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Supermarkt: Aldi und Lidl bekommen Konkurrenz: Wie ein russischer Discounter Deutschland erobern will

Aldi und Lidl dominieren die deutsche Discounter-Landschaft. Nun will ein Billigheimer aus Russland hierzulande durchstarten. Das Konzept von Torgservis erinnert stark an die Anfänge der deutschen Discounter.

Aldi Süd Filiale 2008

Eine Filiale von Aldi Süd: Der Discounter bekommt wohl bald Konkurrenz aus Russland

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Deutschland ist Discounter-Land: Aldi, Lidl, Penny und Co. sind Schwergewichte im Lebensmitteleinzelhandel. Rund 43 Prozent des Umsatzes wird von den Billigheimern gemacht. Ein gesättigter Markt, könnte man meinen. Doch eine russische Discounterkette will nun in Deutschland richtig durchstarten, wie die "Lebensmittelzeitung" berichtet. 

Torgservis, so der Name der Kette, will mit einem sehr schlichten Angebot Kunden locken. Aktuell sucht die TS Markt GmbH nach mehr als 100 Standorten, so das Branchenblatt. Von Berlin aus sollen auch in Norddeutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg Filialen entstehen. Gesucht werden Immobilien, die eine Verkaufsfläche von 800 bis 1200 Quadratmetern und Stellplätze für 30 bis 40 Autos bieten. Damit würden die neuen Geschäfte deutlich kleiner sein als die der Konkurrenz. Aldi und Lidl setzen inzwischen auf Filialen, die eine Fläche von durchschnittlich 1500 Quadratmetern haben. 

Aldi und Lidl bekommen neuen Konkurrenten

Die kleinen Läden sind aber nur eine klare Abgrenzung zu den bestehenden Discountern. Während Aldi und Lidl in jüngerer Zeit ihre Filialen aufgemotzt haben und mehr Komfort und ein größeres Warenangebot bieten, will der neue Konkurrent aus Russland betont einfach auftreten. Damit scheint die Strategie ein wenig an die Anfänge der Discounter in Deutschland zu erinnern, als Aldi, Lidl und Co. fast ausschließlich Grundnahrungsmittel von Holzpaletten verkauften. Und tatsächlich funktioniert Torgservis in Russland mit diesem Konzept: 1500 bis 2000 meist Eigenmarken-Artikel werden auf Paletten angeboten. Laut der "Lebensmittelzeitung" soll die Einrichtung der Märkte nicht einmal eine Million Rubel kosten (umgerechnet rund 13.000 Euro). Daher scheint es wenig überraschend, dass sich die Kette zum Start vor allem in Ostdeutschland ausbreiten will, wo die Kaufkraft im bundesdeutschen Vergleich niedriger ist. Das Warenangebot soll, so die "Lebensmittelzeitung", vor allem Immigranten und osteuropäische Staatsbürger ansprechen.

Ob sich Torgservis durchsetzen kann?

Aber braucht es eine neue Discounterkette? Denise Klug, Expertin von "LZ Retailytics", sieht hohe Hürden auf die Russen zukommen. Denn die deutschen Kunden seien bei Discountern nicht nur Tiefpreise gewöhnt, sondern stellen gleichzeitig auch hohe Qualitätsanforderungen. Torgservis konnte bislang in Russland in weniger entwickelten Regionen wachsen, so die "Lebensmittelzeitung". Und musste dort auch lediglich die Standards des russischen Lebensmittelrechts erfüllen. Das strenge Recht in Deutschland könnte Probleme machen. Wann genau die russische Kette hierzulande starten will, ist nicht bekannt. Bislang sucht das Unternehmen auf der Firmenseite nach Managern - und noch nicht nach Filialmitarbeitern.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.