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5. Februar 2009, 11:06 Uhr

Google sagt dir, wo deine Freunde sind

Mit seinem neuen Dienst Latitude bietet Google Handynutzern die Möglichkeit, die Aufenthaltsorte von Freunden und Bekannten in Google Maps zu verfolgen. Die Überwachten müssen vorher zugestimmt haben.

Google Latitude, Latitude, Handyortung

Wer's braucht: die Köpfe seiner Freunde auf Google Maps© Google

Der Internet-Konzern Google hat einen Ortungsdienst namens "Latitude" (engl. Breitengrad) gestartet, mit dem man den aktuellen Aufenthaltsort zum Beispiel von Freunden oder Verwandten sehen kann. Der Standort wird dabei auf einer Google-Karte auf Handy oder Computer angezeigt. Damit die Privatsphäre gewahrt wird, muss der Nutzer vorher bestimmen, wer seinen Aufenthaltsort sehen kann. Der Dienst startet in 27 Ländern, darunter auch in Deutschland.

Mehrere ähnliche Angebote anderer Unternehmen sind bereits am Markt, Google kann jedoch seine Dienste-Vielfalt ausspielen: Zum Beispiel kann man mit den Freunden ohne Umwege Kontakt über E-Mail oder Messenger aufnehmen. Die Standorte werden mit Hilfe des Satelliten-Systems GPS sowie der Entfernung zu Mobilfunk-Masten ermittelt.

Unterwegs läuft Latitude zunächst nur auf BlackBerry-Handys, Geräten mit Microsofts Windows Mobile und Nokias Betriebssystem Symbian S60. Versionen für Apples iPhone und das von Google intiierte Betriebssystem Android sollen in Kürze folgen.

Lokalisierte Dienste gelten als ein wichtiges zukünftiges Geschäftsmodell für die Mobilfunk- und Internet-Branche. Es geht dabei zum Beispiel um Werbung für Angebote in der Nähe des aktuellen Standorts eines Handy-Nutzers. Google könnte die Verbreitung solcher Dienste hohe zusätzliche Werbeerlöse bringen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Kai_Reske (06.02.2009, 12:15 Uhr)
Die Entwicklung schreitet voran...
Vor ein paar Jahren wäre eine solche Idee nicht für jedermann umsetzbar gewesen. So viel zur positiven technischen Entwicklung.
Aber die Entwicklung in Sachen Gläsernheit des Bürgers finde ich äußerst unschön. Die Ortung mag zwar auf Freiwilligkeit beruhen. Mündige Bürger können dies ablehnen.
Aber kommende Generationen werden so aufwachsen, schon in jungen Jahren mit Freude derlei Funktionen ausführen und gar nicht mehr wissen, wie die Welt ohne ständige Datenerfassung und individualisierte Werbebotschaften aussieht.
endbenutzer (05.02.2009, 12:21 Uhr)
Und vermutlich...
...wird auch dieser Dienst wieder von jedem Depp benutzt. Schöne gläserne Welt..
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