HOME
News

+++ Nachrichten im Überblick +++: Rocker in Berlin erschossen

Löw vertraut bei WM-Quali auf EM-Personal +++ Bombenanschlag auf Polizei in Cizre +++ Vergleichsangebot von VW kommt gut an +++ Wilders will Niederlande "ent-islamisieren"  +++ Die Nachrichten im Überblick.

Ein Kriminaltechniker untersucht in Berlin-Lichtenberg ein Motorrad. Im Hintergrund Menschen hinter einem Absperrband.

Ein Kriminaltechniker untersucht in Berlin-Lichtenberg ein Motorrad. Hier ist ein Mann angeschossen und tödlich verletzt worden

Die Nachrichten des Tages im Überblick.

+++ 22.52 Uhr: USA und Russland grundsätzlich einig über Waffenruhe für Syrien +++

Die USA und Russland haben sich grundsätzlich über Schritte zu einer Waffenruhe im Syrien-Konflikt verständigt. Das erklärten die Außenminister beider Länder, John Kerry und Sergej Lawrow, nach Verhandlungen in Genf. Einzelheiten müssten allerdings noch in den nächsten Tagen durch Experten beider Länder geklärt werden.

+++ 20.51 Uhr: Saarland stellt Hitzerekord 2016 auf - 37,5 Grad am Freitag +++

Nirgendwo ist es in diesem Jahr heißer gewesen als in Saarbrücken. Wie der Deutsche Wetterdienst am Abend in Offenbach berichtete, wurde in Saarbrücken-Burbach ein neuer Hitzerekord für 2016 aufgestellt. Am Freitag war es dort 37,5 Grad heiß. Der Rekord für Deutschland seit Beginn der Messungen liegt bei 40,3 Grad. Dieser Wert war am 5. Juli 2015 im bayerischen Kitzingen erreicht worden.

+++ 20.31 Uhr: Erste Beerdigungen nach schwerem Erdbeben in Mittelitalien +++

Nach dem schweren Erdbeben in Italien sind die ersten Opfer bestattet worden. Die Zahl der Toten stieg bis zum Abend auf mindestens 278, außerdem erschütterten über 900 Nachbeben die Region, was die Rettungsarbeiten erschwerte. Anlässlich der für Samstag geplanten Trauerfeier für 40 Opfer der Dörfer Arquata del Tronto und Pescara del Tronto rief die Regierung eine Staatstrauer für den Tag aus. Die ersten Beerdigungen fanden in Pomezia südlich von Rom statt. Von dort waren sechs Tote nach dem schweren Erdbeben vom frühen Mittwochmorgen gemeldet worden. Am Samstag sollen im ganzen Land die Fahnen auf Halbmast wehen. Präsident Sergio Mattarella wurde zu einer Trauerzeremonie in Ascoli-Piceno erwartet.

+++ 20.29 Uhr: Hannover 96 weiter ohne Niederlage: 1:1 in Bochum +++

Hannover 96 ist in der 2. Fußball-Bundesliga weiter ohne Niederlage. Der Erstliga-Absteiger erarbeitete sich gegen den VfL Bochum ein 1:1 (0:0) und holte sich im dritten Match den siebten Punkt. Vor 19 218 Zuschauern in Bochum war Johannes Wurtz (73. Minute) für die Hausherren erfolgreich, ehe Salif Sané (74.) im Gegenzug ausgleichen konnte. Die Gäste stellten die spielerisch reifere Elf. Bochum hielt fünf Tage nach dem Aus im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten Astoria Walldorf (3:4) mit Leidenschaft dagegen. Beide Teams zeigten trotz hoher Temperaturen ein flottes Match, agierten aber nachlässig in der Chancenverwertung.

