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Ratgeber Allergie

Welche Mittel wann helfen

Nasensprays und Augentropfen

Mastzellstabilisatoren in Nasensprays und Augentropfen

Sogenannte Mastzellstabilisatoren (zum Beispiel Cromoglicinsäure) verhindern die Freisetzung des Gewebshormons Histamin und anderer Entzündungsstoffe aus den Abwehrzellen der Schleimhäute. Diese Entzündungsstoffe gelangen dann nicht mehr ins Gewebe oder in die Blutbahn. Die Medikamente werden direkt auf die Nasenschleimhaut gesprüht oder in die Augen geträufelt. Ihre volle Wirkung erreichen sie aber erst nach ein bis zwei Wochen, so dass sie bei akuten Beschwerden nicht helfen. Sie eignen sich als vorbeugende Behandlung bei einem leichten allergischen Schnupfen. Insgesamt sind Mastzellstabilisatoren gut verträglich.

Antihistaminika in Nasenspray und Augentropfen

Antihistaminika schwächen die Wirkung des Gewebshormons Histamin ab. Der Vorteil von Antihistaminika in Sprays und Tropfen ist ihre schnelle Wirkung. Meist tritt sie schon nach 15 bis 30 Minuten ein. Und sie wirken lokal, also dort, wo sich die Beschwerden äußern: auf der Bindehaut und in der Nasenschleimhaut. Dabei geht der Wirkstoff kaum in den Blutkreislauf über. Daher sind die eher selten auftretenden Nebenwirkungen wie leichtes Brennen oder Reizung auf die behandelten Schleimhäute begrenzt. Beim allergischen Schnupfen helfen diese örtlich angewendeten Antihistaminika jedoch nur bei leichten Beschwerden wie mäßigem Niesreiz und Fließschnupfen sowie dezentem Jucken und Tränen der Augen. Bei stärkeren Symptomen empfehlen Ärzte Antihistaminika in Tablettenform und/oder kortisonhaltige Nasensprays.

Kortison-Nasensprays

Kortisonhaltige Nasensprays hemmen die Entzündung in der Nasenschleimhaut. Sie wirken nicht sofort, sondern entfalten ihre volle Wirkung erst nach zwei bis vier Tagen. Diese Präparate helfen bei allergischem Schnupfen, wie zahlreiche Studien zeigen, sollten bei entsprechenden Beschwerden aber nur eingesetzt werden, wenn Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren nicht ausreichen. Da der Wirkstoff nur in geringem Maß ins Blut gelangt, besteht praktisch keine Gefahr, dass Kortison den übrigen Körper schädigt. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten, etwa eine trockene, brennende Nasenschleimhaut oder Nasenbluten. Kortison-Nasensprays sollten möglichst nicht länger als zwei bis drei Monate eingesetzt werden, weil das Kortison die Nasenschleimhaut angreifen kann.

Vermeiden Sie Tropfen und Sprays mit Konservierungsmitteln: Bei Allergien sind die Schleimhäute ohnehin gereizt, und Konservierungsmittel können die Schleimhäute schädigen und oft selbst Allergien auslösen. Auf Nasentropfen mit abschwellender Wirkung, die bei normalem Schnupfen eingesetzt werden, oder Kombinationspräparate sollten Sie ebenfalls verzichten. Das gleiche gilt für konventionelle Augentropfen.

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