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Papier: Apricot ist trendy - 75 Jahre Rollen-Pionier Hakle

Knapp 15 Minuten verbringt der durchschnittliche Deutsche pro Tag auf der Toilette und verbraucht dabei etwa 20 Blatt Klopapier - Tendenz leicht steigend, sagt eine Hakle-Studie - und die kennen sich bei dem Thema aus!

Rund eine Viertelstunde verbringt der Deutsche im Schnitt pro Tag auf der Toilette und verbraucht dabei etwa 20 Blatt Klopapier - Tendenz leicht steigend. Insgesamt, so haben Marktstudien des Klorollen-Pioniers und Branchenführers Hakle in Mainz ergeben, bewegen sich die Bundesbürger damit im europäischen Mittelfeld: Bei den Schweden liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Toilettenpapier um etwa die Hälfte höher und in Spanien um rund 50 Prozent niedriger als hier zu Lande.

 

Verbrauch an feuchtem Toilettenpapier gestiegen

Hakle, seit 1999 Tochter des US-Konzerns Kimberly-Clark, feiert in diesem Jahr 75-jähriges Bestehen und hat sich intensiv mit Studien rund um sein Produkt befasst. Im ersten Halbjahr 2003 ist in Deutschland der Verbrauch an trockenem Toilettenpapier um knapp vier und der von feuchtem Toilettenpapier um 14,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen. Im vergangenen Jahr betrug der Gesamtumsatz (ohne Aldi) laut Frankfurter Marktforschungsinstitut A.C. Nielsen GmbH rund 696 Millionen Euro.

 

Stärkere Konkurrenz von Billigmarken

Das Mainzer Unternehmen Hakle, das sich zusammen mit der Marke Servus als führend bei trockenem Papier und "klare Nummer eins" bei feuchtem bezeichnet, bekommt in jüngster Zeit aber mehr und mehr Konkurrenz von Billigmarken. Mehr als fünf Dutzend verschiedene Marken kämpfen inzwischen um die Verbrauchergunst.

Früher: Eingeweichte Maiskolben, später: zerissene Zeitungen

Der Bankkaufmann Hans Klenk (daher: Hakle) brachte mit seiner 1928 im schwäbischen Ludwigsburg gegründeten Firma erstmals in Europa pergamentähnliches Toilettenpapier auf Rollen heraus - mit garantiert 1.000 Blatt je Rolle. Bis dahin und oftmals noch bis in die 50er Jahre hinein, als Hakle auf das heutige Firmengelände am Mainzer Rheinufer umzog, hatten sich die Leute mit zerrissenen alten Zeitungen oder Bunt-Katalogen zum Abputzen auf dem stillen Örtchen begnügen müssen. Gemessen am nackten Stein, eingeweichten Maiskolben oder Pflanzenballen der Vorfahren war dies immerhin ein Fortschritt.

 

"Apricot" besonders trendy

Heute ist flauschiges dreilagiges Toilettenpapier mit geringerer Blattzahl der Umsatzrenner. Bei den Farben dominieren weiter Weiß und Weiß-Blau, doch ist «Apricot» laut Hakle- Forschung besonders trendy. Männer, so die Marktstudie, falten das Klopapier meist vor Gebrauch, Frauen dagegen sind eher "Knüller". Ungeachtet dessen sei in jüngster Zeit zunehmend auch das "zarte Feuchte" im Kommen, hieß es.

 

Neue Versionen der Häkelhaube für die Autoablage

Hakle hat in Deutschland rund 1.320 Beschäftigte, davon etwa 360 am Hauptsitz in Mainz. Weitere Werke sind in Koblenz, Reisholz bei Düsseldorf und Forchheim bei Nürnberg. Zum 75-jährigen Firmenjubiläum hat Hakle auch das einstige deutsche Spießigkeits-Symbol - die Häkelhaube über der Klorolle auf der Autoablage - völlig neu belebt und ein moderneres "Stölpchen", eine Art Säckchen für die unauffällige Umhüllung der Rolle, entworfen.