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+++ Nachrichten im Überblick +++: 70-Jährige reicht 68.000 Vollmachten für Ceta-Klage ein

+++ 68.000 Vollmachten für Ceta-Bürgerklage eingereicht +++ Zwei Tote bei nächtlichem Bootsunfall +++ Rechte "Identitäre Bewegung" besetzt Brandenburger Tor +++ Die Nachrichten im Überblick.

Ceta-Klage

Marianne Grimmenstein, Musiklehrerin aus Lüdenscheid, reicht beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Vollmachten zu einer Verfassungsbeschwerde gegen das Freihandelsabkommen CETA ein.

+++ 70-Jährige reicht über 68.000 Vollmachten für Ceta-Bürgerklage ein +++

Eine 70 Jahre alte Musiklehrerin aus Nordrhein-Westfalen hat am Samstag eine der größten Bürgerklagen in der Geschichte des Bundesverfassungsgerichts eingereicht. Die Frau aus Lüdenscheid lieferte in Karlsruhe mehr als 68.000 Vollmachten von Unterstützern ab, die mit ihr das Freihandelsabkommen Ceta zu Fall bringen wollen - insgesamt 150 Pakete à 500 Blatt. Die Klage selbst hatte Marianne Grimmenstein bereits im April nach Karlsruhe geschickt. Nachgeliefert wurden jetzt noch die Vollmachten.

Vorbereitet hat die Klage der Bielefelder Rechtsprofessor Andreas Fisahn. Die vielen Unterstützer sammelte Grimmenstein mit einer Petition auf der Kampagnenplattform Change.org. Gegen das kurz vor der Unterzeichnung stehende Abkommen zwischen der EU und Kanada gibt es schon mehrere Verfassungsbeschwerden. Für diesen Mittwoch hat ein Aktionsbündnis die Einreichung einer noch größeren Klage mit mehr als 125.000 Unterstützern angekündigt.

+++ 17.05 Uhr: Dackel Bonny wieder auf dem Weg nach Brandenburg +++

Aus "Lulu" wird wieder "Bonny": Der aus Brandenburg stammende Dackel, den es nach Bayern verschlagen hatte, ist wieder auf dem Weg in seine ostdeutsche Heimat. Das Paar aus Bayern, das die Dackeldame 2012 in Brandenburg auf der Straße aufgelesen und sie fortan "Lulu" genannt hatte, übergab das Tier am Samstag am Münchner Flughafen an seine rechtmäßigen Eigentümer. Vorausgegangen war ein langes juristisches Tauziehen.

Erst vor zwei Jahren war bekannt geworden, dass der entlaufene Rauhaardackel inzwischen in Bayern lebte - unter dem Namen "Lulu". Als die ursprünglichen Besitzer in Brandenburg davon erfuhren, setzten sie alle Hebel in Bewegung, um das Tier zurückzubekommen. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit. Das Potsdamer Landgericht entschied schließlich: "Lulu" muss zurück und wird wieder "Bonny".

+++ 15.34 Uhr: Zwei Tote nach Boots-Unfall +++

Schwerer Unfall auf auf einem Gewässer in Niedersachsen. Bei einem  Zusammenstoß zweier Sportboote sind eine 24-jährige Frau und ein 27 Jahre alter Mann gestorben. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, einer von ihnen lebensgefährlich, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Ermittlungen waren beide Boote mit jeweils vier Personen besetzt, als Samstagfrüh gegen 2 Uhr eins das andere auf dem Fluss Barßeler Tief im Landkreis Ammerland rammte. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Gruppen kannten. "Zwei Cousinen waren auf zwei Boote verteilt", sagte der Polizeisprecher. Den Ermittlungen zufolge waren beide Sportboote im Barßeler Hafen gestartet. Dort war am Freitagabend das Hafenfest eröffnet worden. Ob die jungen Leute dort gefeiert hatten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die tödlich Verletzten waren Insassen des angefahrenen Bootes, wie Polizeisprecher Frank Vehren mitteilte. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Da zunächst unklar war, wie viele Menschen in den Booten gesessen hatten, waren neben Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft auch Taucher im Einsatz. Nach Angaben des Touristikvereins Barßel-Saterland waren die Betroffenen in Vereinen engagiert, die beim Hafenfest dabei waren.
Alle seien erschüttert, sagte Geschäftsführer Jens Lindstädt. Das Hafenfest, das eigentlich bis Sonntag dauern sollte, wurde abgebrochen. "Wir sind außerstande, das fortzuführen", sagte Lindstädt. "Nach dem Vorfall ist niemandem zum Feiern zumute."