Anthony Losilla (rechts) von Bochum und Miiko Albonorz von Hannover in Aktion

Anthony Losilla (rechts) von Bochum und Miiko Albonorz von Hannover in Aktion


+++ 18.31 Uhr: Polizei räumt Wohngebiet wegen Fliegerbombe in Berlin +++

Tausende Menschen haben nach dem Fund einer Fliegerbombe im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen. Die Polizei richtete am Freitagabend einen Sperrkreis mit einem Radius von etwa 1000 Metern um den Fundort ein, wie ein Sprecher sagte. Mehrere große Wohnkomplexe, Botschaften und ein Altenpflegeheim müssten evakuiert werden. Der 100 Kilogramm schwere russische Sprengkörper war am Mittag bei Bauarbeiten gefunden worden. Der Blindgänger könne nicht transportiert werden.

+++ 18.12 Uhr: Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten im AKW Grohnde tödlich verunglückt +++

Bei Wartungsarbeiten im nicht-nuklearen Teil des Atomkraftwerks Grohnde in Niedersachsen ist ein Mitarbeiter tödlich verunglückt. Laut Mitteilung des Betreibers PreussenElektra war während der Arbeiten im Bereich der Hilfskesselanlage aus noch ungeklärter Ursache Wasserdampf ausgetreten. Der Mitarbeiter erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen aufgenommen, teilte die Betreiberin mit. Das Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde wurde ebenfalls unterrichtet.

Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln läuft seit 1984. Es war im April für längere Zeit abgeschaltet worden, nachdem bei einer regelmäßigen Revision ein Schaden an einer Kühlpumpe entdeckt worden war.

+++ 17.35 Uhr: Technische Probleme: Flieger kehrt nach Frankfurt zurück +++

Wegen technischer Probleme hat eine Lufthansa-Maschine aus Frankfurt ihren Flug ins kanadische Toronto abgebrochen. Der Flieger wurde am Nachmittag in Frankfurt zurückerwartet, wie die Lufthansa mitteilte. Der Flug Nummer LH 470 hatte um 14.10 Uhr mit 366 Passagieren an Bord abgehoben. Nach etwa einer Stunde entschied der Pilot umzukehren, weil Instrumente den Verlust von Hydraulikflüssigkeit anzeigten. "Die Sicherheit war nicht gefährdet", sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die Maschine soll in Frankfurt repariert werden, die Passagiere würden mit einer Ersatzmaschine ans Ziel gebracht. 

+++ 17.24 Uhr: Rocker in Berlin erschossen +++

Auf einer Straße in Berlin ist ein Rocker erschossen worden. Der 28-Jährige konnte sich noch schwer verletzt auf den Hof einer naheliegenden Werkstatt schleppen, wo er kurz darauf starb, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer gehörte zu der neueren Rockerbande Guerilla Nation. Das habe eine Überprüfung der Personalien ergeben, sagte eine Polizeisprecherin. Der oder die Täter flohen. Beobachtungen von Zeugen gab es nicht.

Ob der Mord von Mitgliedern einer anderen Rockerbande verübt wurde, ermittelt nun die Polizei. Ähnliche Taten in der Vergangenheit waren oft Racheakte für frühere Beleidigungen oder lösten wiederum Racheangriffe verfeindeter Gangs aus. In der Nähe des Tatorts in Berlin-Lichtenberg liegt ein Clubhaus des Rockerclubs Guerilla Nation, der nach Einschätzung der Polizei seit seiner Gründung vor ein oder zwei Jahren zunehmend Mitglieder gewinnt. Zeugen hörten mehrere Schüsse in der schmalen Straße, die fast versteckt parallel zur S-Bahn zwischen den Bahnhöfen Frankfurter Allee und Ostkreuz verläuft.

+++ 17.15 Uhr: Erdogan und Putin einig über verbesserte humanitäre Hilfe für Provinz Aleppo +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der russische Staatschef Wladimir Putin wollen ihre Bemühungen verstärken, den Menschen in der syrischen Provinz Aleppo humanitäre Hilfe zukommen zu lassen. Darauf hätten sich beide in einem Telefongespräch verständigt, meldete die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Erdogan habe Putin zudem über das derzeitige Vorgehen der türkischen Armee in Syrien unterrichtet. Der Kreml bestätigte das Telefonat. Der "gründliche Meinungsaustausch" habe der Lage in Syrien gegolten. Erdogan und Putin hätten die Notwendigkeit "gemeinsamer Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus" unterstrichen.

