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USA Wegen Rassismusvorwürfen: Walmart schließt Pflegeprodukte für Afroamerikaner nicht mehr ein

Ein Mann mit Einkaufswagen läuft vor einer Walmart-Filiale
Eine Walmart-Filiale in Chicago, Illinois
© Scott Olson / Getty Images / AFP
Die US-Supermarktkette Walmart hat in einigen Filialen Pflegeprodukte für Schwarze in Vitrinen gesperrt. Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd hat das Unternehmen auf die Kritik daran reagiert.

In einigen Filialen des US-Einzelhändlers Walmart wurden Körperpflegeprodukte für Afroamerikaner in Glasvitrinen eingeschlossen. Die Praxis, ganz bestimmte Pflegeprodukte unter Verschluss zu halten, unterstelle Schwarzen eine Tendenz zum Diebstahl. Darauf machte ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Fernsehsenders CBS aufmerksam.

Das soll sich nun ändern, teilt der Konzern nach massiver Kritik mit, wie die "New York Times" berichtet. Dieser Gesinnungswandel fällt in eine Zeit, in der tausende Menschen innerhalb und außerhalb der USA nach dem Tod von George Floyd gegen Polizeigewalt und Diskriminierung protestieren.

Walmart äußert sich in einem Statement

In einer E-Mail veröffentlicht der Walmart-Sprecher Lorenzo Lopez ein Statement, wie die "New York Times" berichtet: "Als Einzelhändler, der täglich Millionen von Kunden mit unterschiedlichem Hintergrund bedient, duldet Walmart keinerlei Diskriminierung." Weiter heißt es dort: "Wir haben die Entscheidung getroffen, multikulturelle Haarpflege- und Schönheitsprodukte nicht mehr in verschlossenen Kästen zu platzieren, eine Praxis, die in etwa einem Dutzend unserer 4700 Geschäfte landesweit praktiziert wird."

Klage wegen rassistischer Diskriminierung gegen Walmart

Im Jahr 2018 war der Einzelhändler bereits von einer Frau aus Kalifornien wegen rassistischer Diskriminierung verklagt worden. Der Rechtsstreit wurde damals von einem Bundesgericht beigelegt. Walmart äußerte sich auf Nachfrage der "New York Times" nicht dazu, ob es zu einer außergerichtlichen Einigung mit der Klägerin gekommen war.

Quelle: "New York Times"

fis

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