+++ 14.58 Uhr: Geheimdienst soll Bundeswehr-Bewerber ab Juli 2017 durchleuchten +++

Die Bundeswehr will ab Juli 2017 ihre Bewerber einer Sicherheitsüberprüfung durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) unterziehen. Extremisten, Terroristen und auch Kriminelle sollen so frühzeitig erkannt und aussortiert werden. Ein entsprechender Entwurf für die Änderung des Soldatengesetzes soll in der kommenden Woche im Bundeskabinett verabschiedet werden, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet. Bislang durften nur bereits eingestellte Soldaten überprüft werden. Das Verteidigungsministerium hatte die Initiative bereits angekündigt. Die Bundeswehr will sich so gegen Dschihadisten und andere Extremisten in den eigenen Reihen wappnen. Aktuell bearbeitet der Militärgeheimdienst MAD nach Informationen der "Welt am Sonntag" eine dreistellige Zahl von extremistischen Verdachtsfällen in der Bundeswehr: 268 Rechtsextremisten, 64 Islamisten und 6 Linksextremisten.

+++ 14.16 Uhr: Berliner Regierungschef verurteilt Besetzung des Brandenburger Tors +++

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die zeitweilige Besetzung des Brandenburger Tors durch Rechte scharf verurteilt. "Es ist schlicht widerlich, wie Demokratiefeinde mit solchen Aktionen versuchen, sich dieses Symbol anzueignen, das inzwischen für ein demokratisches, friedliches und weltoffenes Deutschland steht", sagte Müller laut Mitteilung. Aktivisten der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppierung hatten am Samstagmittag für etwa eine Stunde das Wahrzeichen besetzt und Transparente entrollt, auf denen sie die Absicherung der Grenzen gegen Zuwanderung forderten.

+++ 13.54 Uhr: "SOS" im Sand rettet zwei gestrandete Seeleute +++

Zwei in Mikronesien gestrandete Seeleute haben mit einem Hilferuf im Sand auf sich aufmerksam gemacht. Die Buchstaben "SOS" wurden aus der Luft von der Mannschaft eines US-Navy-Flugzeugs gesichtet, die daraufhin die Rettungskräfte alarmierte, wie der Sender CNN unter Berufung auf die Küstenwache der Insel Guam berichtete. Die beiden Gestrandeten hätten bereits acht Tage mit "begrenzten Vorräten und ohne Notfallausrüstung an Bord" auf der Insel ausgeharrt, bevor sie am Freitag zum Atoll Nomwin im Zentralpazifik gebracht worden seien. Die Küstenwache hatte demnach einen Bericht über ein 5,5 Meter langes Schiff erhalten, das mit zwei Menschen an Bord seit dem 19. August vermisst wurde. Das Schiff hatte die Insel Weno zwei Tage zuvor Richtung Tamtam verlassen, wo es aber nie ankam. Die Identität der beiden Geretteten war zunächst nicht bekannt.

+++ 13.12 Uhr: Stegner: Merkels Kanzlerkandidatur hängt offenbar an Gnade Seehofers +++

SPD-Vize Ralf Stegner hat mit Spott auf die angeblichen unions-internen Querelen um eine erneute Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Angela Merkel reagiert. "Die Kandidatur von Angela Merkel hängt offenbar am seidenen Faden der Gnade von Horst Seehofer", sagte Stegner der Deutschen Presse-Agentur. "Um den Stolz der CDU ist es längst geschehen, wenn über die Spitzenkandidatur der Union in München entschieden wird und ein Wahlkampf mit gemeinsamen Inhalten schwer vorstellbar ist." CDU und CSU seien tiefgreifend zerstritten. "Es gibt in der Union keine gemeinsame Linie, keine verlässlichen Absprachen, kein belastbares Vertrauen", sagte Stegner. "Das zeigt auch, dass der Ausgang der Bundestagswahl offener ist denn je."

+++ 12.40 Uhr: Rechte "Identitäre Bewegung" besetzt Brandenburger Tor +++

Aufregung am Brandenburger Tor: Rechte Aktivisten haben das Wahrzeichen von Berlin besetzt. Bis zu neun Menschen kletterten auf das symbolträchtige Bauwerk im Zentrum der Hauptstadt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Einige seien bis auf die Quadriga gelangt. Einige Zeit später räumten die etwa 15 Demonstranten das Bauwerk wieder. Auf Transparenten und Flyern bekannte sich die rechte "Identitäre Bewegung" zu der Aktion. Die Gruppe wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Sie wendet sich gegen vermeintliche Überfremdung und Islamisierung. Unter der Quadriga hing ein Transparent mit der Aufschrift "Sichere Grenzen - sichere Zukunft".

Polizeibeamte waren vor Ort, um die Situation zu klären.  Spontan gab es auf dem Pariser Platz Proteste. Sprechchöre wie "Nazis raus" wurden gegen das Auftreten der "Identitären Bewegung" skandiert. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb die rechte Gruppe, sie habe für ihre Aktion bewusst den Tag der offenen Tür der Bundesregierung zum Thema Migration und Integration gewählt. Ziel sei gewesen, ein "deutliches Zeichen gegen die verfehlte Politik der Bundesregierung zu setzen, die nach wie vor geltendes Recht bricht und im Zuge der Migrationskrise völlig versagt hat".

