der Vorinstanz auf. Gegen das Urteil ist Revision beim Bundesverwaltungsgericht möglich.

+++ 9.19 Uhr: Deutsche haben wenig Vertrauen in Pflegeheime +++

Pflegeheime haben bei den Deutschen kein gutes Image. In einer veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Instituts Infratest dimap für den Südwestrundfunk gaben rund 80 Prozent der Befragten an, den Pflegeeinrichtungen in der Bundesrepublik wenig oder überhaupt nicht zu vertrauen. In der Gruppe der weiblichen Befragten lag der Anteil sogar bei 83 Prozent.

Wenig Vertrauen in die Heime haben der Umfrage zufolge 58 Prozent der Befragten, keinerlei Vertrauen 22 Prozent. 17 Prozent der Befragten gaben an, großes Vertrauen zu haben, während nur zwei Prozent von sehr großem Vertrauen sprachen. Für die Erhebung wurden rund 1000 Bürger gefragt, welches Maß an Vertrauen sie in eine gute Versorgung hätten, wenn sie bald in ein Pflegeheim ziehen müssten.

+++ 9.05 Uhr: Ex-Kanzler Schröder wirbt bei SPD-Mitgliedern um Zustimmung zur Großen Koalition +++

Der ehemalige Bundeskanzler und frühere SPD-Vorsitzende Gerhard Schröder hat die Mitglieder seiner Partei aufgefordert, für eine erneute Koalition mit der Union zu stimmen. Schröder äußerte in einem Redemanuskript die Hoffnung, dass sich die "kollektive Vernunft engagierter Mitglieder durchsetzt", berichtete die "Süddeutsche Zeitung". "Zumal die Verhandler der SPD ein Ergebnis erreichen konnten, das sich wahrlich sehen lassen kann."

SPD und Union müssten jetzt Verantwortung übernehmen, heißt es dem Bericht zufolge in der Rede, die Schröder am Mittwoch bei einer Wirtschaftsveranstaltung in München halten will. Die Existenz und Stärke dieser "Parteien der Mitte" seien die Grundlage der politischen Stabilität in Deutschland. Das müsse so bleiben, beziehungsweise wieder so werden. "Auch diejenigen, die nie SPD gewählt haben, müssen sehen, dass Deutschlands Stabilität auch von einer starken Sozialdemokratie abhängt", fordert Schröder laut Redetext.

+++ 9.01 Uhr: Aufräumarbeiten nach Bahnunglück in Cuxhaven wohl erst am Nachmittag +++

Die Aufräumarbeiten nach der Kollision zweier Güterzüge im Cuxhavener Güterbahnhof sollen frühestens am Nachmittag beginnen. Zunächst müssen die Bundespolizei und die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung ihre Ermittlungen abschließen, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bremen. Ermittelt werde wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Auch die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden. Bevor ein Kran an die Unglücksstelle herangeführt werden könne, müssten aber erst die unbeschädigten Waggons weggezogen werden.

Am Dienstagabend stieß in dem Güterbahnhof ein Autotransportzug mit einem Güterzug zusammen. Mindestens fünf Waggons entgleisten, Autos wurden zertrümmert. Auch die Bahnstrecke wurde beschädigt. Die Lokführer erlitten Schocks, einer von ihnen erlitt auch Prellungen. Für eine Beurteilung der Schäden an den Bahnanlage sei es noch zu früh, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Hamburg.

+++ 8.49 Uhr: Nahles von schlechten SPD-Umfragewerten "nicht besonders überrascht" +++

Die designierte SPD-Vorsitzende Andrea Nahles ist von den schlechten Umfragewerten ihrer Partei "nicht besonders überrascht". "Woher sollten bessere Werte denn kommen - bei unserer Performance", sagte Nahles dem stern. "Aus dem Tal kommen wir aber raus." In Umfragen der vergangenen Tage kamen die Sozialdemokraten mehrfach nur auf etwa 16 Prozent. In einer Erhebung war die SPD sogar nur drittstärkste Partei hinter der AfD.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende bezeichnete es dennoch als "gar nicht so verwegen", dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl auf 30 Prozent kommen wolle. Dazu brauche die SPD "einen visionären Anspruch und eine kluge Alltagspolitik". Derzeit gleiche die Partei aber einer "Mischung aus gelegentlicher Verzagtheit und mutigem Zukunftsoptimismus".

