Viele Betroffene ahnen nichts von ihrer Krankheit. Sie fühlen sich gesund, abgesehen davon, dass ihnen manchmal unwohl ist, sie ab und an keinen Appetit haben oder gelegentlich müde sind. Selbst wenn sie erbrechen, Durchfall haben oder Gewicht verlieren, wird das nur selten mit dem Genuss von Getreide in Verbindung gebracht.
Diese Reaktionen sind typisch für die Zöliakie, eine schwere allergie-ähnliche Reaktion im Dünndarm. Kinder können bereits in den ersten Lebensmonaten unter Zöliakie leiden. Doch nicht alle entwickeln früh genug Symptome, so dass sie rechtzeitig behandelt werden können. Manche Kinder klagen anfangs nur über gelegentliche Bauchschmerzen. Allerdings entwickeln sie sich insgesamt merklich langsamer als ihre Altersgenossen. Dennoch wird die Krankheit oft viel zu spät entdeckt, meist im Kindergarten- oder Schulalter.
Möglicherweise leidet Ihr Säugling oder Ihr Kleinkind unter Zöliakie, wenn sich folgende Symptome zeigen:
Die Darmerkrankung kann sich bereits in den ersten Lebensmonaten entwickeln. Beginnen etwa Eltern zu früh, also vor dem vierten Lebensmonat, ihr Baby an glutenhaltige Breie zu gewöhnen, kann das Kind eine Unverträglichkeit entwickeln. Erkennbar ist das oft an den Symptomen nach der Umstellung von der Muttermilch auf getreidehaltige Breikost: an starkem Durchfall, häufigem Erbrechen, Appetitlosigkeit oder gar einem Blähbauch bei sonst eher magerem Körperbau.
Bei Erwachsenen sind die Beschwerden oft vielfältig. Viele Betroffene klagen über mehrere Symptome gleichzeitig. Daher wird die Krankheit mitunter auch mit dem Reizdarmsyndrom verwechselt, oder sie bleibt unerkannt oder sie wird falsch behandelt.