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US-Fluglinie: American Airlines flüchtet sich in die Insolvenz

Die US-Fluggesellschaft American Airlines ist pleite, der Mutterkonzern AMR beantragte jetzt Gläubigerschutz. Ziel ist es, sich von der drückenden Schuldenlast zu befreien. Der Flugbetrieb soll jedoch normal weiterlaufen.

Die drittgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines hat nach hohen Verlusten Insolvenz angemeldet. Der Mutterkonzern AMR und mehrere Tochterfirmen beantragten am Dienstag Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts. Diese geordnete Form schützt Unternehmen sehr weitgehend vor ihren Gläubigern. Das erlaube es, die Kosten vor allem für die Mitarbeiter nachhaltig zu senken und den Konzern umzubauen, erklärte AMR. Der Flugbetrieb soll normal weiterlaufen.

American Airlines plagt sich seit langem mit hohen Verlusten. Allein in den ersten neun Monaten diesen Jahres war ein Minus von 884 Millionen Dollar angefallen. Der Fluglinie machen die hohen Spritkosten und die scharfe Konkurrenz zu schaffen. Zudem liegt American Airlines mit den Mitarbeitern über deren Bezahlung im Clinch.

Ein neuer Mann an der Spitze soll nun das Ruder herumreißen: Thomas Horton folgt Gerard Arpey nach, wie American Airlines am Firmensitz in Fort Worth erklärte. "Das ist ein schwieriges Geschäft", räumte der frisch gekürte Firmenchef ein.

Noch ist unklar, welche langfristigen Auswirkungen die Insolvenz haben wird. American Airlines ist Teil des Luftfahrtbündnisses Oneworld, dem die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin 2012 beitreten will. Zudem hatte American Airlines erst vor einigen Monaten einen gigantischen Auftrag für neue Flugzeuge an Airbus und Boeing vergeben.

kng/DPA / DPA
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