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Freihandel mit Kanada: Wer unterstützt eigentlich das Ceta-Abkommen?

Das Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA steht auf der Kippe. Ceta, das den Austausch und Handel zwischen Kanada und Europa erleichtern soll, hat noch deutlich mehr Fans in Politik und Wirtschaft.

Ceta: Wer das Freihandelsabkommen unterstützt.

Ceta: Wer das Freihandelsabkommen unterstützt

Neben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) steht auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hinter dem Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (Ceta). Wer setzt sich für das Abkommen ein? Eine Übersicht:

- SPD: Im SPD-internen Ceta-Streit stehen Präsidium und Vorstand hinter Gabriel. Eine in der Handels-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik handlungsfähige EU sei unerlässlich, heißt es in einem Leitantrag der SPD-Spitze für den Konvent in Wolfsburg am 19.
September. Nur Schritt für Schritt und im Zusammenspiel mit nahestehenden Partnern könnten Fortschritte in einer Welt erreicht werden, in der andere Staaten und Regionen teils aggressiv auf eigene Wettbewerbsvorteile und nationale Interessen bedacht sind. "Eben weil viel auf dem Spiel steht, darf Europa nicht abseits stehen, wenn die Standards und Regeln der Zukunft ausgehandelt werden", heißt es.

Einflussreiche Sozialdemokraten haben sich für das Abkommen ausgesprochen, unter ihnen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Ihr Landesverband ist der größte der SPD. Auch die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer, Generalsekretärin Katarina Barley, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Außenminister Frank-Walter Steinmeier haben Gabriel den Rücken gestärkt.

CDU für Ceta

- CDU: Der Koalitionspartner der SPD befürwortet Ceta ebenfalls. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sprach am Freitag noch einmal die Unterstützung der Kanzlerin aus.


- Verbände: Die Wirtschaft verspricht sich von dem Abkommen eine Ankurbelung ihrer Geschäfte. Entsprechend setzen sich große Branchenverbände stark für Ceta ein. Sie stellen die Schaffung neuer Jobs in Aussicht. "Freihandel und Export sichern Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze", hieß es zuletzt in einer Erklärung deutscher Autobauer.
 

kg / DPA