Wer beim Surfen im Internet nicht aufpasst, der gibt schnell mehr Informationen über sich selbst preis, als er eigentlich will. Oft reichen schon einfache Maßnahmen, um sich zu schützen.
Am Aktionstag "Safer Internet Day" werben mehr als 60 Länder für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet. Das internationale Motto heißt in diesem Jahr "Connecting generations and educating each other" ("Generationen verbinden und sich gegenseitig weiterbilden"). Auf zahlreichen Veranstaltungen informieren Institutionen und Organisationen zum Beispiel darüber, worauf Kinder und Jugendliche beim Chatten und Surfen im Netz achten sollten. Der Aktionstag ist eine Initiative der Europäischen Kommission. In Deutschland koordiniert das Projekt klicksafe die Aktivitäten.
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will in diesem Jahr die Aufmerksamkeit auf das mobile Surfen lenken. Ein Viertel der Deutschen surft von unterwegs mit einem Smartphone im Internet. Das hat eine Umfrage des Forschungs-Instituts Forsa ergeben. Demnach nutzen 26 Prozent der Verbraucher hierzulande ein internetfähiges Smartphone zum mobilen Surfen im Netz. Bei Menschen unter 30 Jahren ist der Anteil demnach viel höher: In dieser Altersgruppe sind es 58 Prozent. "Es ist praktisch, unterwegs im Internet surfen und überall E-Mails abrufen zu können - aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs darf der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen", so Aigner. Leider sei das Schutzniveau bei mobilen Geräten noch nicht so hoch wie bei stationären Rechnern. Vor allem die Hersteller seien in der Pflicht, für mehr Sicherheit und Datenschutz zu sorgen, sagte Aigner. Unter anderem gehe es ihr dabei um datenschutzfreundliche Voreinstellungen: So müssten beispielsweise die Ortungsdienste standardmäßig ausgestellt sein. Sie selbst riskiere es derzeit nicht, Online-Banking auf dem Smartphone zu nutzen.