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Luxemburg-Geschäfte im Visier Steuerrazzia in Commerzbank-Zentrale


Steuerfahnder haben unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung bundesweit Büros und Geschäftsräume durchsucht. Im Zentrum der Razzia stand offenbar die Commerzbank.

Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" (SZ/Mittwoch), NDR und WDR durchsuchten Strafverfolger und Fahnder am Dienstag unter anderem die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. Mitarbeiter der Luxemburger Tochter des Dax-Komzerns stehen demnach im Verdacht, in großem Stil Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben.

Ein Commerzbank-Sprecher erklärte auf Nachfrage, die Bank habe "Interesse an einer schnellen umfassenden Aufklärung und unterstützt selbstverständlich die Behörden aktiv und in vollem Umfang". Das Ermittlungsverfahren beziehe sich auf Altfälle, die zehn Jahre und länger zurücklägen. Die Fälle würden auch unternehmensintern aufgearbeitet. Der Steuerstatus sämtlicher Kunden in Luxemburg müsse geklärt sein. Der Sprecher betonte: "Die Commerzbank lehnt Geschäftsbeziehungen zu Kunden, deren Steuerstatus nicht geklärt ist, grundsätzlich ab."

Fragwürdige "Offshore"-Geschäfte

An der Aktion gegen mutmaßliche Steuerbetrüger und deren mutmaßliche Luxemburger Helfer beteiligten sich laut "SZ" über 150 Staatsanwälte, Steuerfahnder und Kriminalbeamte. Schwerpunkte der Durchsuchungen seien das Rheinland, Hessen und Rheinland-Pfalz gewesen.

Es gehe um fragwürdige "Offshore"-Geschäfte: Luxemburger Banken, Vermögensverwalter und Anwälte sollen mehreren tausend Klienten aus aller Welt geholfen haben, Vermögen in Briefkastenfirmen in Übersee vor dem Fiskus zu verstecken. Grundlage des Verfahrens ist dem Bericht zufolge ein Datensatz, den die nordrhein-westfälischen Finanzbehörden vor einiger Zeit gekauft hatten.

ivi/DPA DPA

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