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FLUGGESELLSCHAFTEN: Entschädigung in Millionenhöhe

Deutsche Fluggesellschaften sollen für ihre Einbußen infolge der Attentate vom 11. September eine Entschädigung erhalten.

Die Bundesregierung hat der »Bild«-Zeitung zufolge dem Bundestag eine Entschädigung deutscher Fluggesellschaften für ihre Einbußen nach den Attentaten am 11. September vorgelegt. Die Fluglinien sollen Steuergelder in Höhe von 71 Millionen Euro erhalten, davon die Deutsche Lufthansa allein 70 Millionen Euro.

EU erlaubt Ausgleichszahlungen

Das Finanzministerium habe dem Haushaltsausschuss des Bundestages eine entsprechende Vorlage zugeleitet, berichtete das Blatt vorab aus seiner Mittwochsausgabe. Mit dem Geld solle das Gleichgewicht zu den wichtigsten europäischen Konkurrenten wieder hergestellt werden, heiße es in der Begründung des Ministeriums. Die Europäische Union (EU) hat als Entschädigung für die Sperrung des US-Luftraums nach dem 11. September Ausgleichszahlungen der nationalen Regierungen erlaubt.

55 Millionen Entschädigung an die Air France

Die Lufthansa hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, Informationen des Bundesverkehrsministeriums zufolge werde die EU-Kommission am 2. Juli über die deutsche Entschädigung entscheiden. Die Kommission hat Ende Januar 55 Millionen Euro Entschädigung durch die französische Regierung an die Fluglinie Air France genehmigt.

Weltweit starke Einbußen

Die Attentate am 11. September in New York und Washington waren mit Passagierflugzeugen ausgeführt worden. Danach erlitten Fluglinien weltweit starke Einbußen.