+++ 8.34 Uhr: 14-Jährige und Betreuer verschwunden - Spur führt nach Hamburg +++

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat eine erste Spur von der 14-Jährigen, die mit einem Betreuer ihrer Wohngruppe verschwunden ist. Einer der Beiden habe versucht, in einer Bank in Hamburg Geld von einem Konto abzuheben, sagte ein Polizeisprecher. Nun werde in Hamburg und Umgebung nach den Beiden und ihrem schwarzen Auto mit NWM-Kennzeichen für Nordwestmecklenburg gesucht.

Die 14-Jährige ist seit dem Abend des 15. Februar verschwunden. Nach ihr wird europaweit gefahndet. Da die Ferien inzwischen in Mecklenburg-Vorpommern zu Ende sind, hätte die Jugendliche am Montag wieder die Schule besuchen müssen. 

+++ 8.21 Uhr: Verurteilter Vater-Mörder seit sechs Tagen auf der Flucht +++

Ein verurteilter Mörder, der in Rheinland-Pfalz in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war, ist seit sechs Tagen auf der Flucht. Das sagte ein Sprecher der Polizei Koblenz. Bei einem Arztbesuch konnte der Mörder am Donnerstag fliehen, obwohl er von Personal begleitet wurde. Der 34 Jahre alte Mann, der seinen Vater ermordet hat und als gewalttätig gilt, wurde 2005 in der Psychiatrie untergebracht. Mehr Details waren zunächst nicht bekannt.

+++ 8.08 Uhr: Sylvester Stallone stellt klar: Bin noch am Leben +++

Hollywoodstar Sylvester Stallone, 71, hat als Reaktion auf einen bösen Internet-Scherz Gerüchte über seinen eigenen Tod dementiert. "Bitte ignoriert diese Dummheiten. Am Leben und gut drauf und glücklich und gesund. Immer noch schlagkräftig!", schrieb der US-Schauspieler am Dienstag (Ortszeit) bei Instagram. Dazu stellte er ein Bild, auf dem ein Nutzer eines sozialen Netzwerkes Stallones Tod verkündete und vorgab, um den Schauspieler zu trauern.
Unter der Nachricht waren Fotos von dem 71-Jährigen zu sehen, auf denen er graues, schütteres Haar hat und erschöpft aussieht. 

+++ 7.39 Uhr: Güterzüge in Cuxhaven kollidiert - Waggons von Autotransportzug entgleist +++

Im Güterbahnhof von Cuxhaven sind bei einer Kollision eines Autotransportzuges mit einem stehenden Güterzug mehrere Waggons engleist. Der Autotransportzug mit 22 Waggons fuhr am Dienstagabend auf der Fahrt von Bremerhaven zum Seehafen von Cuxhaven mit 40 Stundenkilometern auf den stehenden Zug auf, wie die Bundespolizeiinspektion Bremen mitteilte. Der stehende Zug habe sich während des Rangierens auf einer Weiche des Durchfahrgleises befunden. Die Lokomotiven seien kollidiert.

Der Autotransportzug bestand den Angaben zufolge aus 22 Waggons mit jeweils zwölf Neufahrzeugen. Mindestens vier Autotransportwaggons und die zwei Lokomotiven des im Rangieren befindlichen Zuges seien entgleist, sagte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bremen, Holger Jureczko. Mindestens 20 Autos seien zerstört worden. Beide Lokführer erlitten den Angaben zufolge einen Schock. Der Lokführer des Autotransportzuges erlitt zudem Prellungen.

+++ 7.06 Uhr: Fünf Polizisten bei Überfall auf Polizeiwache in Südafrika erschossen +++

Unbekannte haben in eine Polizeiwache überfallen und fünf Polizisten erschossen. Zwei weitere Polizisten seien verletzt worden und ins Krankenhaus gekommen, berichteten mehrere südafrikanische Medien. Die Tat ereignete sich demnach in einer ländlichen Polizeiwache in dem kleinen Ort Ngcobo in der Provinz Ostkap im Südosten des Landes. Der Hintergrund des Vorfalls war zunächst unklar, erste Berichte deuteten auf einen kriminellen Hintergrund hin. So berichtete der Fernsehsender eNCA, bei dem Überfall seien Schusswaffen gestohlen worden. Die südafrikanische "Times" schrieb von einer "Bande von Räubern".