Der Verfassungsschutz sieht bei der "Identitären Bewegung"
Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Gruppierung hat französische Wurzeln und ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv.

Rechte Aktivisten auf dem Brandenburger Tor in Berlin

Rechte Aktivisten haben das Brandenburger Tor in Berlin besetzt


+++ 11.17 Uhr: Baby im Neckar ertrunken +++

In Baden-Württemberg ist ein zehn Monate altes Baby in den Neckar gefallen und ertrunken. Wie die Polizei in Heilbronn mitteilte, versuchte die 21 Jahre alte Mutter noch, ihr Kind zu retten, ging aber ebenfalls unter. Zwei Männer zogen die junge Frau, die nicht schwimmen konnte, aus dem Wasser. Das Kind konnte wenig später aus dem Fluss in Mosbach-Neckarelz geborgen, aber nicht mehr gerettet werden. Die 21-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte das Kind am Flussufer auf dem Arm getragen, als es zu dem Unglück kam. Die genauen Umstände waren laut Polizei noch unklar.

+++ 10.48 Uhr: 16 Tote bei Brand in Moskauer Lagerhaus +++

In Moskau sind bei einem Brand in einem Lagerhaus mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer sei am frühen Morgen in einem Lagerhaus in einem Industriegebiet im Norden der russischen Hauptstadt ausgebrochen, meldete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Nachdem die Einsatzkräfte das Feuer löschten, hätten sie einen von den Flammen abgeschnittenen Raum entdeckt. "Feuerwehrleute rissen die Wand ein und fanden 16 Tote", hieß es in der Meldung. Russische Nachrichtenagenturen zitierten eine Polizeiquelle, wonach es sich bei den Opfern wahrscheinlich um Migranten aus ehemaligen Sowjetrepubliken handelt. Das Lagerhaus habe einer russischen Druckerei gehört. Die Brandursache war zunächst unklar. Es wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, um zu prüfen, ob das Feuer durch Brandstiftung oder Fahrlässigkeit verursacht wurde.

+++ 9.48 Uhr: 72-Jähriger stirbt bei Badeunfall in der Ostsee +++

Bei einem Badeunfall in der Ostsee ist ein 72-Jähriger gestorben. Der Mann war am Abend zusammen mit seiner Frau in Dierhagen in Mecklenburg-Vorpommern schwimmen, wie die Polizei mitteilte. Der Stralsunder habe plötzlich bewegungslos im Wasser getrieben. Andere Schwimmer brachten den Mann an den Strand. Ein Notarzt habe dort nur noch Tod des 72-Jährigen feststellen können. Nach ersten Erkenntnissen kann laut Polizei ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Woran der Mann starb, war zunächst unklar.

+++ 9.36 Uhr: 19-Jähriger stirbt beim Baden in der Elbe +++

Ein 19-Jähriger ist in Hamburg leblos aus der Elbe gezogen worden und wenig später gestorben. Der Mann war am Freitagabend am Elbstrand ins Wasser gegangen und dann untergegangen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Rettungskräfte suchten mit Tauchern nach dem Mann. Ein Notarzt konnte den 19-Jährigen am Elbufer zunächst wiederbeleben. Der junge Mann kam in ein Krankenhaus, wo er wenig später starb.

Beim Baden in der Elbe ist ein 19-Jähriger in Hamburg ertrunken

Beim Baden in der Elbe ist in Hamburg ein 19-Jähriger ertrunken


+++ 9.14 Uhr: Blutspenden sollen USA-weit auf Zika-Virus getestet werden +++

Ab sofort sollen in den USA landesweit Blutspenden auf das Zika-Virus getestet werden. Damit solle eine mögliche Ausbreitung des Virus durch eine Transfusion verhindert werden, teilte die US-Behörde für Arzneimittel mit. Das betreffe vor allem das Amerikanische Rote Kreuz, aber auch kleinere Blutspende-Organisationen. In der vergangenen Woche hatten Behörden des US-Bundesstaates Florida eine lokale Übertragung und Ausbreitung des Zika-Virus in der Region Miami bestätigt. Es war der erste Fall auf dem US-Festland. Das Virus kursiert derzeit vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik. Inzwischen gilt als erwiesen, dass Zika bei Schwangeren schwere Fehlbildungen der Babys und neurologische Schäden verursachen kann (Mikrozephalie).