+++ 14.18 Uhr: Philippinischer Polizeichef ruft Süchtige zu Mord an Drogenbossen auf +++

Der oberste Polizeichef der Philippinen hat Rauschgiftsüchtige aufgefordert, Drogenhändler zu ermorden und ihre Häuser in Brand zu setzen. "Warum stattet ihr ihnen nicht einen Besuch ab, gießt Benzin über ihre Häuser und setzt diese in Brand, um eure Wut zum Ausdruck zu bringen?" sagte Ronald dela Rosa in einer im philippinischen Fernsehen ausgestrahlten Ansprache vor festgenommenen Drogenkonsumenten. "Sie leben von eurem Geld. Ihr wisst, wer die Drogenbosse sind. Wollt ihr sie töten? Macht nur. Es ist erlaubt sie zu töten, weil ihr die Opfer seid", ergänzte Dela Rosa. Am Freitag entschuldigte sich der Polizeichef für seine Äußerungen. "Es tut mir leid, wenn ich etwas Unangenehmes gesagt habe", sagte er. Er sei aber "auch nur ein Mensch, der manchmal wütend wird". Grund seines emotionalen Ausbruchs sei Mitleid mit den Drogensüchtigen gewesen, vor denen er gesprochen habe und die "wie Zombies" ausgesehen hätten.


+++ 13.45 Uhr:  Löw setzt für WM-Quali auf EM-Personal +++

Joachim Löw baut in der WM-Qualifikation auf seine bewährten EM-Kräfte. Der Bundestrainer beruft 19 Akteure aus seinem Sommerteam in das Aufgebot für den Saisonauftakt der Fußballnationalmannschaft. Der scheidende Kapitän Bastian Schweinsteiger wird allerdings nur für sein Abschiedsspiel am Mittwoch in Mönchengladbach gegen Finnland zum DFB-Tross gehören. Danach reduziert sich der Kader für die erste Pflichtpartie auf dem Weg nach Russland 2018 am 4. September in Oslo gegen Norwegen auf 23 Akteure, darunter sind mit Max Meyer, Julian Brandt und dem einzigen Neuling Niklas Süle von 1899 Hoffenheim drei Olympia-Silbermedaillengewinner von Rio de Janeiro.

Nicht dabei sind nach ihren Verletzungen die drei EM-Akteure Jérôme Boateng, Mario Gomez und Leroy Sané. Auch der von Löw kurz vor der EM aus gesundheitlichen Gründen aussortierte Marco Reus ist wie auch Antonio Rüdiger und Ilkay Gündogan noch nicht wieder fit. Lukas Podolski kann wegen seiner Knöchelverletzung im Gegensatz zu Schweinsteiger gegen Finnland noch nicht sein versprochenes Abschiedsspiel bestreiten.

+++ 12.43 Uhr: Staatsakt für Scheel am 7. September +++

Der Staatsakt für den früheren Bundespräsidenten Walter Scheel findet am 7. September in Berlin statt. Das teilt das Bundesinnenministerium mit. Der Staatsakt wurde von Bundespräsident Joachim Gauck angeordnet, für die Umsetzung ist das Innenressort zuständig. Scheel war am Mittwoch im Alter von 97 Jahren gestorben. Er war von 1974 bis 1979 Bundespräsident. 


