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Fahrdienst-Start-up: Gericht verbietet Uber in Spanien

Erfolg für die Taxifahrer in Spanien: Ein Gericht in Madrid hat den umstrittenen Fahrdienst Uber ausgebremst. Zuvor war der Dienst auch in den Niederlanden verboten worden.

Der Widerstand gegen den aggressiv expandierenden Fahrdienst Uber wird europaweit immer stärker

Der Widerstand gegen den aggressiv expandierenden Fahrdienst Uber wird europaweit immer stärker

Der umstrittene Fahrdienst Uber ist auch in Spanien untersagt worden. Ein Richter in Madrid gab am Dienstag der Klage des Taxiverbandes der Hauptstadt gegen den Dienst UberPop statt. Die Fahrer für Uber hätten keine behördliche Erlaubnis für die Beförderung von Fahrgästen, hieß es im Urteil zur Begründung. UberPop vermittelt Fahrgäste per Smartphone-App an private Fahrer, die für eine Fahrt in der Regel deutlich weniger verlangen als Taxis. Uber bot den Dienst seit Frühjahr in Barcelona und seit September in Madrid an.

Erst am Montag hatte ein Gericht in den Niederlanden UberPop verboten. Auch in Hamburg und Berlin darf das Unternehmen den Service nach entsprechenden Gerichtsentscheiden nicht mehr anbieten. Die 2009 in San Francisco in den USA gegründete Firma expandiert derzeit im großen Stil, auch in Deutschland. Die Behörden in Berlin und Hamburg untersagten UberPop mit Blick auf die Rechtslage, wonach in Deutschland für gewerbliche Personenbeförderungen besondere Genehmigungen erforderlich sind.

Uber dagegen argumentiert, dass UberPop keine Variante des klassischen Taxi-Gewerbes ist, sondern eine neue Form von Dienstleistung, bei der Autobesitzer quasi nebenbei Transportwünsche erfüllen und dafür etwas Geld verlangen.

tis/AFP / AFP