+++ 8.35 Uhr: Söder will Hunderttausende Flüchtlinge zurückschicken +++

Bayerns Finanzminister Markus Söder will in den nächsten drei Jahren Hunderttausende nach Deutschland gekommene Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zurückschicken. Das sagte der CSU-Politiker dem "Spiegel". Seine Begründung dafür: "Selbst beim besten Willen wird es nicht gelingen, so viele Menschen aus einem völlig fremden Kulturkreis erfolgreich zu integrieren." Söder verwies darauf, dass es aus Sicht des Bundesinnenministeriums in zahlenmäßig wichtigen Herkunftsländern wie Afghanistan und dem Irak schon heute sichere Gebiete gebe. "Und auch in Syrien wird der Bürgerkrieg irgendwann enden. Das Asylverfahrensgesetz sieht vor, dass bei Wegfall des Fluchtgrunds die Menschen in ihre Heimat zurückkehren." Dies müsse Vorrang haben vor Familiennachzug, forderte Söder.


+++ 8.15 Uhr: Bericht: Merkel verschiebt Erklärung zu Kanzlerkandidatur auf 2017 +++

CDU-Chefin Angela Merkel will ihren Beschluss über eine erneute Kanzlerkandidatur nach "Spiegel"-Informationen wohl erst im Frühjahr 2017 bekannt geben. Grund dafür sei, dass der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erst dann entscheiden wolle, ob seine Partei eine Kandidatur Merkels wieder unterstütze, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf CDU-Kreise. Für Merkel sei das ein Problem, da sie sich auf einem CDU-Parteitag im Dezember für weitere zwei Jahre zur Vorsitzenden wählen lassen wolle, das gegenüber ihrer Partei aber nur bei einer erneuten Kanzlerkandidatur vertreten könne. Laut "Spiegel" wird in ihrem Umfeld befürchtet, dass Merkel bei einer Ankündigung ihrer Kanzlerkandidatur ohne Unterstützung Seehofers politisch Schaden nehmen könnte. Ihr ursprüngliches Vorhaben, sich bereits im Frühjahr 2016 öffentlich zu erklären, hatte sie dem Magazin zufolge wegen der Flüchtlingskrise und des Streits mit der Schwesterpartei CSU zunächst auf den Herbst verschoben. Doch auch dieser anvisierte Termin sei inzwischen überholt. Merkel ist seit 2005 im Amt und damit Europas dienstälteste Regierungschefin. Die 62-Jährige regiert derzeit zum zweiten Mal in einer großen Koalition mit der SPD. Sollte sie erneut antreten, könnte sie Helmut Kohls Rekord-Kanzlerschaft von 16 Jahren einholen.

+++ 7.45 Uhr: Bangladeschs Polizei erschießt mutmaßlichen Drahtzieher von Blutbad in Café +++

Die Polizei in Bangladesch hat drei Islamisten erschossen, darunter vermutlich den mutmaßlichen Drahtzieher des Blutbads in einem bei Ausländern beliebten Café Anfang Juli. Beamte stürmten am Samstag in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka ein Versteck der Islamisten, wie die Polizei mitteilte. "Wir können hier drei Leichen sehen", sagte der hochrangige Polizeibeamte Sanwar Hossein der Nachrichtenagentur AFP. Dazu zähle der Kanado-Bangladescher Tamim Chowdhury. Chowdhury stand den Angaben zufolge hinter dem Angriff auf ein Café im vergangenen Monat, bei dem 22 zumeist ausländische Geiseln getötet worden waren. Außerdem sei er der Anführer der Islamistengruppe Jamayetul Mujahideen Bangladesch (JMB) gewesen. Laut Hossain hatte die Polizei sich in Narayanganj, einer Stadt 25 Kilometer südlich von Dhaka, ein einstündiges Feuergefecht mit Chowdhury und seinen Mitstreitern geliefert. Der Chef von Bangladeschs Polizei, A.K.M. Shahidul Hoque sagte AFP, die Polizei sei sich bei Einsatzbeginn zu "99 Prozent sicher" gewesen, dass Chowdhury in dem umstellten Versteck sei.

+++ 7.25 Uhr: Schranke missachtet: Zwei Jugendliche bei Unfall mit Zug getötet +++

Bei einem Unfall zwischen einem Auto und einem Zug sind in Thüringen zwei Jugendliche ums Leben gekommen und zwei weitere schwer verletzt worden. Der Autofahrer hatte in Unterwellenborn (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) am Freitagabend die Schranke an einem Bahnübergang missachtet. Daraufhin wurde das Auto mit den vier Insassen von einer Regionalbahn erfasst, wie die Polizei in Erfurt mitteilte. Die Getöteten waren 18 und 19 Jahre, die Verletzten sind 16 und 19 Jahre alt. Der Lokführer erlitt einen Schock. Die Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. In der Nacht waren die Bahnstrecke sowie die Bundesstraße 281 für mehrere Stunden gesperrt. Es entstand ein Schaden von 30 000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 7.18 Uhr: Minenarbeiter wegen Tötung von Vizeminister in Bolivien festgenommen +++