+++ 11.59 Uhr: Keine neue Berufung im Fall Oscar Pistorius +++

Das Strafmaß im Fall des früheren Spitzensportlers Oscar Pistorius wird nicht neu verhandelt. Richterin Thokozile Masipa lehnt einen Antrag der Anklage ab, gegen das von ihr in zweiter Instanz verhängte Strafmaß in Berufung zu gehen. Die Verurteilung des 29-Jährigen wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft bleibt bestehen. Staatsanwalt Gerrie Nel hatte das Strafmaß als "schockierend milde" bezeichnet. Er wollte mit einer Berufung eine höhere Strafe durchsetzen. Der unterhalb seiner Knie amputierte frühere Sprinter Pistorius hatte 2013 seine damalige Freundin erschossen.

+++ 08.52 Uhr: Wohl letzter Brief von Ludwig II. präsentiert +++

Der wohl letzte Brief des sagenumwobenen Bayern-Königs Ludwig II. nährt Zweifel an der Theorie vom verrückten "Kini". Der CSU-Politiker Peter Gauweiler präsentierte das Schreiben anlässlich des 171. Geburtstages von Ludwig II., wie die "Welt" berichtet. Danach ist der Brief vom 10. Juni 1886, der der Öffentlichkeit bisher unbekannt war, an Ludwigs Vetter Prinz Ludwig Ferdinand gerichtet - der "vermutlich letzte eigenhändige Brief des Monarchen".

Besondere Bedeutung erhält der Brief laut Gauweiler, weil er belege, dass der König geistig klar genug war, die ihm drohende Gefahr zu erkennen. Er habe wohl geahnt, dass er abgesetzt werden sollte. Am 9. Juni 1886 wurde Ludwig II. entmündigt, am 13. Juni ertrank er im Starnberger See. Um die Umstände seines Todes - ob es Suizid war oder nicht - ranken sich viele Gerüchte.

In dem nun aufgetauchten Brief schreibt Ludwig unter anderem an seinen Vetter, er sehe eine "schändliche Verschwörung! Wer kann nur hinter einem solchen Verbrechen stecken, Prz. Luitpold vermuthlich." Und weiter: "Wie kann aber eine solche Infamitität nur möglich sein!!" Ludwig erwähnt darin auch die Gerüchte um seinen Gesundheitszustand ("angebliche Krankheit"), "an der nicht Sylbe wahr ist".

+++ 08.33 Uhr: Zahl der Erdbebentoten in Italien steigt auf 267 +++

Das schwere Erdbeben in Italien hat nach neuen Angaben 267 Todesopfer gefordert, wie der Zivilschutz laut der Nachrichtenagentur Ansa mitteilt. Bisher wurde die Zahl der Toten in der vorläufigen Bilanz mit 250 angegeben. Jedoch wurde mit mehr Opfern gerechnet. Das Erdbeben hatte am Mittwoch ganze Dörfer in Mittelitalien verwüstet.

+++ 08.25 Uhr: Türkei: Acht Tote bei Anschlag auf Polizei in Cizre +++

Autobombenanschlag in Cizre im Südosten der Türkei: Bei dem Attentat auf ein Polizeipräsidium im Kurdengebiet werden Medienberichten zufolge mindestens acht Polizisten getötet. Mindestens 45 Menschen erleiden Verletzungen. Die Bombe explodierte nahe der Zentrale der Anti-Aufruhr-Polizei. Die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu macht die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich.

In der mehrheitlich von Kurden bewohnten Stadt Cizre an der türkisch-syrischen Grenze hatten sich Soldaten und Polizisten Anfang des Jahres wochenlange Häuserkämpfe mit PKK-Anhängern geliefert, bei denen ganze Straßenzüge zerstört wurden. Die Gefechte in Cizre und anderen Städten im Südosten waren entflammt, nachdem die PKK in einigen Städten einseitig Autonomiegebiete ausgerufen und diese mit Straßengräben und Barrikaden gegen die Sicherheitskräfte verteidigt hatte.

