Als Tablet ein Zwerg, als Telefon ein Riese

1. November 2011, 11:27 Uhr

Das Samsung Galaxy Note ist Smartphone und Tablet zugleich. Dabei ist die Größe des Gerätes Fluch und Segen zugleich. Lesen Sie hier warum.

Samsung, Galaxy, Note,Test

Das Galaxy Note von Samsung wird mit einem Bedienstift geliefert. Mit den Fingern funktioniert es aber auch©

Samsung hat das Galaxy Note auf der Ifa 2011 in Berlin erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Gerät bietet neben einem 5,3 Zoll großen HD-Super-Amoled-Bildschirm auch einen Stylus namens S Pen. Wir konnten den Smartphone-Tablet-Hybriden ausprobieren.

Das Galaxy Note bietet einen 1,4-GHz-Dual-Core-Prozessor, der auf ARM-Architektur basiert. Obwohl viele Apps einwandfrei und schnell ausgeführt wurden, kam es bei einigen Anwendungen wie dem Webbrowser zu Verzögerungen. Das war angesichts des schnellen Prozessors eine Überraschung.

Der Samsung-Hybride wird in Deutschland mit 16 GB Speicher angeboten, der per MicrosSD-Karte um bis zu 32 Gb erweitert werden kann. In Sachen Datenübertragung bietet das Gerät neben HSPA+ auch 3G und WLAN 802.11 a/b/g/n. Wenn sich der Nutzer in den USA befindet, kann er zusätzlich von 4G-LTE-Untersstützung profitieren.

Brillantes Display

Der 13,44 Zentimeter große HD-Super-Amoled-Bildschirm bietet WXGA-Auflösung und eine, wie von einem Samsung-OLED-Display zu erwarten, brillante und helle Wiedergabe - und das obwohl es sich um den größten Bildschirm handelt, der jemals in ein Smartphone integriert wurde. Mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel sind das 285 ppi (Pixel pro Zoll), die das Note bietet. Das iPhone 4 schafft laut Apple 326 ppi. Im Vergleich dazu hat das Samsung Galaxy S2 lediglich 218 ppi und das etwas ältere Galaxy S 233 ppi.

Auch der angekündigte Betrachtungswinkel von 180 Grad ist beeindruckend, wenngleich es vielleicht nicht ganz 180 Grad sind, kommt Samsung diesem Versprechen schon sehr nahe Man muss sich also nicht direkt vor dem Bildschirm befinden, um etwas zu erkennen.

Solide Kamera

Das Galaxy Note hat als Betriebssystem Android 2.3 Gingerbread vorinstalliert und bietet dem Anwender neben einer 8-Megapixel-Kamera samt LED-Blitzlicht auf der Rückseite auch eine 2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite. Das Note bietet Full-HD-Video- und Bildaufnahme mit 1080 Pixel. Die Kamera erwies sich als schnell und reaktionsstark und liefert scharfe Bilder ab.

Zu groß zum Telefonieren

In der Hand fühlt sich der Hybride unhandlich an. Das Note ist aber ähnlich dem Galaxy S2 sehr dünn, obwohl es mit 9,65 Millimeter doch etwas dicker ist. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Note beim Telefonieren durch seine Größe (147 x 83 x 10 Millimeter) einigermaßen seltsam anmutet. Solange Hybrid-Geräte wie das Note noch nicht weit verbreitet sind, muss man sich also auf seltsame Blicke beim Telefonieren in der Öffentlichkeit gefasst machen.

Auf der Unterseite befinden sich eine ähnlich große Öffnung für den Stylus sowie der Anschluss für das Ladegerät. Der Akku mit 2,500 mAh ist fast doppelt so groß wie ein herkömmlicher Smartphone-Akku ist. Der überdimensionale Akku ist sehr beeindruckend - aber in Anbetracht des großen Bildschirms auch dringend notwendig.