Über 40 Bergarbeiter sind in Bolivien nach der Tötung des stellvertretenden Innenministers festgenommen worden. Fünf von ihnen sollen direkt für den Tod des 55-jährigen Vizeministers Rodolfo Illanes verantwortlich sein, wie Generalstaatsanwalt Ramiro Guerrero am Freitagabend (Ortszeit) erklärte. Zu ihnen zähle der Vorsitzende des Verbands der Bergarbeiter-Genossenschaften (Fencomin), Carlos Mamani. Illanes war am Donnerstag bei einer Straßenblockade der selbstständigen Bergarbeiter in Panduro, 165 Kilometer südöstlich von La Paz, erschlagen worden. Auch drei Kumpel kamen bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben. Die in Genossenschaften zusammengeschlossenen Bergarbeiter protestieren seit Anfang August gegen ein neues Gesetz, nach dem sich ihre Mitglieder Gewerkschaften anschließen dürfen. Dies bedeute eine ungerechtfertigte Einmischung der Gewerkschaften in dem Genossenschaftssektor, beanstandete der Verband.

+++ 7.15 Uhr: Oberbürgermeister Reiter verteidigt Rucksack-Verbot auf der Wiesn +++

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Entscheidung für einen Zaun um das Oktoberfest und ein Rucksackverbot verteidigt. "Die Besucherinnen und Besucher hätten nicht verstanden, wenn wir nach dem Sprengstoffanschlag in Ansbach so getan hätten, als wäre nichts passiert", sagte er im Interview des Radiosenders "B5 aktuell". Er glaube an eine "friedliche Wiesn", betonte Reiter. "Wenn ich Fakten hätte, dass es ein Risiko gibt, dann würde es kein Oktoberfest geben." Er fügte allerdings hinzu, dass es nirgendwo absolute Sicherheit gebe. Die Sicherheit ist in diesem Jahr das große Thema auf dem Münchner Oktoberfest, das am 17. September startet. Aus Angst vor Terrorismus wird es einen Zaun geben, Rucksäcke dürfen nicht mit auf das Festgelände genommen werden. Zwei Vereine haben die Teilnahme am diesjährigen Trachten- und Schützenzug wegen Bedenken abgesagt. Auch Unternehmergattin Regine Sixt sagte ihre traditionelle Damen-Wiesn mit zahlreichen Prominenten ab. Die Verantwortung für ihre mehr als 1000 Gäste könne sie nicht übernehmen, teilte die Mietwagen-Unternehmerin mit.

+++6.29 Uhr: Arzt: Gesundheitsgutachten für Trump in fünf Minuten geschrieben +++

Donald Trumps Leibarzt hat gestanden, ein kürzlich veröffentlichtes Gesundheitsgutachten für den 70-jährigen republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten in nur fünf Minuten geschrieben zu haben. "Ich habe versucht, vier oder fünf Zeilen zu Papier zu bringen, damit sie glücklich sind", sagte Doktor Harold Bornstein vom New Yorker Lenox Hill Krankenhaus am Freitag dem Sender NBC News. "In der Eile, glaube ich, sind einige Worte nicht genau so rausgekommen, wie gemeint." Bornstein betonte aber, er stehe zu der Bescheinigung, in der er Trump einen erstklassigen gesundheitlichen Zustand attestiert hatte. "Seine Gesundheit ist exzellent, besonders seine geistige Gesundheit", sagte der Arzt. "Er glaubt, er ist der Beste, was sich gut auswirkt." Sollte der umstrittene Milliardär und Rechtspopulist die Wahl im November gewinnen, wäre er mit 70 Jahren der älteste jemals gewählte Präsident. In dem Gutachten für Trump hatte Bornstein geschrieben, er könne ohne Zögern erklären, dass Trump im Fall seiner Wahl "der gesündeste Mensch wäre, der jemals ins Präsidentenamt gewählt wurde". Trump ist 16 Monate älter als seine demokratische Herausforderin Hillary Clinton, die er zuletzt zunehmend wegen ihrer angeblich fragilen Gesundheit attackiert hatte. Die Kritik zwang sie, eine Bescheinigung von Juli 2015 zu veröffentlichen, in der ihr Arzt ihr eine "exzellente" Gesundheit attestierte.

+++ 6.25 Uhr: Volkswirte: Arbeitsmarkt trotz Flüchtlingen und Brexit-Votums robust +++

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im August aus Expertensicht weiter verbessert. Zwar habe die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht zugenommen - die Sommerflaute mache sich in diesem Jahr jedoch weniger stark bemerkbar als in den Vorjahren, prognostizierten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Rechne man die saisonüblichen Schwankungen heraus, sei die Erwerbslosenzahl sogar weiter leicht zurückgegangen - wenn auch nicht mehr ganz so stark wie in den vergangenen Monaten. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit an diesem Mittwoch (31. August) veröffentlichen.