Der Waffenstillstand zwischen der PKK und Ankara war im Juli 2015 nach zweieinhalb Jahren zerbrochen. Seitdem wurden hunderte Sicherheitskräfte bei Angriffen der PKK getötet. Die türkische Armee geht mit aller Härte gegen die PKK im Südosten des Landes vor, um die Kämpfer aus den Städten zu vertreiben.

+++ 07.27 Uhr: Starke Nachbeben in Italien +++

Erneut haben mehrere Erdstöße die Katastrophenregion in Mittelitalien erschüttert. Das stärkste der Nachbeben ereignete sich um 6.28 Uhr und hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 4,7. Die Erdbebenwarte in Potsdam gibt die Stärke mit 4,4 an. Das Zentrum lag etwa fünf Kilometer nordwestlich des Ortes Amatrice. Der Erdstoß brachte im Ortszentrum weitere Gebäude zum Einsturz, wie die Nachrichtenagentur ANSA meldet. Allerdings nicht dort, wo die Helfer versuchten, noch Opfer aus den Trümmern zu bergen.

Bei dem Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 6 waren in der Nacht zu Mittwoch mindestens 250 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl könnte nach Angaben des Zivilschutzes weiter steigen. Seit dem ersten starken Beben gab es Hunderte Nachbeben, darunter auch einige mit einer Stärke über 4.

+++ 06.43 Uhr: VW-Vergleichsangebot im Abgas-Skandal kommt bei US-Kunden gut an +++

Der von Volkswagen mit US-Klägern ausgehandelte Milliardenvergleich in der Abgasaffäre trifft bei den geschädigten Kunden auf breite Zustimmung. Mehr als 200.000 Dieselbesitzer hätten sich bereits registriert, um das Angebot anzunehmen, teilen Klägeranwälte mit. "Tausende weitere registrieren sich täglich." Der hohe Zuspruch in so kurzer Zeit sei ein starkes Zeichen, dass die außergerichtliche Einigung gelinge, hieß es weiter. Mit der bisherigen Zustimmung dürfte bereits eine kritische Masse erreicht sein, um den Vergleich zu schließen.

VW hatte sich mit Hunderten Klägern im US-Rechtsstreit um rund 480.000 Dieselwagen, die mit einer Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgestattet wurden, auf einen Vergleich von bis zu 14,7 Milliarden Dollar (13,0 Mrd Euro) geeinigt. Ende Juli hatte das zuständige US-Gericht seine vorläufige Zustimmung dazu gegeben. Entscheidend ist nun, dass die Kunden die Lösung auch akzeptieren.  

+++ 06.10 Uhr: US-Behörden wollen Schwimmausflüge zu Delfinen verbieten +++

Das bei Touristen beliebte Delfin-Schwimmen in Hawaii soll verboten werden. Die Meeressäuger stünden inzwischen unter "intensivem Druck" von Tierfreunden, die mit ihnen im Meer vor der pazifischen Inselkette schwimmen wollten, teilt die US-Meeresschutzbehörde NOAA mit. Menschen sollten sich künftig 45 Meter von den Delfinen entfernt halten, um deren Ruhezeiten am Tag nicht mehr zu stören.

Die Bootsausflüge zu den zutraulichen und verspielten Tieren sind in Hawaii sehr beliebt. Ein Verbot wäre ein Schlag für die Ausflugsveranstalter. Die Behörde verweist darauf, dass die Tiere nachts auf die Jagd gingen und tagsüber ruhten - was durch die vielen Besucher aber erschwert werde. Sie will nun Reaktionen der Bürger auf den Plan entgegennehmen und mit Betroffenen sprechen. Die endgültige Entscheidung über das Verbot soll in einem Jahr fallen.

+++ 05.05 Uhr: Besuchsverbot in Incirlik: Oppermann setzt Türkei Ultimatum +++

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat der Türkei im Streit um das Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete bei deutschen Soldaten im Nato-Stützpunkt Incirlik eine Frist gesetzt. "Wenn bis Oktober keine deutschen Abgeordneten nach Incirlik fahren können, empfehle ich, das Mandat nicht zu verlängern, sondern auslaufen zu lassen", zitieren die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland Oppermann.

