Tourismus Krieg führt zu ersten Reise-Umbuchungen


Die großen deutschen Reiseveranstalter mussten erste, kriegsbedingte Umbuchungen vornehmen. Unterdessen will die Lufthansa ihr Flüge nach Tel Aviv und Beirut eingeschränkt wieder aufnehmen.

Einen Tag nach Ausbruch der Kampfhandlungen im Irak hat es bei den großen deutschen Reiseveranstaltern mehrere Hundert Umbuchungswünsche von Touristen gegeben. Die Lufthansa kündigte an, ihre Flüge nach Tel Aviv und Beirut eingeschränkt wieder aufzunehmen. Air France prüfte indes Anpassungen ihrer April-Flugpläne wegen des Krieges in der Golfregion. Die Fraport AG als Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens schloss Verspätungen und auch den Ausfall einzelner Flüge nicht aus.

Ausweichziel Spanien

Beim Reiseveranstalter TUI gab es bislang rund 400 Umbuchungswünsche und 100 allgemeine Anfragen. "Das ist im Vergleich zu anderen Themen eher wenig", sagte Sprecher Robin Zimmermann. Viele wollten ihren Urlaub verschieben, umgebucht werde ansonsten in Richtung Spanien. Die Balearen und die Kanarischen Inseln statt Staaten in der Krisenregion sind auch bei Rewe die Hauptziele für umgebuchte Reisen. Stornierungen habe es nur vereinzelt gegeben.

Telefonhotline gut angenommen

"Die Leute sind absolut ruhig", hieß es auch bei Thomas Cook (Neckermann). An den Telefon-Hotlines gebe es aber einen "hohen Informationsbedarf". Immer wieder komme die Frage, ob der Krieg auch die jeweilige Urlaubsregion treffen könne. Viele Reiseveranstalter gestatten Urlaubern bis zum 30. April wegen des Krieges kostenlose Umbuchungen von Reisen, die in Ziele nahe der Golfregion geplant waren.

Lufthansa annulliert sechs Flüge

Die Lufthansa hat wie angekündigt am drei Flüge aus Frankfurt und München nach Tel Aviv sowie drei weitere Flüge in die Krisenregion annulliert. Von Samstag an will die Fluggesellschaft trotz des Kriegs wieder von Frankfurt aus ins israelische Tel Aviv und nach Beirut im Libanon fliegen. Reisende auf der weiter ruhenden Direktverbindung von München nach Tel Aviv werden auf den einmal von Frankfurt abgehenden Flug umgebucht. Weiterhin ausgesetzt bleiben dagegen die Verbindungen nach Amman in Jordanien und in das saudi-arabische Dammam über Kuwait.

Sicherheitsvorkehrungen

Die Fraport AG bat Kunden amerikanischer, arabischer, britischer und spanischer Fluggesellschaften auf Grund höherer Sicherheitsvorkehrungen drei Stunden vor Abflug zum Flughafen zu kommen. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte ein Sprecher "Wir wollen vermeiden, dass Passagiere auf den letzten Drücker kommen."


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