+++ 5.46 Uhr: Trauerfeier für Erdbebenopfer in Italien +++

Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Italien nimmt das Land mit einem Staatsbegräbnis Abschied von den Opfern. Zur Trauerfeier am Samstag (11.30 Uhr) in der Kathedrale von Ascoli Piceno werden auch Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Matteo Renzi erwartet. Am Tag der nationalen Trauer werden in ganz Italien die Flaggen auf halbmast gesetzt. Bei der Zeremonie wird vor allem der Opfer in den Marken gedacht. Unter ihnen ist ein 18 Monate altes Kind, dessen Mutter schon das schwere Erdbeben in L'Aquila 2009 miterlebte. Insgesamt kamen bei dem Erdbeben am Mittwoch mehr als 280 Menschen ums Leben, mehr als 220 davon im Ort Amatrice in der Region Latium. In den Marken waren es nach Angaben des Zivilschutzes knapp 50 Tote.

Nach dem Erdbeben liegt Accumoli in Trümmern

Bei dem schweren Beben in Italien wurden fast 400 Menschen verletzt. Mindestens 2500 Menschen wurden obdachlos.


+++ 5.13 Uhr: Arbeitgeber wollen gesetzliche Lockerungen für Flüchtlinge +++

Die Arbeitgeber verlangen gesetzliche Lockerungen, um Flüchtlinge leichter in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Das gelte vor allem bei der Zeitarbeit. "Durch eine vollständige Aufhebung des Beschäftigungsverbots in der Zeitarbeit würden Menschen ohne Berufserfahrung deutlich bessere Chancen erhalten", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der "Rheinischen Post". Zudem müssten die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Bundesagentur für Arbeit (BA) stärker auf Flüchtlinge ausgerichtet werden. "Wir müssen sehen, wie wir die arbeitsmarktpolitischen Instrumente für Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose noch besser nutzen, um diese gezielt für eine Ausbildung oder Beschäftigung fit zu machen", erläuterte Kampeter. Die Bundeskanzlerin hat die Chefs mehrerer Konzerne nach Medienberichten für den 14. September ins Kanzleramt eingeladen, weil die Wirtschaft bisher nur zögerlich Migranten einstellt.

+++ 4.57 Uhr: USA schicken kubanische Migranten in ihre Heimat zurück +++

Die USA haben 161 Kubaner in ihre Heimat zurückgeschickt, die auf dem Seeweg nach Florida zu gelangen versucht hatten. Die Migranten wurden in den vergangenen Tagen in drei Gruppen nach Bahía de Cabañas gebracht, wie die US-Küstenwache mitteilte. "Wir raten allen ab, sich auf See zu begeben, um zu versuchen, illegal das US-Gebiet zu erreichen - sie riskieren ihr Leben mit sehr geringer Aussicht auf Erfolg", sagte der Küstenwachen-Offizier Mark Gordon. Die Überquerung des Meeres zwischen Kuba und Florida sei "extrem gefährlich für die Unvorbereiteten" und führe oft zu Verletzungen oder Tod, warnte Gordon. Seit der historischen Ankündigung der Regierungen in Havanna und Washington im Dezember 2014 zur Normalisierung ihrer Beziehungen hat die US-Küstenwache einen starken Anstieg der Zahl der Kubaner registriert, die in die USA zu gelangen versuchen. Die Migranten fürchten, dass im Zuge der Annäherung eine Regelung aus der Zeit des Kalten Krieges abgeschafft wird, die kubanischen Migranten in den USA den raschen Erwerb von Wohnrecht und Staatsbürgerschaft erlaubt.

+++ 4.38 Uhr: Mitfahrerbänke im Trend: In der Eifel gibt es schon ein ganzes Netz +++

Das Projekt der Mitfahrerbänke aus der Eifel macht bundesweit Schule. "Uns erreichen ständig neue Anfragen", sagt Ursula Berrens vom Caritasverband Westeifel in Bitburg, die die Idee für die Bänke hatte: Dort können Menschen Platz nehmen, die mit einem Auto beispielsweise in das nächste Dorf mitgenommen werden möchten. 13 Bänke sind in den vergangenen zwei Jahren in und um die Kleinstadt Speicher in Rheinland-Pfalz aufgestellt worden. "Das Netz ist jetzt komplett", sagte Berrens. Vor allem junge und ältere Leute ohne Auto nutzten die Mitfahrerbänke. "Wir haben das Konzept schon mehrfach exportiert", berichtet Berrens. Zum Beispiel jüngst in die baden-württembergische Gemeinde Graben-Neudorf. Ende Mai seien acht Bänke eingeweiht worden, sagt Projektleiter Wolfgang Trautner dort. Weitere Anfragen kamen bereits aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Niedersachsen, Bayern, Berlin, Hessen und dem Saarland, wo es viele lange Straßendörfer gebe.