+++ 6.55 Uhr: 6000 Menschen auf Neuseeland nach Zyklon "Gita" von Außenwelt abgeschnitten +++

Rund 6000 Menschen sind nach Zyklon "Gita" auf der Südinsel Neuseelands von der Außenwelt abgeschnitten. Mehrere Erdrutsche blockierten eine Straße, so dass der Ort Port Tarakohe an der bei Touristen populären Golden Bay auf dem Landweg nicht mehr erreichbar ist, wie der lokale Katastrophenschutz mitteilte. Die Straße freizuräumen werde mehrere Tage dauern. Zur Versorgung der festsitzenden Anwohner und Touristen würden nun Lebensmittel mit Kähnen gebracht.

In weiten Teilen des Landes kam es durch den Zyklon mit starkem Wind und Regen zu Überflutungen. Die Schäden waren dennoch nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Die Großstadt hob den Ausnahmezustand inzwischen auf, zwei Provinzen hielten ihn zunächst noch aufrecht. Über Tote oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 6.47 Uhr: Kujat plädiert für Beschränkung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr +++

Nach dem kritischen Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags hat der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, für eine Beschränkung der Auslandseinsätze plädiert. "Die Auslandseinsätze müssten auf das absolut notwendige Maß reduziert werden", sagte Kujat der "Passauer Neuen Presse". Der Stand der Einsatzbereitschaft und die Moral in der Truppe seien "seit Gründung der Bundeswehr nie schlechter" gewesen. Erforderlich sei deshalb eine fundamentale Kurskorrektur. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), hatte am Dienstag "große Lücken bei Personal und Material" in der Bundeswehr beklagt.  

+++ 4.35 Uhr: Saudi-Arabien bleibt über deutsche Regierung verärgert +++

Auch drei Monate nach einem diplomatischen Eklat zwischen Deutschland und Saudi-Arabien wegen einer Äußerung von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ist keine Entspannung zwischen beiden Ländern in Sicht. Der saudische Außenminister Adel al-Dschubair machte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur deutlich, dass vor der Bildung einer neuen Bundesregierung kaum mit der Rückkehr des im November aus Berlin abgezogenen Botschafters zu rechnen sei. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir nicht erfreut über die Äußerungen sind, die in jüngster Zeit aus der deutschen Regierung zu hören waren", sagte Al-Dschubair der dpa. 

Angesichts der Verwicklung Saudi-Arabiens in den - später zurückgenommenen - Rücktritt des libanesischen Regierungschefs Saad Hariri sagte der SPD-Politiker, "dass gemeinsam aus Europa das Signal kommen muss, dass wir das Abenteurertum, was sich in den letzten Monaten dort breit gemacht hat, nicht mehr bereit sind, einfach sprachlos hinzunehmen". Zwei Tage später wurde der Abzug des Botschafters bekannt. Gabriel relativierte seine Äußerung kurz vor Weihnachten in der saudischen Zeitung "Al-Scharq al-Awsat": "Meine Kommentare zur Libanon-Krise sollten kein bestimmtes Land in der Region angreifen - auch nicht Saudi-Arabien."       

+++ 3.40 Uhr: Bundesregierung hebt Schonzeit für Wildschweine auf +++

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest wird die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben. Das sieht eine Verordnung der Bundesregierung vor, die der "Rheinischen Post" vorliegt und die am heutigen Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden soll.
Durch eine "ganzjährige Bejagung" soll eine "erhebliche Ausdünnung der Schwarzwildpopulation erreicht werden", heißt es in der Verordnung. Dadurch werde vor allem das Risiko einer Verschleppung der Schweinepest vermindert.

"Mit der vorgelegten Änderung der Schweinepest-Verordnung haben wir ein effizientes Instrumentarium, um der Schweinepest wirkungsvoll zu begegnen", sagte der geschäftsführende Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). In der Verordnung findet sich neben der Aufhebung der Schonzeit eine Reihe weiterer Maßnahmen, die von den Behörden vor Ort angeordnet werden können.

