Bayern gönnt sich als erstes deutsches Bundesland eine eigene Top Level Domain: .bayern. Das hat weniger damit zu tun, dass sich der Freistaat von .de-Land abspalten will, als vielmehr mit Standortmarketing. Eine große deutsche Stadt will bald nachziehen.

In Bayern hat nicht nur die größten Bierkrüge der Welt, sondern auch eine eigene Top Level Domain© Sven Hoppe/DPA
Bayern soll eine eigene Internet-Kennung bekommen. Internet-Adressen können damit künftig statt auf ".de" auch auf ".bayern" enden. Das Kabinett gab dafür in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause grünes Licht. Auch für Berlin ist eine neue Endung ".berlin" geplant.
Ende nächsten Jahres sollen die ersten Adressen mit ".bayern"-Endung erhältlich sein, wie Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) nach der Kabinettssitzung in München berichtete. Die Staatsregierung wolle damit "die Marke Bayern stärken", sagte er. Die Internet-Domain soll von einem privaten Unternehmen betrieben werden. Die Ausschreibung soll noch in dieser Woche beginnen.
Der IT-Beauftragte der Staatsregierung, Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) erläuterte, die neue Bayern-Domain eröffne konkrete Chancen für das bayerische Standortmarketing und stärke die regionale Identität. "Gerade im Tourismusbereich und für regional agierende Wirtschaftsunternehmen ist eine Internetadresse mit regionalem Bezug zu Bayern besonders interessant", betonte Pschierer.