+++ 4.12 Uhr: FDP-Chef: Schwarz-gelbe Mehrheit 2017 bedeutet noch keine Koalition +++

Gut ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl geht die FDP auf Distanz zum einstigen Koalitionspartner CDU/CSU. Zwar gebe es noch eine größere Schnittmenge mit der CDU, sagte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Aber auch hier habe man sich in der Flüchtlings-, Finanz- und Rechtspolitik voneinander entfernt. "Eine schwarz-gelbe Mehrheit würde deshalb noch lange keine Koalition bedeuten." Der Vorsitzende der derzeit nicht im Bundestag vertretenen FDP gab erneut das Ziel aus, dass seine Partei bei der Wahl 2017 stärker als die rechtspopulistische AfD werden wolle: "Eine Partei, die für die liberalen Grundwerte unseres Landes steht, muss doch stärker sein wollen als diese Mischung gestriger Populisten und Rassisten." Von diesem Ziel ist die FDP allerdings noch weit entfernt. Während sie in den Meinungsumfragen bei 5 bis 7,5 Prozent liegt, kommt die AfD auf 9 bis 14 Prozent.

+++ 3.15 Uhr: Lindner will neue Rechtsform für Lebensgemeinschaften im Alter +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich für eine neue Rechtsform für Lebensgemeinschaften im Alter ausgesprochen. "Wir werden im Zuge des demografischen Wandels ganz neue Lebensmodelle bekommen", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgabe). "Warum sollten zwei Witwen, die eng miteinander befreundet sind, keine Lebenspartnerschaft eingehen?" Mit einer solchen "Verantwortungsgemeinschaft" könnten laut Lindner Menschen, die füreinander Verantwortung übernehmen, auch rechtlich abgesichert werden. "Heute ist es doch so: Wenn die eine im Krankenhaus ist, kann sich die andere bei den Ärzten nicht über den Zustand der Freundin erkundigen", sagte Lindner. "Wir müssen eine Rechtsform schaffen, die solche besonderen Freundschaften absichert. Eine Art Wahlverwandtschaft."

+++ 2.35 Uhr: Fliegerbombe in Berlin entschärft +++

Eine russische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg unschädlich gemacht worden.
"Über Probleme bei der Entschärfung ist nichts bekannt", sagte ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Samstag. Tausende Anwohner konnten gegen 2.00 Uhr morgens in ihre Häuser zurückkehren. Der 100 Kilogramm schwere Blindgänger war am Freitagmittag bei Bauarbeiten gefunden worden. Die Polizei richtete einen Sperrkreis mit einem Radius von etwa 1000 Metern um den Fundort ein. Mehrere Wohnkomplexe, Botschaften und ein Altenpflegeheim mussten evakuiert werden.

+++ 2.15 Uhr: Bahn will 1200 Lokführer einstellen +++

Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr 1200 Lokführer einstellen. Diese Zahl geht aus einer Übersicht hervor, die das bundeseigene Unternehmen vor der kommenden Tarifrunde zusammengestellt hat. Dabei handele es sich um Quereinsteiger und neue Auszubildende. Derzeit seien konzernweit 360 Lokführer und 68 Zugbegleiter im Einsatz, deren Stellen über den eigentlichen Bedarf hinausgingen, heißt es in dem Papier der Bahn. Mit deren Hilfe sollen Überstunden und nicht genommene Urlaubstage abgebaut werden. Seit Ende 2014 seien 640 000 von mehr als 2,1 Millionen Stunden an Mehrarbeit und Urlaubsansprüchen bei den Lokführern abgebaut worden. Wie mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vereinbart, sollen bis Ende 2017 eine Million Überstunden bei den Lokführern abgebaut sein.

+++ 1.47 Uhr: Bester Luftgitarrist der Welt kommt aus den USA +++

Schräge Kostüme, geräuschlose Rockmusik und ein strahlender Gewinner: Der Amerikaner Matt Burns hat bei der Luftgitarren-Weltmeisterschaft in Finnland den Siegertitel abgeräumt. Der Vorjahreszweite mit dem Künstlernamen "Airistotle" verwies am Freitagabend den russischen Titelverteidiger Kereel "Your Daddy"
Blumenkrants auf Platz zwei. Der Deutsche Meister David Lang alias "Udo Wonz" aus Bad Neuenahr landete auf Rang acht, sein Landsmann Daniel "Moredrive" Oldemeier schied vor dem letzten Durchgang aus und wurde Zehnter. Burns setzte sich mit seinem überzeugenden Finalauftritt in der Küstenstadt Oulu gegen 14 Mitbewerber durch und erhielt als Siegesprämie eine handgefertigte E-Gitarre. Zuvor war der nationale US-Champion mehrfach knapp daran gescheitert, den WM-Titel in sein Heimatland zu holen: 2012, 2014 und im vorigen Jahr belegte er jeweils den zweiten Platz. Bereits zum 21. Mal konnten sich in Oulu die talentiertesten Virtuosen an der Luftgitarre messen. Wer die spektakulärste Show abliefert und am überzeugendsten so tut, als hätte er wirklich ein Instrument in den Händen, darf sich neuer Weltmeister in der kuriosen Disziplin nennen.

