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Die schockierende Todesfahrt von David Holmes

"Bitte sterben Sie nicht wie mein Junge": In England hat die Mutter eines verunglückten Motorradfahrers das Video der Fahrt veröffentlicht. Der Film zeigt den brutalen Unfall - und soll Leben retten.

  Wenige Millisekunden vor dem tödlichen Crash: David Holmes kann mit seinem Motorrad nicht mehr ausweichen.

Wenige Millisekunden vor dem tödlichen Crash: David Holmes kann mit seinem Motorrad nicht mehr ausweichen.

David Holmes ist am Abend des 8. Juni 2013 schnell unterwegs. Mit seinem Motorrad fährt er in der englischen Grafschaft Norfolk auf der Landstraße A47 entlang. Die silberne Yamaha überholt einen Kleinwagen, hat locker über 150 Stundenkilometer drauf. Dann kommt es zum Crash. Als ein anderes Fahrzeug Holmes schneidet, kann er nicht mehr ausweichen. Die Helmkamera des 38-Jährigen filmt den Unfall. Holmes schreit, dann folgen die die Geräusche des Zusammenstoßes. Schließlich herrscht Stille.

Der 38-Jährige ist bei dem Unfall ums Leben gekommen. Mehr als ein Jahr danach hat die Familie des verunglückten Motorradfahrers das Video seiner Helmkamera ins Netz gestellt. Die schockierenden Aufnahmen sind Teil einer Polizeikampagne gegen zu schnelles Fahren. Sie soll die Gefahren von überhöter Geschwindigkeit im Straßenverkehr aufzeigen und Raser abschrecken. Besonders Mutter Brenda Holmes liegt es am Herzen, andere Motorradfahrer und Verkehrsteilnehmer zu warnen.

"Wenn wir auch nur einen Unfall verhindern und eine Familie davor bewahren können, das zu erleiden was wir durchmachen mussten, war der Tod Davids nicht umsonst", sagt die 62-Jährige in dem Video. Es sei für die Familie nicht einfach gewesen, sich dazu durchzuringen, diesen schrecklichen Unfall zu zeigen, schildert die Mutter. Aber sie hoffe, dass dadurch Leben gerettet werde.

Mehr als fünf Millionen Nutzer haben das Video bereits gesehen

Auch die Polizei in Norfolk hält das Video für geeignet, um Motorradfahrer zu warnen. Auch weil Holmes durch seine Raserei eine erhebliche Mitschuld am Unfall trage. "Holmes war eindeutig ein Risiko eingegangen und musste dafür den Preis bezahlen", sagt Hauptkommissar Chris Spinks. "Es zeigt mit brutaler Ehrlichkeit die Realität von Unfällen."

Am vergangenen Donnerstag wurde das Video via Youtube veröffentlicht. Inzwischen haben mehr als fünf Millionen Nutzer die brutalen Bilder von Holmes' Tod gesehen. Kommissar Sprinks ist überzeugt: "Sie werden Menschen zum Nachdenken über ihr Fahrverhalten anregen."

ACHTUNG: DIE FOLGENDEN VIDEOAUFNAHMEN ZEIGEN EINEN UNFALL, BEI DEM EIN MENSCH UMS LEBEN GEKOMMEN IST.

mai

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