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Von Miami nach London Flieger dreht auf halber Strecke um – weil eine Frau sich weigert, Maske zu tragen

Eine American-Airlines-Maschine
Eine American-Airlines-Maschine musste auf halbem Weg kehrt machen (Symbolbild)
© Daniel Slim / AFP
Seit Pandemiebeginn ist das Maskentragen im Flugzeug Pflicht. Nun musste eine American-Airlines-Maschine eine Kehrtwende machen, weil eine Passagierin sich nicht daran halten wollte.

Eigentlich sollte es für die Fluggäste an Bord des AAL38-Fluges am Mittwochabend von Miami nach London gehen. Doch nach einer halben Stunde musste der American-Airlines-Flieger wieder kehrt machen, da sich ein Passagierin partout nicht an die Mundschutz-Pflicht halten wollte. Wie die US-Fluggesellschaft mitteilte, sei der Flieger nach Miami zurückgekehrt, weil "ein störender Kunde sich weigerte, die vorgeschriebene Maske zu tragen".

Am Flughafen wartete dann auch schon die Polizei auf die Maskenverweigerin. Man habe die Passagierin ohne Zwischenfälle von Bord begleitet, erklärte ein Polizeibeamter dem US-Sender CNN. Die Frau, die um die 40 Jahre alt sein soll, wurde jedoch nicht festgenommen. Neben 129 Fluggästen waren noch 14 Besatzungsmitglieder an Bord der besagten Boeing 777. 

American Airlines: Maskenverweigerer bekommt Flugverbot

Nach der Landung teilte American Airlines mit, dass die entsprechende Passagierin bis zur weiteren Untersuchung des Vorfalls auf eine Liste von Personen gesetzt wurde, die nicht mehr mit der Fluggesellschaft fliegen dürfen. Seit Beginn der Corona-Pandemie gilt an Bord von Flugzeugen eine strikte Maskenpflicht. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte bereits vergangenen Januar eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Maskenverweigerern verhängt.

Der Vorfall reiht sich in die wachsende Liste an Verstößen gegen Corona-Maßnahmen in Flugzeugen ein. Immer wieder berichten Flugbegleiter über verbale und körperliche Übergriffe durch Reisende, die sich weigerten, die Vorschrift zu befolgen. Im Oktober 2021 wurde ein Passagier beschuldigt, einer Flugbegleiterin von American Airlines nach einem Maskenstreit auf die Nase gehauen und ihr eine Gehirnerschütterung zugefügt zu haben. Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft nannte die gewalttätige Auseinandersetzung auf dem Flug von New York nach Kalifornien "einen der schlimmsten Vorfälle, den wir je gesehen haben". 

Seit Jahresanfang hat die FAA bereits mehr als 150 Berichte über widerspenstige Passagiere erhalten - darunter mehr als die Hälfte im Zusammenhang mit Mundschutzmasken. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt knapp 6000 Berichte über streitlustige Fluggäste, davon 4.290 Masken-Streitereien.

Quellen: "New York Times", CNN, mit AFP-Material

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