Die Bildkombo zeigt Teilnehmer der 21. Luftgitarrenmeisterschaft in Finnland

Die Bildkombo zeigt Teilnehmer der 21. Luftgitarrenmeisterschaft in Finnland


+++ 1.14 Uhr: Nach mutmaßlicher Armbrust-Attacke in Kanada: Verdächtiger in Haft +++

Nach einer mutmaßlichen Armbrust-Attacke mit drei Toten hat die Polizei in der kanadischen Metropole Toronto einen Verdächtigen festgenommen. Der 35 Jahre alte Mann sei des dreifachen Mordes angeklagt und am Freitag (Ortszeit) dem Haftrichter vorgeführt worden, berichteten kanadische Medien. Er soll am Donnerstag eine Frau und zwei Männer in einer Garage im Stadtteil Scarborough mit einer Armbrust erschossen haben. Zum Motiv und den Hintergründen wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 1.05 Uhr: UN-Sicherheitsrat begrüßt Friedensabkommen in Kolumbien +++

Der UN-Sicherheitsrat hat das Friedensabkommen in Kolumbien "wärmstens begrüßt" und seine Unterstützung bei der Umsetzung der Vereinbarung zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen zugesagt. Der Rat habe "seine Entschlossenheit bekräftigt, die Umsetzung der Waffenruhe, der Einstellung der Kampfhandlungen und der Niederlegung der Waffen durch die politische UN-Mission in Kolumbien zu unterstützen", sagte Malaysias Vizebotschafterin Siti Hajjar Adnin am Freitag, deren Land derzeit den Ratsvorsitz innehat. Die kolumbianische Regierung und die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hatten am Mittwoch in Havanna einen Friedensvertrag verkündet. Das historische Abkommen zur Beilegung des jahrzehntelangen Bürgerkriegs, dem seit 1964 in dem südamerikanischen Land mehr als 260.000 Menschen zum Opfer gefallen sind, ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt. Es muss nun noch in einem Referendum am 2. Oktober von den Kolumbianern gebilligt werden.

+++ 0.42 Uhr: Schwager von "Charlie Hebdo"-Attentäter an Frankreich überstellt +++

Der Schwager eines der "Charlie Hebdo"-Attentäter ist von Bulgarien an Frankreich überstellt worden. Mourad Hamyd traf am Freitagabend am Pariser Flughafen Roissy ein, wie aus Flughafenkreisen verlautete. Der 20-jährige Student Hamyd soll versucht haben, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen. Er bestritt, Verbindungen zu der Extremistengruppe unterhalten zu haben, und gab an, er habe lediglich zum "Tourismus" in die Türkei reisen wollen. Die Türkei hatte Hamyd Ende Juli an der Grenze abgewiesen, woraufhin er in Bulgarien in Haft genommen worden war. Hamyd stand bereits seit August 2014 im Verdacht der Radikalisierung. Im französischen Haftbefehl gegen ihn hieß es, er habe wiederholt seine Absicht bekundet, sich den Dschihadisten in Syrien anzuschließen. Zudem entspreche seine Reiseroute per Zug über Ungarn und Serbien der üblichen Route von Leuten, die sich der IS-Miliz anschließen wollten. Hamyd war nach dem islamistischen Anschlag auf "Charlie Hebdo" durch die Brüder Chérif und Said Kouachi am 7. Januar 2015 festgenommen worden, aber nach 48 Stunden als unverdächtig wieder freigekommen. Seine Schwester war mit Chérif Kouachi verheiratet, der mit seinem älteren Brüder Said in der Redaktion der französischen Satirezeitung in Paris sowie auf der Flucht zwölf Menschen ermordet hatte, bevor sie selbst von der Polizei erschossen wurden.

+++ 0.11 Uhr: Frauen-Moschee in Kopenhagen hält erstes Freitagsgebet ab +++

Die erste Frauen-Moschee in Kopenhagen hat erstmals ein Freitagsgebet abgehalten. Mehr als 60 Frauen, die Hälfte davon Musliminnen, versammelten sich in der Moschee, um unter Leitung von Saliha Marie Fetteh zu beten. Eröffnet wurde das Gebet in der Mariam-Moschee, die vor sechs Monaten in einer Wohnung in einer geschäftigen Einkaufsstraße der dänischen Hauptstadt eingerichtet worden war, von der Mitbegründerin Sherin Khankan.
Khankan erklärte, sie habe ursprünglich eine Moschee gründen wollen, in denen weibliche Imame das Freitagsgebet vor einem gemischten Publikum abhalten. "Es stelle sich aber heraus, dass die Mehrheit der Gemeinde ein Freitagsgebet nur für Frauen wollte", sagte Khankan, die die Tochter eines Syrers und einer Finnin ist. "Heute bin ich sehr glücklich über die Entscheidung, weil es wichtig ist, wenn man Wandel anstoßen will, dass man weise und langsam vorgeht."
 

jek / DPA / AFP