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6. Juli 2010, 15:52 Uhr

Erste De-Mail-Postfächer können reserviert werden

De-Mail soll als rechtsverbindlicher Service die Online-Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden verbessern. Obwohl das Angebot erst in ein paar Monaten starten kann, bieten erste Mail-Anbieter jetzt die Reservierung an.

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De-Mail soll Rechtverbindlichkeit beim Mailen schaffen© De-Mail

Die ersten E-Mail-Anbieter haben mit der Registrierung von Adressen für die rechtssichere digitale Kommunikation begonnen. Dieses De-Mail-Projekt garantiert im Unterschied zur herkömmlichen E-Mail die Identität von Absender und Empfänger und sorgt für eine automatische Verschlüsselung. Vor dem Start muss noch das Bürgerportal-Gesetz in Kraft treten. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, damit sei bis Ende des Jahres zu rechnen.

Den Anfang der Registrierung machten die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de, beide gehören zum Konzern United Internet. Die Deutsche Post folgt am 14. Juli mit ihrem E-Postbrief. Und auch bei der Deutschen Telekom wird nach Informationen aus Konzernkreisen in den nächsten Wochen mit dem Start der allgemeinen Registrierung von De-Mail- Adressen gerechnet - soeben hat das Unternehmen sein De-Mail-Angebot vom Pilotprojekt Friedrichshafen aus auf die Region Bodensee- Oberschwaben ausgeweitet.

Identifizierung bei einer Behörde nötig

"Die Anmeldung erfolgt in zwei Stufen", erklärte GMX-Sprecher Holger Neumann. "Zuerst registriert man sich im Internet für De-Mail. Dann geht man mit einem Formular und dem Personalausweis zu einer offiziellen Stelle wie dem Rathaus." Die Registierung erfolgt im jeweiligen Postfach des GMX- oder Web.de-Nutzers. In der Leiste am oberen Rand findet sich ein entsprechendes Icon.

GMX und Web.de hätten mit dem im Oktober vergangenen Jahres gestarteten Pilotprojekt in Friedrichshafen gute Erfahrungen gemacht, sagte Neumann. "Die Technik ist stabil, sie wird von den Nutzern akzeptiert und auch verstanden."

Die De-Mail-Adressen werden nach einem einheitlichen Muster gebildet: vorname.nachname@anbieter-mail.de - dabei wird der Name des jeweiligen Anbieters wie gmx.de, Web.de oder t-online.de eingesetzt. Wenn bei häufigeren Personennamen die Adresse schon vergeben ist, werden Ziffern an den Namen angehängt. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich eine frühzeitige Registrierung. Entsprechend rege sei der Start der Registrierung verlaufen, sagte Web.de-Sprecher Michael D'Aguiar.

Wie beim Briefversand muss man eine Art Porto zahlen, wenn man eine De-Mail verschickt. "Der Preis wird deutlich unter dem derzeitigen Briefporto liegen", sagte Neumann. Im Gespräch sind etwa 15 Cent. Die Anbieter erklären die Gebühr damit, dass sie für den Aufbau der sicheren Infrastruktur "erhebliche Vorleistungen" erbringen mussten.

Auch Einschreiben mit Zustellbestätigung möglich

Es sei sichergestellt, dass selbst ein Fehlverhalten von Mitarbeitern keine schädlichen Auswirkungen haben könne, sagte der GMX-Sprecher. Neben der einfachen De-Mail wird es auch ein digitales Einschreiben mit Zustellbestätigung geben.

Für das Sicherheits- und Zertifizierungskonzept von De-Mail ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verantwortlich. "Das BSI achtet darauf, dass die Sicherheit, die versprochen wird, auch tatsächlich gewährleistet wird", sagte der zuständige Referatsleiter Thomas Gast der Deutschen Presse-Agentur.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
madicus (07.07.2010, 13:13 Uhr)
Das ist doch wohl ein Witz.
(kein Kommentar)
SamBabwe (06.07.2010, 17:11 Uhr)
Geldgrab
Wunderbar. Da die Regierung weder von MDN, DSN und PGP scheinbar nie etwas gehört hat, dürfen jetzt alle blechen, die sinnvoll mit ihrem Amt korrespondieren wollen.
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