+++ 2.18 Uhr: Washington: Nordkorea hat Treffen mit Pence in letzter Minute abgesagt +++

Ein Treffen zwischen US-Vizepräsident Mike Pence und nordkoreanischen Vertretern während der Olympischen Spiele in Südkorea ist nach Angaben des US-Außenministeriums in letzter Minute von Pjöngjang abgesagt worden. Bei dem Besuch von Pence in Südkorea habe sich die Möglichkeit für ein kurzes Treffen mit den Leitern der nordkoreanischen Delegation ergeben, teilte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, in Washington mit. Pence sei dazu bereit gewesen, aber "in letzter Minute" hätten Vertreter Nordkoreas beschlossen, das Treffen nicht stattfinden zu lassen, erklärte sie.

+++ 1.15 Uhr: UN-Generalsekretär "zutiefst beunruhigt" über Lage in Ost-Ghuta +++

Angesichts der eskalierenden Gewalt im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta hat sich UN-Generalsekretär António Guterres "zutiefst beunruhigt" gezeigt. Besonders die Folgen für die Zivilbevölkerung machten ihm Sorgen, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric in New York.

Im Zentrum Syriens gelegen erlebte Ost-Ghuta eine der blutigsten Angriffswellen seit Beginn des Konflikts mit mehr als 230 Toten innerhalb von 48 Stunden, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Mehr als 1200 Menschen seien verletzt worden, viele davon schwer. Allein am Dienstag seien 106 Zivilisten getötet worden. 

+++ 1.02 Uhr: Presse: Tatverdächtiger nach Tod von Polizist im Kölner Karneval freigelassen +++

Überraschende Wende im Fall des sogenannten S-Bahn-Schubsers von Köln: Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, ist der bisherige Tatverdächtige am Dienstag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Gegen ihn bestehe kein dringender Tatverdacht mehr. Nach neuen Erkenntnissen sei nicht auszuschließen, dass es sich bei dem Geschehen auf dem Bahnsteig auch um eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände handeln könnte, also um einen tragischen Unfall.

Am Karnevalsfreitag war an der Kölner Haltestelle Chlodwigplatz ein Polizeibeamter bei einem Sturz vom Bahnsteig zwischen die Waggons einer anfahrenden Bahn geraten und überrollt worden. Der Polizist, der in Düsseldorf beim Landeskriminalamt (LKA) arbeitete, starb noch an der Unfallstelle.

+++ 0.45 Uhr: Trump will Bump Stocks verbieten lassen - spezielle Waffenvorrichtung +++

US-Präsident Donald Trump hat das Justizministerium zu einem Verbot spezieller Vorrichtungen aufgefordert, mit denen Waffen so schnell schießen wie Maschinengewehre. Seine Anordnung gelte für alle derartigen Gegenstände, sagte Trump im Weißen Haus. Einen "Bump Stock" genannten Plastikaufsatz hatte im Oktober 2017 auch der Attentäter von Las Vegas benutzt. Er tötete 58 Menschen und sich selbst.

Im US-Kongress war das Verbot von "bump stocks" nach dem Massaker von Las Vegas kurz behandelt worden. Dann geriet es in Vergessenheit. Geschehen ist seither nichts. Das Waffenrecht wird in den USA neu diskutiert, weil am Valentinstag ein 19-Jähriger in seiner Ex-Schule in Parkland (Bundesstaat Florida) 17 Menschen erschossen hat.

+++ 0.39 Uhr: "Welt": Rund 150 islamistische Gefährder in Deutschland im Gefängnis +++

In deutschen Haftanstalten sitzen nach einem Medienbericht derzeit rund 150 islamistische Gefährder. Hinzu kämen mehrere "relevante Personen", die als Sympathisanten oder Unterstützer gelten, berichtete die "Welt" unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) wies auf Hunderte noch laufende Ermittlungsverfahren hin: "In den nächsten Jahren müssen wir mit einer Welle von Extremisten in unseren Justizvollzugsanstalten rechnen", sagte sie der Zeitung. "Das stellt unsere Deradikalisierungs- und Präventionsarbeit vor große Herausforderungen."

mad/fs / DPA / AFP