In Finnland verabreichten Forscher werdenden Müttern, deren Babys ein hohes Allergierisiko hatten, ab vier Wochen vor der Geburt Kapseln mit probiotischen Darmbakterien, so genannte Lactobazillen. Nach der Entbindung nahmen stillende Mütter die Kapseln bis zu sechs Monate weiter. Bei Kindern, welche die Flasche bekamen, mischten die Forscher die Kapseln in die Säuglingsmilch. In einer Vergleichsgruppe erhielten Mütter und Kinder ein Scheinpräparat. In der Gruppe, die Probiotika verabreicht bekamen, entwickelten nur noch halb so viele Kinder Neurodermitis.
Die Kinder wurden über einen längeren Zeitraum beobachtet: Auch vier Jahre später trat Neurodermitis in der Lactobazillen-Gruppe nach wie vor seltener auf. Dies galt nicht für Asthma oder Nahrungsmittelallergien. Aber: Die Untersuchungen werden mit unterschiedlichen Bakterienstämmen durchgeführt. Deshalb lassen sich die Ergebnisse dieser Studie keineswegs auf Probiotika allgemein übertragen.