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Lufthansa-Chef kritisiert Luftraumsperrung: Zuviel Wind um Aschewolke?

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hat die Schließung des europäischen Luftraums wegen der Vulkanasche aus Island scharf kritisiert.

Der Chef der deutschen Lufthansa, Wolfgang Mayrhuber, hat die Schließung des europäischen Luftraums wegen der isländischen Vulkanasche scharf kritisiert. "Die Risiken wurden von den Entscheidungsträgern in allen europäischen Ländern völlig überschätzt, die Folgen hingegen völlig unterschätzt", sagte Mayrhuber am Donnerstag laut Redemanuskript auf der Lufthansa-Hauptversammlung in Berlin. "Noch nie wurde ein ganzer Kontinent wegen einer lokalen oder sektoralen Kontamination geschlossen." Die tagelangen Luftraumsperrungen Mitte April hatten allein im deutschen Luftraum rund 40 000 Flüge ausfallen lassen, Millionen Reisende waren gestrandet. Die europaweiten Schäden gehen in die Milliarden.

Die Lufthansa gibt sich trotz Einbußen durch den Vulkanausbruch in Island und den Pilotenstreik zuversichtlich für das laufende Jahr. "Der Ausblick ist besser als noch vor wenigen Wochen", sagte Mayrhuber. Die größte europäische Fluggesellschaft profitiere von einer beginnenden Erholung im Interkontinentalverkehr. Zudem ziehe die Nachfrage im Frachtgeschäft wieder an, das von der Krise besonders gebeutelt worden war.

DPA, Reuters / DPA / Reuters