Trotz Facebook, Twitter und Skype gehört die gute alte E-Mail längst nicht aufs Altenteil. stern.de verrät, wie man elektronische Post besser nutzt, wo Fallstricke lauern, wie man sich vor Spam schützt und welche rechtlichen Vorschriften gelten. Von Peter Ilg

Die gute alte E-Mail ist im Web noch immer die beliebteste Kommunikationsmethode© Colourbox
Jeder kennt diese Situationen: Plötzlich hat man ein Super-Idee, muss dringend eine Antwort auf eine Anfrage geben oder hat noch eine Rechnung mit jemandem offen: dann wird auf Gedeih und Verderb kurz und bündig in die Tastatur gehakt, auf Senden geklickt - und erst später über die E-Mail nachgedacht. War es der richtige Empfänger und habe ich mit meinen Worten den passenden Ton getroffen, hätten nicht doch noch andere auf den Verteiler gehört und kommt meine Nachricht überhaupt an? Wie gut, dass ich in meinem E-Mail-System ein Häkchen gesetzt habe bei der Option 'Empfangsbestätigung versenden'. Es beruhigt zu wissen, dass der Empfänger weiß, dass ich weiß, dass er meine Nachricht gelesen hat. So kann ich mich getrost zurücklehnen und warten was passiert. Schließlich ist der Empfänger nun im Zugzwang.
"Völlig Falsch", sagt IT-Berater Ralf Tjarks. Zum einen funktionieren Bestätigungsmail nicht zuverlässig, falls doch, "sagt die Nachricht nichts weiter aus, als dass der Empfänger die Mail angeklickt hat". Ob er sie auch gelesen und die Nachricht verstanden habe und daraufhin wie gewünscht reagiere, bleibe völlig offen. "Ich verschicke alle meine Mails ohne Empfangsbestätigung, und wenn ein Versender von mir eine anfordert, lösche ich diese einfach um in meinem persönlichen Bereich die E-Mail-Flut einzudämmen", sagt Tjarks.
Das ist auch dringend notwendig. Über eine Milliarde E-Mails werden täglich in Deutschland verschickt, weltweit sollen es an die 250 Milliarden sein. Ohne E-Mail geht es nicht mehr, und wir drohen in der Flut digitaler Nachrichten unterzugehen.
Neun von zehn E-Mails sind Spam und damit völlig bedeutungslos. Der kleine Rest lässt sich leicht organisieren, beispielsweise mit einer aussagekräftigen Betreffzeile. stern.de verrät, was sonst noch zu beachten ist. Etwa Aufbewahrungspflichten, was De-Mail bringt und was die E-Mail künftig kann.