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Sanierung ohne Schließungen: Opel erhält alle deutschen Werke bis 2016

Endlich mal gute Nachrichten aus Rüsselsheim: Der angeschlagene Autobauer Opel will sich zunächst ohne Stilllegungen sanieren. Auch das Bochumer Werk soll bis Ende 2016 sicher sein.

Der Autobauer Opel will seine Sanierung zunächst ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vorantreiben. Auch das Werk in Bochum solle zumindest so lange erhalten bleiben, bis die aktuelle Zafira-Fertigung dort Ende 2016 ausläuft, teilten die Adam Opel AG, der Betriebsrat und die IG Metall am Mittwoch gemeinsam in Rüsselsheim mit. Zuletzt war spekuliert worden, das Werk könne dem Rotstift schon zum Opfer fallen, wenn der Standortsicherungsvertrag Ende 2014 ausläuft.

Sanierung des Europageschäfts hat für GM Priorität

Zuvor hatte der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) in Detroit erklärt, die Sanierung des defizitären Europageschäfts habe weiterhin oberste Priorität. Zu den Gerüchten über eine mögliche Schließung des Bochumer Opel-Werkes wollte sich GM-Chef Dan Akerson am Dienstag kurz vor einer Aktionärsversammlung in Detroit aber nicht äußern. Mit den Gewerkschaften in Polen und Großbritannien habe GM neue Arbeitsverträge aushandeln können, sagte Akerson mit Verweis auf die Verlagerung der Opel-Astra-Produktion ins Ausland. Die für die deutschen Opelaner zuständige Gewerkschaft IG Metall sei für die Vorschläge von GM weniger empfänglich gewesen, die Verhandlungen dauerten aber an, sagte Akerson.

Opel will Astra nur noch im Ausland produzieren

Opel hatte Mitte Mai bestätigt, dass die nächste Generation des viel verkauften Kompaktmodells Astra ab 2015 nur noch im britischen Ellesmere Port und in Polen gebaut wird und nicht mehr im Opel-Stammwerk im hessischen Rüsselsheim. Dies könnte langfristig das Aus für das Werk in Bochum bedeuten, da die Produktion des Familienwagens Zafira von dort nach Rüsselsheim verlagert werden könnte.

DPA/lin / DPA