Hertha BSC legt Einspruch gegen die Wertung des Relegations-Rückspiels bei Fortuna Düsseldorf beim Deutschen Fußball-Bund ein. Dies gab der Berliner Club am Mittwoch bekannt. Die Partie war am Dienstag unter skandalösen Umständen zu Ende gegangen, weil Fortuna-Anhänger schon vor dem Abpfiff den Rasen stürmten.
Neurodermitis lässt sich bislang nicht heilen. Da sie sich aber auf der Haut abspielt, können Sie den Juckreiz mit rückfettenden Salben und Cremes lindern und so auch einem neuen Schub vorbeugen. Zudem ist es sinnvoll bekannte Auslöser zu meiden.
Blüht die Neurodermitis richtig auf, raten Ärzte meist zu Salben mit so genannten Antihistaminika oder Kortison. Beide Substanzen lindern die Beschwerden enorm. Antihistaminika blockieren die körpereigene Substanz Histamin - sie ist es, die das Jucken verursacht. Kortison ähnelt dem Hormon, das der Körper selbst in der Nebenniere produziert, und sorgt dafür, dass die Entzündung in der Haut zurückgeht.
Prinzipiell kann Kortison schwere Nebenwirkungen haben: Blutdruck- und Blutzuckerwerte können steigen, die Haut kann dünner, die Knochen können brüchiger werden. Für Kinder besonders problematisch: Kortison behindert die Knochen beim Wachsen, das Kind kann kleiner bleiben. Häufig sammelt sich auch Fett im Körper, etwa im Gesicht. Ärzte sprechen dann von einem Vollmondgesicht.
Ob solche schweren Nebenwirkungen auftreten, hängt vor allem davon ab, wie und wie viel Kortison in den Körper gelangt und wie lange es verwendet wird. Spritzt der Arzt das Medikament oder nimmt der Patient Kortisontabletten ein, sind schwerere Nebenwirkungen zu befürchten, als wenn der Patient eine kleine Hautstelle eincremt. Denn die Dosis in der Salbe ist so gering, dass nur kleine Mengen an Kortison in den Körper gelangen.
Bedenklicher sind Tabletten. Sie helfen bei einem schweren Neurodermitis-Schub, denn die Dosis in der Pille ist deutlich höher und der Wirkstoff gelangt direkt über den Magen ins Blut. Weil Kortison das Knochenwachstum hemmen kann, sollten Kinder nur für kurze Zeit Kortisonpräparate nehmen.
Generell sollten Sie Kortison nicht länger als einige Tage, höchstens aber zwei Wochen verwenden - nur in bestimmten Ausnahmefällen länger. Danach sollten Sie den Stoff nicht plötzlich absetzen, sondern langsam ausschleichen. Zu der genauen Vorgehensweise fragen Sie Ihren Arzt.
Mit Ihrem Arzt können Sie mögliche Alternativen besprechen. Seit 2002 wurden neben Kortisonpräparaten auch so genannte Immunmodulatoren mit den Wirkstoffen Pimecrolimus und Tacrolimus verschrieben, welche die Entzündung hemmen und das Jucken lindern sollten.
Salben mit Immunmodulatoren können ein leichtes Brennen auf der Haut verursachen. Außerdem machen die Wirkstoffe anfälliger für Entzündungen, die von Viren verursacht werden. Ob sich auch das Risiko für Hautkrebs und andere Krebsarten erhöht, konnte die Europäische Arzneimittelbehörde bisher weder beweisen noch widerlegen.
Die Behörde empfiehlt daher, Neurodermitis nur dann mit Tacrolimus oder Pimecrolimus zu behandeln, wenn kortisonhaltige Cremes oder Salben nicht eingesetzt werden können oder wenn eine längere Behandlung die Haut dauerhaft schädigen würde. Aufgrund der geringen Nebenwirkungen werden Immunmodulatoren häufig an empfindlichen Stellen wie auf dem Gesicht, Leisten oder im Genitalbereich aufgetragen. In Kombination mit lokalen Kortisonpräparaten ermöglichen sie eine niedrigere Dosierung des Kortisons. Da keine Langzeitstudien vorliegen, sollten Immunmodulatoren frühestens ab dem dritten Lebensjahr, Tacrolimus sogar erst ab dem 17. Lebensjahr eingesetzt werden.
Bei offenen, nässenden oder gar blutig gekratzten Hautstellen, in denen Bakterien ihr Unwesen treiben, verschreibt der Hautarzt zusätzlich ein Antibiotikum. Sind die entzündeten Stellen abgeheilt, müssen Sie die Haut nachbehandeln. Dabei gilt: feucht auf feucht und fett auf trocken. Beruhigt sich die Haut, ist aber noch leicht gerötet, braucht sie viel Wasser. Eine Öl-in-Wasser-Emulsion ist dann das Richtige. Ist die Schutzbarriere der Haut wieder intakt, wird sie mit einer Wasser-in-Öl-Creme wieder geschmeidig. Die jeweilige Mischungsformel steht häufig auf der Verpackung.
Salben, die Urea (Harnstoff) enthalten, helfen und können das Jucken hemmen. Welche Menge Urea Ihre Haut oder die Ihres Kindes benötigt, kann Ihnen der Hautarzt sagen. Allerdings bezahlen die Krankenkassen solche Cremes und Bäder nicht: Sie stufen die Mittel als Pflegemittel und nicht als Medikamente ein.
In den letzten Jahren hat sich bei Neurodermitis eine weitere Behandlung etabliert: die Phototherapie. Dabei wird die Haut des Patienten mit ultraviolettem Licht bestrahlt, das dämmt ihre Immunantwort. Die aktuelle Leitlinie empfiehlt Ärzten, bei einem akuten, schweren Neurodermitis-Schub die Hochdosis-UVA-1-Therapie und bei einer mittelschweren Neurodermitis die UVB-Therapie einzusetzen. Da diese Behandlung theoretisch das Hautkrebsrisiko erhöht und auch die Haut frühzeitig altern lassen kann, wird die Phototherapie erst ab dem 12. Lebensjahr empfohlen. Zudem sollten zeitgleich mit der UV-Bestrahlung keine so genannten Immunsuppressiva verabreicht werden - Medikamente, die die Funktionen des Immunsystems vermindern.