Deutsche "Tornado"-Jets fliegen von Incirlik aus Aufklärungsmissionen und unterstützen so den internationalen Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Das Bundestagsmandat für den Anti-Terror-Einsatz läuft Ende des Jahres aus. Weil die Türkei Besuche deutscher Abgeordneter aus Verärgerung über die im Juni beschlossene Armenier-Resolution ablehnt, mehren sich im Parlament die Stimmen, die Soldaten abzuziehen. Nach "Spiegel"-Informationen prüft die Bundeswehr bereits alternative Standorte.

CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn kritisiert die Haltung der SPD. "Die Debatte über Abzug oder Verlegung steht jetzt nicht an", erklärt Hahn in der "Passauer Neuen Presse". "Wir sollten der Türkei jetzt noch Zeit geben, ihren Standpunkt zu überdenken."

+++ 04.18 Uhr: Zehntausende Ausbildungsplätze unbesetzt +++

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres bieten die Unternehmen in Deutschland noch Zehntausende offene Plätze. 172.224 Ausbildungsstellen waren laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nach den jüngsten Zahlen Ende Juli unbesetzt. "Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", zitiert die Deutsche Presse-Agentur DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Schweitzer weist auf Probleme für viele Unternehmen hin: "Ihnen gehen die Bewerber aus."

+++ 03.50 Uhr: Niederländischer Rechtspopulist will Moscheen schließen und Koran verbieten +++

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders zieht mit einem Wahlprogramm, in dessen Zentrum eine "Ent-Islamisierung" der Niederlande steht in die Parlamentswahl 2017. In dem von dem Chef der Partei PVV über Twitter veröffentlichten Programm findet sich die Forderung "Schließung aller Moscheen und islamischen Schulen, Verbot des Korans." Nähere Ausführungen macht der Text dazu nicht. Wilders will zudem Migranten aus muslimischen Ländern die Einreise verwehren, die Aufnahmezentren für Asylbewerber in den Niederlanden schließen und das öffentliche Kopftuchtragen verbieten. Die staatlichen Zahlungen für Entwicklungshilfe und Kunstförderung sollten zugunsten einer "beträchtlichen" Erhöhung des Verteidigungs- und Polizeibudgets wegfallen.

Wilders' PVV liegt in Umfragen seit Monaten vorne. Allerdings ist sie von einer regierungsfähigen Mehrheit weit entfernt. Eine Erhebung des Instituts Ipsos von Anfang August sah die PVV bei 27 Sitzen in dem 150 Sitze zählenden niederländischen Parlament.

+++ 02.27 Uhr: Ein Toter und vier Verletzte nach Explosion in Belgien +++ 

Die Explosion in einem Sportzentrum in der belgischen Gemeinde Chimay hat ein Todesopfer und vier Verletzte gefordert. Dies berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Rettungsdienst. Zwei Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten. Zur Ursache der Detonation um kurz nach Mitternach können weiterhin keine Angaben gemacht werden. Es seien fünf Menschen zu diesem Zeitpunkt in dem Zentrum gewesen. Das Gebäude sei teilweise zerstört. Der Ort des Geschehenes ist von Polizei abgesperrt. 

Chimay liegt in der belgischen Provinz Hennegau in der Nähe der Grenze zu Frankreich.

+++ 02.03 Uhr: Ankara will bei Putschisten-Prozessen Europarat einbeziehen +++

Bei den geplanten Gerichtsprozessen wegen des gescheiterten Putschversuches in der Türkei wollen türkische Behörden frühzeitig den Europarat einbinden. "Experten des Europarates werden sich in Kürze mit türkischen Behörden treffen, um sie dabei zu beraten, wie die Rechte der Angeklagten des Putschversuchs gewahrt werden können" zitiert die "Welt" den Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland. "Dies ist notwendig, damit sichergestellt wird, dass die Prozesse gemäß europäischer Standards verlaufen, um zu verhindern, dass noch mehr Fälle gegen die Türkei beim Straßburger Gerichtshof landen."

