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Apps der Supermärkte: Lidl schlägt Edeka - weil der Discounter aus den Fehlern der Konkurrenz lernt

Deutschlands Supermärkte tun sich schwer mit eigenen Apps. Lidl startete erst in diesem Sommer mit einer Rabatt-App - doch der Discounter konnte aus den Fehlern der Wettbewerber lernen, zeigt eine Analyse von FinanceFWD.

Von Caspar Tobias Schlenk

Lidl schlägt Edeka

Lidl schlägt Edeka, wenn es um Apps geht.

Picture Alliance

Es gibt viele gute Argumente, warum Lidl mit seiner neuen App scheitern wird. Seit Anfang Juni testet die Supermarktkette ihre Rabatt-App in Berlin und Brandenburg. Und in Zukunft sollen Kunden nicht nur Rabatte für ihre Einkäufe bekommen, sondern auch per Smartphone bezahlen können. Ein Probelauf von Lidl Pay startete kürzlich in Spanien.

Doch genau mit diesen Konzepten konnten sich die Konkurrenten Netto und Edeka in den vergangenen Jahre nicht durchsetzen. Beide Apps, mit denen die Kunden auch bezahlen können, sind bereits seit mehreren Jahren am Markt. Die Resonanz der Nutzer ist überschaubar, wie eine Auswertung von Finance Forward zeigt. Auch die Bezahllösung von Yapital, die man bei Rewe bereits vor sechs Jahren einsetzen konnte, scheiterte an der fehlenden Akzeptanz. Zusätzlich wird Lidl mit der Payment-App starke Konkurrenz haben – dazu zählen das kontaktlose Bezahlen mit der Girocard oder Apps wie Google Pay.

Finance Forward ist das Magazin für die neue Finanzwelt. Dort wird über die Fintechszene, Bankenbranche und die Welt der Blockchains berichtet – neugierig, kritisch und unabhängig. Das Magazin ist eine Kooperation von Capital und OMR. Folgen Sie Finance Forward auf Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn. Den Podcast gibt es auf iTunes, Spotify und Podigee.

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In diesem schwierigen Umfeld muss sich Lidl nun behaupten. Mithilfe des Datentools Priori Data und durch Selbstversuche hat Finance Forward die ersten Monate der App analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass Lidl aus den Fehlern der Konkurrenz offenbar gelernt hat. 

Marketing-Push zum Start

Dem Kunden wird die Lidl-App förmlich aufgedrängt. In einer Berliner Filiale, die zu den 250 Testmärkten gehört, hängen überall Plakate. Der Discounter wirbt zum Start zusätzlich mit einem Fünf-Euro-Gutschein; an der Kasse wird jeder Kunde nach der App gefragt, wie sich im Selbstversuch bei mehreren Einkäufen zeigt. Über einen QR-Code scannt man seine Kundenkarte selbst ein.

Auf diesem Weg hat Lidl bereits zwei Probleme der Konkurrenz behoben. Bei Edeka war es oft umständlich, die Kunden-App einzulesen, man musste einen Code vorlesen. Die Kassierer waren meist nicht darauf eingestellt; der Bezahlvorgang dauerte länger als mit einer Girokarte. Allein das beeinflusst stark, wie oft Kunden ihre Lidl-App einsetzen. Ein hoher Marketingaufwand, mit Plakaten in der U-Bahn und im Laden selbst, macht zusätzlich weitere Kunden darauf aufmerksam. Auch das gab es bei Edeka nicht.

Gute Downloadzahlen in den ersten Monaten

Der Marketing-Push schlägt sich direkt in den Downloadzahlen nieder. Seit dem Start am 13. Juni haben mehr als eine halbe Million Menschen die App in Deutschland heruntergeladen, wie das Schätzungstool von Priori Data zeigt. Und das, obwohl der Service bislang nur in Berlin und Brandenburg verfügbar ist. Kurz nach dem Start verzeichnete Lidl Plus teilweise etwa 7.000 Downloads pro Tag.

Zum Vergleich: In dieser Zeit wurde die Edeka-App bundesweit nur 188.000 Mal heruntergeladen. Bei Payback waren es mehr als eine Million Downlads. Das Bonusprogramm ist eines der großen Erfolgsbeispiele für sogenannte Loyalty-Programme, bei denen Nutzer beim Einkauf Punkte sammeln. Payback verzeichnet nach eigenen Angaben 8,5 Millionen aktive App-Nutzer. Da nur ein Teil die heruntergeladene App auch verwendet, bedarf es dafür viele Millionen an Downloads.

Lidl Plus kann ebenfalls bereits gute Zahlen aus anderen Ländern vorweisen. "Mehrere Millionen" würden die App bereits nutzen, heißt es auf Anfrage. In den Niederlanden oder Polen ist die App schon länger verfügbar. Insgesamt kommt Lidl so laut Priori Data auf etwa zwölf Millionen Downloads. Edeka hat nach mehreren Jahren 1,8 Millionen Downloads erreicht. Netto schafft es auf einen ähnlichen Wert. Allerdings sind beide auch nur im deutschen Markt aktiv.

Ein Brötchen als Dankeschön

Für Lidl ist es nun entscheidend, ob es gelingt, Nutzer mit guten Angeboten zu ködern. Gerade der Fünf-Euro-Gutschein kann dazu führen, dass nach dem ersten Einkauf viele Kunden die App nicht mehr regelmäßig verwenden – und später wieder löschen.

Bislang sind die Angebote in der App noch recht überschaubar, wie ein Test zeigt. Wer für 175 Euro innerhalb von einem Monat einkauft, erhält als Dankeschön etwa einmal "Freshona Bio-Kräuter". Bei 20 Euro gibt es ein Dessert mit Sahne gratis dazu. Das wird wahrscheinlich nur die extremen Sparfüchse begeistern und nicht den Massenmarkt. Im kommenden Jahr können die Kunden die App auch deutschlandweit verwenden – dann wird sich zeigen, wie sich Lidl Plus wirklich schlägt.

Dieser Artikel erschien zuerst bei FinanceFWD, dem digitalen Finanzmagazin von Capital und OMR.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?