HOME

Zielgruppe: Adidas setzt auf Frauenpower

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas-Salomon erwartet viel von seiner neuen Designerin: Durch die neuen Kollektionen von Stella McCartney soll der Umsatz gepusht werden. Das Europa-Geschäft kann es brauchen.

Schon für das Premierenjahr 2005 sei mit Umsätzen im zweistelligen Millionen-Bereich zu rechnen, berichtete zuletzt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Konzern-Chef Herbert Hainer vorab. In Zukunft werde sich das Unternehmen verstärkt der weiblichen Zielgruppe zuwenden. "Da haben wir Nachholbedarf."

Erfolg mit Yamamoto-Kollektion

Gut eingeschlagen habe auch die Kollektion Y3 des japanischen Designers Yamamoto, sagte Hainer der Zeitung zufolge. Nach 15 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr werde Adidas in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Euro damit einnehmen. Die Kollektion habe die Gewinnschwelle erreicht. "Wir verdienen damit 2004 definitiv mehr als eine Million Euro."

Große Hoffnung setzt Hainer auf den chinesischen Markt. "Dort verdoppeln wir jedes Jahr unseren Umsatz", sagte der Adidas-Chef. In fünf Jahren sei China der zweitwichtigste Markt des Unternehmens. "Da reden wir dann über fast eine Milliarde Euro Umsatz." Wegen des Wachstums der weltweiten Nummer Zwei der Branche nach dem US-Konzern Nike will Hainer der Zeitung zufolge im kommenden Jahr 1000 neue Stellen schaffen. Davon sollten 150 Arbeitsplätze auf den Firmen-Stammsitz in Herzogenaurach entfallen.

Europa schwächelt

Im dritten Quartal hatte Adidas mit einer weiteren Steigerung von Umsatz und Ergebnis die Analystenerwartungen übertroffen. Allerdings waren die Auftragsbestände in Europa zurückgegangen. Für 2004 erwartet Adidas trotzdem einen 20-prozentigen Gewinnanstieg sowie einen um Währungseffekte bereinigtes Umsatzzuwachs von fünf Prozent. Für das kommende Jahr rechnete Hainer mit einer Gewinnsteigerung von zehn bis 15 Prozent und einem Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. (Reuters)

Themen in diesem Artikel