Die Türkei ist seit 1950 Mitglied der Staatenorganisation, die Beobachter entsenden kann, die umfangreich Zugang zu Gefängnissen und Dokumenten über Häftlinge bekommen müssen. Das Anti-Folter-Komitee des Europarats hatte nach früheren Besuchen wiederholt folterähnliche Gewalt in der Türkei angeprangert. In seinem jüngsten Bericht kritisierte es Polizeigewalt gegen Demonstranten bei Festnahmen während der Gezipark-Proteste 2013.

+++ 01.30 Uhr: Türkische Armee bombardiert Kurden in Nordsyrien +++

Die türkische Armee hat kurdische Stellungen in Nordsyrien mit Artilleriegranaten beschossen. Die Streitkräfte hätten am Donnerstagabend das Feuer auf die Kurdenmiliz YPG eröffnet, berichtet die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Unter Berufung auf Geheimdienstinformationen hieß es, die YPG habe sich nicht wie angenommen auf das Ostufer des Euphrats zurückgezogen, sondern versucht, Geländegewinne zu erzielen.

Ankara und Washington hatten von der Kurdenmiliz gefordert, ihre Einheiten in die Region östlich des Flusses Euphrat zu verlegen. Die Türkei hatte erklärt, sie werde ihren Militäreinsatz in Nordsyrien solange fortsetzen, bis die Kurden auf die andere Flussseite zurückgedrängt seien. Ankara will verhindern, dass die Kurden in Syrien ihr Herrschaftsgebiet weiter vergrößern und dort noch mehr Autonomie bekommen.

+++ 01.25 Uhr: Verletzte bei Explosion in Belgien +++

Bei einer starken Explosion in einem Sportzentrum in der belgischen Stadt Chimay sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtet, befürchten die Rettungsdienste, dass es auch Tote gegeben haben könnte. Zur Ursache der Detonation konnten bislang keine Angaben gemacht werden.

+++ 01.06 Uhr: Regierung fragt Migranten künftig nach der zu Hause gesprochenen Sprache +++

Die Bundesregierung will einem Bericht zufolge mehr Informationen über die in Deutschland lebenden Ausländer und Migranten sammeln. Bei den regelmäßigen statistischen Befragungen im Rahmen des Mikrozensus sollen sie ab 2017 auch die "im Haushalt vorwiegend gesprochene Sprache angeben", berichtet die "Bild" unter Berufung auf einen Gesetzentwurf der Koalition. Diese Information sei "fur die Einschätzung verschiedener Dimensionen der Integration von Bedeutung", begründete die Regierung die Aufnahme dieser neuen Frage.

Gefragt wird demnach künftig nicht mehr nur nach Staatsbürgerschaften, sondern auch nach dem "Staat der Geburt" des Befragten und seiner Eltern. Das werde in der Migrationsforschung "als relevanter für die Entwicklung einer Person eingestuft als die Staatsangehörigkeit", heißt es laut "Bild" in der Gesetzesbegründung. Weitergehende Angaben zu den Eltern würden zudem jährlich abgefragt und nicht mehr nur alle vier Jahre erhoben.

+++ 00.07 Uhr: Angriff auf Strandlokal in Mogadischu +++

Mehrere Bewaffnete haben ein beliebtes Strandlokal in der somalischen Hauptstadt Mogadischu gestürmt und sich heftige Gefechte mit Sicherheitskräften geliefert. Wie ein AFP-Korrespondent vor Ort berichtet, explodierte zunächst ein Auto, dann rannten die Bewaffneten in das Restaurant, das oft von Regierungsvertretern besucht wird. Sie verschanzten sich im Inneren des Lokals, es kam zu Schusswechseln mit Sicherheitskräften.

amt / DPA / AFP