Die Allergie-Experten von stern.de beantworten Ihre Fragen:
Es gibt keine typische Neurodermitis-Persönlichkeit, obwohl immer wieder behauptet wird, dass eine labile Psyche die Ursache einer Neurodermitis sei. Eher sind Kontaktscheu oder Reizbarkeit Folgen und nicht Ursache von Neurodermitis. Die Kinder sind eher in sich gekehrt, da ihre Haut auffällig aussieht und sie darauf negative Rückmeldungen von ihren Mitmenschen erfahren. Die Reizbarkeit entsteht unter anderem durch Schlafmangel wegen des Juckreizes. Tatsächlich kann aber psychischer Stress den Zustand der Haut bei einer bestehenden Neurodermitis verschlechtern, zum Beispiel die Trennung von der Mutter bei einem Klinikaufenthalt oder sehr hohe Anforderungen in der Schule.
Immer wieder hört man, dass Neurodermitis durch Impfungen ausgelöst würde. Diese Annahme ist falsch. Bislang gibt es keine seriösen wissenschaftlichen Nachweise dafür, dass Impfen Neurodermitis verursacht. Vielmehr dürfen und sollen Kinder, die an Neurodermitis erkrankt sind, nach Impfplan geimpft werden. Allerdings müssen die Eltern und der Arzt darauf achten, dass die Impfung möglichst in einer stabilen Phase der Haut erfolgt, da es eventuell zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Symptome kommen kann.
Nein, eine UV-Therapie gegen Neurodermitis wird bei Kindern nicht empfohlen.