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Erotikspielzeug: Beate Uhse setzt auf Eigenes

Beate Uhse, immer noch Europas Erotik-Marktführer, entdeckt den Charme der Eigenmarken. Nach Porno-DVDs sollen nun auch andere Waren wie Wäsche, Kosmetik oder Accessoires aus eigener Produktion kommen.

Raus aus der Schmuddelecke, hin zu eigenen Werten: Der Erotikkonzern Beate Uhse will verstärkt auf seine eigene Marke setzen. "Nur so können wir höchste Anforderungen an Produktion, Qualität, Innovation und Design sicherstellen", sagte der Vorstandschef der Beate Uhse AG (Flensburg), Christian Lindemann, am Montag auf der Hauptversammlung in Hamburg. "Wo Beate Uhse drauf steht, muss auch Beate Uhse drin sein."

Neben den Erotik-DVD solle dies auch bei anderen Waren wie Wäsche, Kosmetik und Accessoires gelingen. Denn seitdem Erotikfilme zur billigen Massenware verkommen sind, lässt sich damit kaum noch Geld verdienen. Mit Lifestyle-Produkten wie Tee, Kerzen und hießen Höschen lässt sich Paaren deutlich mehr Geld aus dem Kreuz leiern.

Mit einer neuen Organisationsstruktur sollen Synergieeffekte beispielsweise beim Wareneinkauf erzielt werden. In der Schweiz will das Unternehmen nach Auslaufen eines Lizenzvertrags Filialen in eigener Regie eröffnen. Ende 2006 umfasste das europäische Netz 333 Shops in 11 Ländern. 2006 erlöste der Konzern rund 271 Millionen Euro Umsatz (minus 4,9 Prozent).

Jetzt kommen Investoren

Auch die Auswahl eines Investors, der das Aktienpaket (27,6 Prozent) des Hauptgesellschafters und Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Rotermund übernimmt, sei noch nicht abgeschlossen, hieß es. Rotermund, Sohn der Firmengründerin Beate Uhse will wegen der angeblich bröckelnden Gewinnen aussteigen.

mit DPA