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USA Weil die Zubereitung zu lange dauerte: Frau fordert Millionensumme von Fertiggericht-Hersteller

Macaroni und Käse auf Teller
Nicht ausgewogen, aber leider trotzdem lecker: Mac'n'Cheese
© IMAGO / Panthermedia
In den USA verklagt eine Frau den Hersteller eines Mikrowellengerichts auf 5 Millionen Dollar Schadensersatz. Der Grund: Die Angabe der Zubereitungszeit von 3,5 Minuten auf der Verpackung stimme angeblich nicht.

Wenn der Hunger an die Magenwand klopft, es aber zeitlich zu knapp ist, das Verdauungsorgan mit einer ausgewogenen Mahlzeit zu füllen, greifen viele Menschen im Alltag auf eine schnelle Alternative zurück. Tütensuppen oder Tiefkühlpizza stehen bei vielen Deutschen ganz oben auf der Liste. In den USA hingegen ist Mikrowellenessen, wie "Macaroni & Cheese", sehr beliebt.

Der Lebensmittelhersteller "Kraft Heinz Foods" produziert ein solches Produkt mit dem Namen "Velveeta – Shells & Cheese". Dabei handelt es sich um einen Plastikbecher, der mit Nudeln, Käsesauce und reichlich Konservierungsmitteln gefüllt ist. Der Inhalt kann innerhalb kurzer Zeit in der Mikrowelle verzehrfertig zubereitet werden. Auf der Verpackung dieser Marke wird damit geworben, dass dies in nur dreieinhalb Minuten der Fall sein soll.

Klage über 5 Millionen US-Dollar

Eine Frau aus Florida plant nun eine Sammelklage in Höhe von 5 Millionen US-Dollar einzureichen, weil die Zeitangabe etwas falsches versprechen würde. Die Anwälte der Frau behaupten, die 3,5 Minuten seien lediglich die Aufwärmzeit in der Mikrowelle und würden nicht die anderen Schritte berücksichtigen, die bei der Zubereitung auch noch nötig sind.

Dazu gehöre auch das Entfernen des Deckels, das Öffnen und das Einfüllen der Sauce aus einem kleinen Beutelchen, das Hinzufügen von Leitungswasser – und am Ende muss der Becherinhalt ja auch noch umgerührt werden.

Der Hersteller des Mikrowellenmenüs bezeichnet die Klage in einer Erklärung als "frivol". Die Anwälte rund um die Klägerin argumentieren, dass es irreführendes Marketing sei und das Produkt mit einem erheblichen Preisaufschlag verkauft werde.

Kunden würden mehr Geld bezahlen wegen dieses Claims, als sie es sonst tun würden. Kraft Heinz Foods solle laut der Klageschrift neben der Zahlung von 5 Millionen Dollar auch die irreführende Werbung unterlassen.

Quellen: "CNN", "TMZ"

ky

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