Hat der Pricktest trotz eines starken Verdachts keine Allergie nachgewiesen, kann der Arzt mit einem Intrakutan-Test (auch: Intradermaltest) einen zweiten Versuch starten. Er spritzt das Allergen tiefer in die Haut, daher kommt es eher zu einer Reaktion. Auch hier gilt: Der Test allein liefert keine sichere Diagnose.
Für den Test bringt der Allergologe mit einer feinen Kanüle stark verdünnte Allergenlösungen in die Haut. Das ist schmerzhafter als beim Pricktest, der weitere Ablauf ist aber gleich: Nach zehn bis zwanzig Minuten bilden sich an den Stellen mit allergischer Reaktion Rötungen oder Quaddeln, die einige Stunden andauern. Auch hier ist der Arzt auf einen möglichen Notfall vorbereitet: Er legt vorher eine Venenkanüle, um, wenn nötig, Medikamente direkt in die Blutbahn spritzen zu können. Die Gefahr eines allergischen Schocks oder einer schweren Atemnot ist hier höher als beim Pricktest.
Die Untersuchung kann sich lohnen, wenn folgende Allergene in Frage kommen:
Eingeschränkt gilt das auch für eine Allergie gegen Nahrungsmittel, Schimmelpilze oder Arzneimittel. Und wie zuvor liefert dieser Test ebenso wenig eine sichere Diagnose wie der Pricktest. Entscheidend ist das Zusammenspiel mit der Anamnese und anderen Testergebnissen.