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Geldwert von 400.000 Euro Payback-Betrug: Telekom-Mitarbeiter erschleichen sich Millionen Punkte

Drei Karten des Bonusprogramms Payback
 Karten des Bonusprogramms Payback
© Britta Pedersen/DPA
Sie schlossen Verträge mit ihren Kunden - und sackten dann deren Payback-Punkte ein: Telekom-Mitarbeiter haben sich Millionen Bonuspunkte erschlichen. Der Geldwert beträgt 400.000 Euro.

Eigentlich waren die Bonuspunkte für die Kunden der Telekom vorgesehen - doch die Kundenbetreuer buchten sie sich auf ihre eigenen Karten: 120 Beschäftigte der Telekom haben sich seit Ende 2014 offenbar im großen Stil über das Bonusprogramm Payback Punkte selbst gutgeschrieben. Die Mitarbeiter hätten sich mehr als 40 Millionen Bonuspunkte erschlichen, sagte ein Sprecher der Telekom der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Das entspreche einem Geldwert von 400.000 Euro. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die Masche war demnach möglich, als Telekom-Kunden Verträge abschlossen oder verlängerten. Laut "Bild" informierten die Mitarbeiter die Kunden nicht über das Programm und buchten stattdessen die Punkte auf eigene Karten. Der Telekom-Sprecher bestätigte das. Für einen Vertragsabschluss etwa gebe es 5000 Punkte, was 50 Euro entspreche. Die Mitarbeiter seien in den meisten Fällen entlassen worden.

Gutscheine mehrfach auf eigene Payback-Konten gebucht

Eine Payback-Sprecherin bestätigte den Fall: "Einige Mitarbeiter der Telekom haben Punkte unterschlagen, indem sie Gutscheine mehrfach auf eigene Payback-Konten gebucht haben." Technisch sei das aber seit längerem nicht mehr möglich. Inzwischen würden die Gutscheine mit einem Strichcode mit einmaliger Seriennummer versehen.

"Ein Gutschein, der einmal eingelöst worden ist, kann nicht noch einmal verwendet werden", sagte der Telekom-Sprecher. Zuvor konnten Gutscheine beliebig oft genutzt werden.


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