S Pen - präzise, aber unnötig

Das Samsung Galaxy Note wird samt einem Stylus namens S Pen ausgeliefert. Der Stift ist druckempfindlich und eignet sich sowohl zum Schreiben auf dem Bildschirm als auch zum Ausführen von Apps oder zur Aufnahme von Fotos und vielem mehr. In der Anwendung bewährte sich der S Pen als sehr gutes Eingabegerät, und die Reaktionsfähigkeit lies nicht zu wünschen übrig. Das Note bietet außerdem Unterstützung für Samsungs neuen Kommunikationsdienst ChatON.

Der Stylus ist auf jeden Fall ein netter Zusatz, allerdings bieten Android und die TouchWiz-Oberfläche eine solch gute Basis für die Steuerung mittels des Fingers, dass der Stift unterm Strich nicht wirklich notwendig ist.

Magisch verbesserte Oberfläche

Wie bereits erwähnt hat Samsung das Note mit Android 2.3 ausgestattet, bietet dafür aber die neueste Version seiner hauseigenen Benutzeroberfläche TouchWiz UX. Durch diese Software können eine Reihe cleverer Touchgesten genutzt werden, um verschiedene Anwendungen aufzurufen. Beispielsweise kann man durch eine Wischbewegung mit der Handfläche einen Screenshot vom gerade geöffneten Inhalt machen.

Wie erwartet bietet Samsung auf dem Tablet-Smartphone die Funktion Social Hub an, mit der E-Mails, Textnachrichten und Kontakte von anderen Plattformen und Diensten synchronisiert werden können. Auch ein Kalender und die S-Planner-App, mit der Termine verwaltet werden, können über den Hub genutzt werden.

Außerdem bietet Samsung auf dem Note eine Notiz-App namens S Memo. Samsung rechnet wohl damit, dass die meisten Menschen noch heute einen Notizblock mit sich tragen und dass eine solche Funktion daher auf das Wohlwollen vieler Anwender stoßen wird.

Überraschend guter Klang

Auch für Multimediainhalte eignet sich das Galaxy Note hervorragend und besonders der Sound überzeugte in unserem Test. Der Lautsprecher befindet sich auf der Rückseite des Samsung-Smartphones und die 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse an der oberen Seite.

Obwohl der Lautsprecher relativ klein ausgefallen ist, war die Musikwiedergabe dennoch beeindruckend.

Auch die Soundqualität bei Filmen lies nicht zu wünschen übrig. Laut Samsung unterstützt das Galaxy Note eine Vielzahl an bekannten Video-Dateiformaten wie MP4, H.264, WMV, DivX und Xvid.

Um ein Video zu pausieren, reicht es aus, die Hand - ohne das Note dabei zu berühren - flach über das Gerät zu halten.

Die Farben bei der Videowiedergabe sind exzellent und selbst die Wiedergabe von hochqualitativem Filmmaterial ist beeindruckend.

Die Größe des Bildschirms (5,3 Zoll) eignet sich ideal für das Anschauen von Filmen. Videos, für die die üblichen 4-Zoll-Bildschirme der Smartphones einfach zu klein sind, kommen auf dem Samsung Galaxy Note richtig groß raus.

Fazit

Würden wir uns selbst ein Galaxy Note kaufen? Leider ist das Note mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro nicht günstig. Man hat bereits beim Dell Streak gesehen, dass die Nachfrage nach solchen Geräten nicht besonders groß ist. Allerdings könnte sich durch die bessere Internetverbindung - wie zum Beispiel mit dem 4G-Modell für die USA - sehr wohl ein größerer Markt für ein mobiles, auf Videowiedergabe zentriertes Gerät auftun.

Deshalb ist das Galaxy Note für alle Anwender, die ihr Mobiltelefon entgegen seiner eigentlichen Bestimmung eher zur Wiedergabe von Videos als zum Telefonieren nutzen, definitiv empfehlenswert.

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